Baumkuchen ohne Mehl

von 18. Dez 2019Kuchen, Weihnachtsbäckerei0 Kommentare

Der zweite, angestaubte Zuschauerwunsch in wenigen Wochen, der Hammer! Wir haben Baumkuchen gemacht. Darum wurden wir auch erst vor irgendwie 2 oder 3 Jahren gebeten. Also hier ist er: Baumkuchen ohne Mehl, ohne Zucker und holzfrei.

Und jetzt komm mir nicht mit „Die sind gar nicht holzfrei, da ist Bambusfaser drinnen!!“. Bambus ist ein Gras, nämlich ein Süßgras und kein Baum, also auch kein Holz.

Echt, grillen?

Baumkuchen kommt – im Haushalt – in den Ofen. Aber auf Grillstufe. Warum das so ist, weiß nicht 100 % genau, aber letztendlich wohl, weil er vom Stockbrot abstammt (mehr dazu weiter unten) und damit eigentlich über offenem Feuer geröstet wird, jede Schicht für sich.

Ich schätz mal, das ist letztendlich einfach so, damit eine dünne, braune Schicht entsteht, bevor die ganze aufgetragene Schicht durch ist. Hohe Hitze in kurzer Zeit und so.

Trotzdem kommt es dem nicht-Bäcker erstmal irgendwie falsch vor. Naja oder zumindest mir.

Die genaue, richtige Temperatur ist aber natürlich auch von deinem Ofen abhängig. Zu heißt ist blöd, zu kalt bringt nix. Wir mussten 230 °C bei uns einstellen, obwohl 250 °C normal gewesen wären. „Weil unser Ofen so krass ist“, sagt Vroni.

Wie krass dein eigener Ofen und deine Grillstufe ist, musst du halt selber ausprobieren, aber 230-250 °C sind echt ein guter Anfang.

Vom Stockbrot zum Baumkuchen

Der Ursprung des Baumkuchens ist ein wenig verwirrend, zumindest für mich.

Zuerst war da (vermutlich) das Stockbrot oder der Knüppelteig. Hier wurde halt einfach ein normaler Teig um einen Stock (oder eben Knüppel) gewickelt und dann über einem offenen Feuer geröstet. Jeder der irgendwann mal Pfandfinder oder bei sonstigen Outdoor-Jugendveranstaltungen war, kennt das vermutlich. Das gabs schon im Mittelater. Also, das Stockbrot, nicht die Outdoor-Jugendveranstaltungen. Naja, vielleicht gab es damals beides, aber ich MEINE das Stockbrot.

Über die Jahrhunderte haben sich dann viele verschiedene Rezepturen in verschiedenen Regionen und Ländern entwickelt. Manche herzhaft, manche süß, so wie es halt irgendwie immer ist.

Die heutige Form wird in High Carb mit relativ flüssigem Teig gemacht. Jedenfalls dann, wenn der Baumkuchen an einem Drehding über offener Flamme oder einer ähnlich intensiven Hitzequelle gemacht wird, und nicht im Ofen. Dann wird nämlich der Teig Schicht für Schicht aufgegossen und nur kurz geröstet, bevor letztendlich die Kuvertüre aufgestrichen wird.

Und DANN hat man auch Baumkuchen mit Loch und Ringen, statt Schichten.

Da das aber in unserem Backofen nicht geht, haben wir halt doch Schichten. Macht aber nix, die schmecken nämlich genauso.

Deutsche Bäume in Japan

Total interessant fand ich die Information, dass deutsche Baumkuchen in Japan der absolute Renner sind. Und nicht „die mögen die ganz gern“, sondern wohl in quasi jedem Lebensmittelgeschäft erhältlich, auch wenn sie ziemlich teuer sind (heißt es wohl).

Dorthin gekommen sind sie mit einem deutschen Konditor namens Karl Joseph Wilhelm Juchheim. Das was aus seinem Konditorladen wurde, produziert heute noch diese Kuchen, nämlich die Firma Juchheim.

Das ist alles auch schon recht lange her, denn Juchheim kam schon im Alter von 22 Jahren, nämlich 1908, nach Japan und hat schon im darauffolgenden Jahr dort seine (erste) Konditorei eröffnet.

Daran zeigt sich relativ eindrucksvoll, wie Kulturen ohne ersichtlichen Grund miteinander verschmelzen können und auch einfach so einzelne Elemente voneinander übernehmen können. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Schließlich hat Coca Cola UNS auch den Weihnachtsmann gestiftet.

Ich find das in Ordnung. Und ich weiß auch gar nicht, ob man nach über 100 Jahren Baumkuchen (バウムクーヘン Baumukūhen oder バームクーヘン Bāmukūhen gesprochen, gestohlen natürlich von Wikipedia) noch von „original deutschen Baumkuchen“ sprechen kann. Die gehören denen genau so sehr wie uns. Wenn sie überhaupt irgendjemandem gehören können.

Die Hälfte von unserem Baumkuchen gehört jedenfalls mir. Punkt.

Liebe Grüße,
Nico

Baumkuchen ohne Zucker und ohne Mehl

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Baumkuchen. Das ist doch der Kuchen der so oft gebacken werden muss oder? Jap, genau der. Und wir haben ihn Lowcarbifiziert. Ohne Kokosmehl, dafür mit Bambusfasern. Und mit wenig Kohlenhydraten schmeckt der Baumkuchen gleich doppelt so lecker. Den musst du probieren. #lowcarb #lowcarbbaumkuchen #lowcarbweihnachten #lowcarbweihnachtsgebaeck #baumkuchenohnemehl #glutenfreierbaumkuchen
Klassischer Baumkuchen mit Schokoglasur. Wir haben natürlich wie üblich keine Getreidemehle und keinen Zucker verwendet, sonst wäre das Rezept ziemlich falsch bei uns :) Das Rezept ist für eine 16 cm Springform berechnet.
Vorbereitungszeit
15 Minuten
Kochzeit
1 Stunde
Gesamtzeit
2 Stunden 45 Minuten
Portionen
8 Stücke
5 von 1 Bewertung
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Zutaten

Kuchen

Glasur

  • 50 g Schokolade * zuckerfrei oder hochprozentig
  • 1 EL Kakaobutter

Anleitung

  1. Ofen auf 250 °C Oberhitze + Grill vorheizen.
  2. 16 cm Springform einfetten und den Boden mit Backpapier auskleiden.
  3. 2 Eier trennen, 1 Ei ganz lassen.
  4. Eiweiß von den 2 Eiern sehr steif schlagen und beiseite stellen.
  5. Butter und Süße zusammen gründlich schaumig schlagen.
  6. Rum zugeben und glattrühren.
  7. Eigelbe und Ei einzeln zugeben und dazwischen immer gründlich mit dem Handmixer einarbeiten.
  8. Trockene Zutaten zugeben und einrühren, aber nur so kurz wie möglich, bis alles gründlich vermengt ist.

  9. Eischnee mit einem Teigschaber gründlich unterheben und einarbeiten.
  10. Springform 2-3 Minuten im Ofen aufheizen und herausnehmen.
  11. Sofort einen großen Esslöffel Teig (bzw. ca. 10 % des Teiges) in der heißen Backform verstreichen. Die Schicht sollte ungefähr 2-3 mm dick sein.
  12. In den Ofen geben und 3-5 Minuten backen/grillen, bis die Oberfläche mittelbraun geworden ist. Beim ersten Mal im Ofen besonders gut beobachten und Temperatur ggf. nachregeln, so dass der Boden nicht zu dunkel wird. Ggf. Hitze zB auf 230 °C reduzieren, damit nach 5 Minuten ein deutliches Braun aber kein Schwarz erreicht ist.

    Es ist aber WICHTIG, dass alle Schichten trotzdem DEUTLICH dunkler als der normale Teig sind, sonst erkennt man am Ende keine Schichten. Das wäre schade.

  13. Dann herausnehmen und erneut eine Schicht Teig auf daraufstreichen, dann zurück in den Ofen.
  14. Diesen Vorgang wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.
  15. Dann den Baumkuchen 30 Minuten in der Form auskühlen lassen, anschließend aus der Springform nehmen und eine weitere Stunde kühlen lassen.
  16. Anschließend Schokolade und Kakaobutter zum glasieren vorsichtig schmelzen und mit einem Pinsel eine dünne Schokoschicht auf den Kuchen verstreichen (Deckel und Seitenrand).
  17. Schokolade gut aushärten lassen.
  18. Der Kuchen schmeckt nach 1-3 Tagen Ziehzeit am besten!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
241 kcal
Kohlenhydrate
3 g (netto)
Ballaststoffe
7 g
Fett
20 g
Eiweiß
10 g
Kategorie Kuchen
Art / Diät Low Carb
Keyword Baumkuchen ohne Mehl, Baumkuchen ohne Zucker, Glutenfreier Baumkuchen, Low Carb Baumkuchen
Autor Nico
Rezept: Baumkuchen ohne Zucker und ohne Mehl von salala.de
Danke für’s nachmachen.
Wenn’s Dir geschmeckt hat, darfst Du gerne einen Kommentar auf salala.de schreiben.
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