Currywurst selber machen - by salala.de - Low Carb Currysauce Rezept ohne Zucker Chilisauce
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Currywurst selber machen - by salala.de - Low Carb Currysauce Rezept ohne Zucker Currywurst selber machen – by salala.de – Low Carb Currysauce Rezept ohne Zucker

Currywurst mit scharfer Sauce – Low Carb

Heut geht es nicht um die Wurst. Klar, es gibt Currywurst (wobei wir das gleich noch diskutieren). Aber es gibt vor allem eine scharfe und zuckerfreie Low Carb Currysauce dazu. Und wir wissen doch alle: die Currywurst ist Nebensache – der Hauptakteur ist die fruchtig-scharfe Currysauce, denn damit steht und fällt das ganze Gericht.

Aber vorher ein paar andere Aspekte.

Currywurst – Berlin oder Pott?

Je nachdem wen man fragt, ist die Antwort klar.

Es gibt zwei Lager. Die Berliner beanspruchen die Currywurst inklusive Sauce für sich. Dort gibt’s schließlich legendäre Läden wie Curry 36 und ansonsten eine ganze weitere Currywurstszene – und das nicht nur in Kreuzberg.

Die Erfindung des Gerichtes geht – wenn man einen gebildeten Berliner befragt – auf eine Dame namens Herta Heuwer am 4. September 1949 zurück. Das Patent für die Currysauce hat sie nur wenige Tage später angemeldet und damit ist es nur knapp 4 Monate jünger als unsere Bundesrepublik.

Und im Pott?

Auf der anderen Seite Deutschlands gibt es dann noch den mächtigen Ruhrpott. Dort gibt es meinem Wissens nach keine bestimmte Person und kein bestimmtes Datum an dem das Gericht wohl entstanden ist, aber dafür sind die Einwohner des Potts ganz sicher deutlich kreativer mit ihrer leicht ironischen Namensfindung.

Im Pott wird das Proletariat gefeiert – und das meine ich in keiner Weise herabwürdigend. Dort wird der einfache Bürger in Ehren gehalten und um etwas wert zu sein muss man nicht studiert haben oder der High Society angehören. Ehrliche Arbeit erfährt Wertschätzung. Und ehrliches Essen auch.

Uns so wir die Currywurst, eines der klassischen deutschen Imbissbudengerichten mit selbstironischen aber klangvollen Namen dargereicht. Gelsenkirchener Schlemmerplatte oder Bottroper Schlachtplatte, Ruhrpott-Carpaccio, Mantaplatte oder auch Phosphatrakete. Ich hab keine Ahnung was davon in 2018 noch im Umlauf ist, aber die Idee dahinter wird klar.

Schade ist halt, dass man unterwegs vermutlich nirgends eine Low Carb Currysauce finden wird – wenn man von den raren Low Carb Restaurants in manchen Städte mal absieht, aber einen Imbiss wo es Low Carb Currysauce gibt wird man wohl kaum finden. Noch nicht. Aber Deutschland, wir kommen!

Und ich hätte gerne einen kleinen Schlagabtausch zwischen Hauptstädtern und Ruhrpott-Patrioten in den Kommentaren. Vertretet eure Meinung, aber seid zumindest so lieb und höflich, dass ich keine Beiträge löschen muss :P

Große Unterschiede zwischen Pott und Berlin

Die Currywurst und auch die Currysauce sind natürlich nicht identisch zwischen Pott und Berlin. Natürlich sind die grundsätzlichen Komponenten ähnlich, aber der Geschmack ist – wertfrei – einfach nicht derselbe.

Im Pott ist die Sauce weniger tomatig und fruchtig, weniger süß. Dafür tendenziell deutlich schärfer und schmeckt auch mehr nach Curry. Auch auf die Gefahr, dass ich jetzt Prügel kriege, aber ich habe den Eindruck, dass die Pott-Currysauce deutlich näher am Gewürzketchup ist als die in Berlin.

Die Berliner mögen mehr Fruchtgeschmack, mehr süße und legen nicht ganz so viel Wert auf feurige Schärfe oder die Scoville-Skala, wobei eine Berliner Currysauce keinesfalls als mild durchgehen darf.

Und dann gibt es da noch die Frage mit der Wurst. Mit oder Darm bzw Pelle ist die Frage. Die Berliner bevorzugen Darmlose, im Pott wird im Naturdarm gegrillt. Das hat allerdings praktisch-historische Gründe: in der ehemaligen DDR waren Naturdärme rar, also wurde in Plastikschläuchen gebrüht und gekühlt. Das hat sich so gehalten, auch wenn es heute natürlich keine Knappheit an Naturpellen für Würste mehr in Berlin geht. Aber Tradition ist Tradition und muss nicht bewertet werden.

Nochmal zurück zur Currywurst

Wir sind ja blöde Bayern, unterhalb des Weißwurstäquators. Das heißt, wir haben tendenziell ja keine Ahnung von Currywurst. Also ja, von der Sauce schon, weil ich kann kochen und ich weiß, dass Currysauce vor allem zu scharf, zu süß, zu salzig und zu scharf sein muss, damit es eine Gute ist. Und so haben wir unser auch angelegt.

Aber die Wurst? Currywurst-Wurst war für mich immer Bockwurst. Ich hab aber gelernt, dass das überhaupt gar nicht korrekt ist.

Currywürste sind generell eher Brühwürste – mit oder ohne Darm ist dabei erstmal egal. Aber keine Schinkenbockwürste – auch wenn das (für uns) geschmacklich sehr gut funktioniert. Liegt aber halt nur dran, dass wir DAVON keine Ahnung zu haben scheinen.

Mir ist am Ende ja doch eher die Currysauce wichtiger. Und wenn das in Low Carb geht, dann um so lieber. Weil wenn nicht, dann lassen wir die einfach weg – allerdings inklusive Currywurst.

Aus purem Schlafmangel werde ich den Artikel an dieser Stelle abschließen und dich zum Rezept schicken.

Gute Nacht und liebe Grüße
Nico

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Currywurst mit Low Carb Currysauce

Vorsicht scharf! Wir haben unsere Interpretation der Currysauce in eine zuckerfreie Low Carb Variante umgewandelt. Und glaub mir, die Sauce hat ganz schön Bumms. Sehr fruchtig, sehr scharf wenn du willst und sehr, sehr lecker!
Vorbereitungszeit
15 Minuten
Kochzeit
30 Minuten
Gesamtzeit
45 Minuten
Portionen
8 Portionen

Zutaten

  • 7 Paprikaschoten rot
  • 2 Zwiebeln mittelgroß, oder 2 Schalotten
  • 6 Cherrytomaten
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Tomatenmark *
  • 1 EL Gemüsepaste * selbstgemacht
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Chilischote * je nach Geschmack auch mehr
  • 100 g Xylit *
  • 3 EL Apfelessig *
  • 3 EL Paprikapulver edelsüß
  • 3 EL Papripapulver rosenscharf
  • 1 TL Chiliflocken oder mehr Chilischoten
  • 3 EL Kurkuma *
  • 3 EL Fett zum Anbraten - Butter, Rindertalg
  • Salz *

Currywürste

  • 8 Würste Bockwürste oder Wollwürste

Anleitung

  1. Paprikaschoten entkernen und grob würfeln
  2. Zwiebeln abziehen und grob würfeln
  3. Knoblauch schälen und hacken
  4. Chilischoten entkernen und in Ringe schneiden. Schärfer wirds MIT den Kernen
  5. Cherrytomaten vierteln und getrocknete Tomaten grob hacken.
  6. Öl in einem Wok oder einem großen Topf erhitzen.
  7. Zwiebeln, getrocknete Tomaten und Chili bei ¾ Hitze anschwitzen bis die Zwiebeln leicht glasig sind.
  8. Frische Tomaten zugeben und kurz anbraten, bis die Haut Blasen wirft.
  9. Paprika zugeben und weiterbraten bis die Stück braune Stellen haben.
  10. Knoblauch zugeben und einrühren.
  11. Mit 3 EL Apfelessig ablöschen und 1 Minute lang einreduzieren lassen.
  12. Paprikapulver(s), Kurkuma, Tomatenmark und Xylit zugeben und einrühren.

  13. Gemüsepaste mit 1 Liter Wasser auflösen, dazugießen und gut durchrühren.
  14. Bei niedriger Hitze ca. 1 Stunde bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  15. Wenn du stückige Currysauce magst, bist du jetzt fertig.
  16. Wir pürieren ca. 80% der Currysauce mit dem Multizerkleinerer oder Thermomix und mischen dann mit der restlichen, stückigen Sauce.
  17. Wenn du ganz sämige Sauce magst, dann kannst du alles gründlich pürieren, bis keine Stücke mehr übrig sind - das ist nur eine persönliche Stilfrage und nie richtig oder falsch.
  18. Am Ende kannst du noch mit Salz, Xylit und Chiliflocken abschmecken, für uns hat das aber alles so gepasst :)

Currywürste

  1. Würste einschneiden und anbraten. Klein schneiden oder auch nicht bleibt dir überlassen ;)

  2. GUDN!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
428 kcal
Kohlenhydrate
9 g (netto)
Ballaststoffe
5 g
Fett
29 g
Eiweiß
18 g
Kategorie Basics, Fast Food
Art / Diät Low Carb
Autor Nico

 

  • Ich habe die Soße getestet. Super lecker, auch wenns keine Currywurstsoße ist in meinen Augen. Aber zu einem Schnitzel passt sie wunderbar, oder gemischtmit etwas mehr passierte Tomaten ( ich hatte 50% Soße und 50% passierte Tomaten) als Bett für gefüllte Paprika aus dem Ofen oder mit scharf angebratenem Hack als Zoodlesoße oder Blumenkohlreis.
    Allerdings ist die Menge viel zu viel finde ich.
    Da reicht 1/4 für eine Wurst.

  • Ich bin ganz sicher keine Currywurstautorität (nach Schleswig-Holstein umgezogener Pfälzer) – aber ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, Bockwurst zu verwenden. Ich hätte grobe Bratwust genommen. Ich bitte um Aufklärung … ;-) Wirklich Bockwurst?

    PS: Bitte mehr Grillsoßen – der handelsübliche Kram ist ja nur Zuckergepapp …

  • Aaalsoooo… :-)
    Ick bin een Berlina… Ja, bin ich wirklich… Doch ich habe auch schon im Pott Currywurst gegessen… Ich finde, das hat alles seinen Reiz und schmeckt total lecker… Am Besten natürlich mit Pommes rot/weiß, doch das ist ja nun wirklich nicht Low-Carb… Lecker bleibts aber dennoch, auch ohne fett-triefende Kohlenhydratsticks aus Erdäpfeln…. ;-)

    • Konopke hats erfunden, der Legende nach ;) Und WENN man in Berlin wirklich sündigen will: die besten Pommes haben wir in der „Volkskammer“ gegessen. Die Zweitbesten bei Wittysam Flughafen SXF. Wahlweise gibts da die Currywurst mit oder ohne Darm. Bockwurst… auf die Idee kann nur jemand kommen, der der Schweiz zu nahe steht. Ich sag nur: Klöpfer.

    • Hallo Viktoria,

      wäre eine Möglichkeit ja, aber wir wollen unsere Rezepte so halten, dass sie für alle nachmachbar sind. Das ist auch der Grund, warum wir beim Backen nicht die Küchenmaschine verwenden ;). Aber das ein oder andere Thermomix Rezept wird’s hier schon noch geben :).

      LG
      Vroni