Gefüllte Ofenpaprika mit Fetakäse | low carb

von 16. Aug 2017Fleischiges5 Kommentare

Gefüllte Paprika mit Fetakäse | low carb

Ich mache die gefüllten Paprika ja offensichtlich ganz anders als meine Frau die kennt. Das ist lange Zeit nicht aufgefallen. Vermutlich weil Vroni mir bei kochen normalerweise zuschaut. Schmecken tut es Ihr wohl trotzdem.

Vronis Vorstellung von den gefüllten Ofenpaprika war einfach: mach‘ sie so wie meine Mama. Hackfleisch würzen und roh in die Schoten stopfen und dann schmoren. Aber ich mag kein gekochtes Fleisch, das nicht vorher angebraten wurde.

Daher kam auch direkt eine „richtig und falsch“ oder „ich kenn‘ die aber anders“ zustande. Diese Diskussionen sind bei uns nie schlimm, da wir per se nicht streiten. Nichtmal absichtlich, es findet nur nicht statt. Weil wir nie einen Grund finden. Nicht dass mich das stören würden.  Trotzdem, diskutiert haben wir über das Thema schon kurz, aber ich hab mich dann durchsetzen können. Schließlich bin ich der Koch und sie die Bäckerin und rede ihr in ihre Kuchen auch nicht rein. Daher folgt da unten das Rezepte für gefüllte Paprika ála Nico und nicht ála Schwiegerdrachen :)

Essen mit Essen füllen

Lebensmittel, die mit anderen Lebensmittel gefüllt wurden sind vermutlich eine der ältesten Arten kreativen Kochens. Gefüllte Paprika kommen nicht aus der Steinzeit, schon weil das Hackfleisch als Zubereitungsart erst sehr viel später aufkam. Aber auch ‚damals‘ haben die Menschen angefangen Eier, Beeren, Kräuter und manche eher unappetitliche Sache in hohles Gemüse zu füllen und dann zu backen. Natürlich auch nicht in Backöfen von Siemens sondern in beheizten Erdlöchern oder -haufen. Und die waren auch nicht von Siemens sondern von Hand.

Diese schöne Tradition haben wir bis heute weitergeführt, weit über die Kultivierung der gefüllten Paprika hinaus. Wir füllen Gemüse mit Fleisch. Brot mit Käse und Fisch mit Kräutern. Gefüllte Hähnchen – egal ob es sich um Brüste oder ein ganzes Tier handelt – kennt auch jeder und die Meisten mögen sowas auch.

Wenn du dich abseits von althergebrachten Rezepten bewegst und experimentierst, dann wirst du Kombinationen entdecken, die dich überraschen. Dazu gehört nur etwas Mut und vielleicht auch ein wenig mehr Zeit in der Küche als du ursprünglich gedacht hast. Die Belohnung dafür ist es aber wert.

Weniger Fleisch – gleicher Geschmack

Das Schönste am Füllen und Schmoren ist die Entfaltung des Geschmacks. Die Aromen fließen ineinander, verbinden sich und ergeben mehr als die Summe ihrer Teile.

Das funktioniert besonders gut mit Fleisch, grade mit nennenswertem Fettanteil. Das kannst du vermutlich unter anderem vom Gulasch. Am besten wird das Gulasch mit Geleinschlüssen, wie zum Beispiel Wade, und leicht mit Fettadern gemasert. Denn Fett ist Geschmack.

Das ermöglicht es uns für dieses Rezept – das für 2-3 Personen reicht (mit Beilage) – nur 250g Rinderhackfleisch zu verwenden und keine Nachteile im Geschmack hinnehmen zu müssen. Das ist gut für die Kaloriendichte und andere Dinge. Und nein, ich werde trotzdem nicht zum Vegetarier, das liegt mir fern.

Großmutters Rezepte in 2017

Ich persönlich habe nur wenige klassische Rezepte aus meiner Kindheit mitgenommen. Das liegt aber mehr an meiner persönlichen Situation, da eine meiner Omas keine wirkliche Passion zum Kochen hatte und die andere eher das kreatives Backen bevorzugt hat. Gekocht wurde eher konservativ, wenn auch trotzdem gut.

Aber ich höre und lesen das wirklich oft: legendäre Rezepte aus Großmutters Kochbüchlein. Geheimrezepte, die von Mutter zu Tochter weitergereicht wurden – oder auch mal nicht. Durch das „nicht“ steigt dann der Legenden-Multiplikator.

So, und jetzt komme wieder ich und frage: sind diese Rezepte dann heilig? Ich möchte aus Kochbüchern Ideen und und vielleicht ein paar Tricks mitnehmen. Aber ich will nicht kochen wie sich das jemand anders vorgestellt hat. Wir bekommen ständig Emails und anderweitige Nachrichten, in denen steht, dass meine (heiligen, unantastbaren) Rezepte nachgekocht und dabei verfälscht, vergewaltigt und bis zur Unkenntlichkeit verkrüppelt wurden! Ich zitiere: „[…] ich habe aber statt Majoran Petersilie verwendet und den Speck weggelassen. War super lecker! […]“. Furchtbar! Und absolut in Ordnung. Kochen ist schließlich eine kreative Einzelleistung und Kreativität ist frei von Zwang und Kritik.

Genau so muss man es mit traditionellen Rezepten halten. Übernimm die Idee und mach dein Ding damit, das ist legal und sogar wünschenswert.

liebe Grüße
Nico

Gefüllte Paprika Ofenpaprika mit Feta low carb glutenfrei selbst machen salala.de Rezept

Gefüllte Ofenpaprika mit Feta | low carb

Nico
Leckere gefüllte Paprika aus dem Backofen mit Rinderhackfleisch und Fetakäse. Schnell zubereitet und perfekt zum vorkochen für die nächsten Tage. Die Paprikas kann man auch gut einfrieren und aufheben :) 
5 von 2 Bewertungen
Vorbereitung 10 Min.
Zubereitung 40 Min.
Gesamt 50 Min.
KategorieFleisch, Hauptgericht
Diätglutenfrei, Low Carb
Portionen 2 Personen
Kalorien 765 kcal

(Nährwerte pro Portion)

Kohlenhydrate 19 g
Protein 39 g
Fett 55 g
Ballaststoffe 7 g

Zutaten
  

Anleitungen
 

  • Den Deckel der Paprikas abschneiden und die Rispen und Kerne aus der Paprika entfernen. Die Schoten sollten dabei ansonsten nicht beschädigt werden.
  • Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden. Lauchzwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Fetakäse abgießen und zerbröseln.
  • Zwiebeln und Knoblauch in Butter glasig dünsten.
  • Wenn der Knoblauch anfängt du duften Hackfleisch zufügen und bei 3/4 Hitze kurz bräunen (nicht ganz durchbraten). 1-2 TL Salz, 1 TL schwarzen Pfeffer, etwas Cayennepfeffer und 1 EL Paprikapulver einrühren.
  • Frühlingszwiebeln und die Hälfte des Fetakäse unterheben und die Pfanne von der Hitze nehmen.
  • Hackfleischmasse mit einem Teelöffel auf die Paprikaschoten verteilen die Schoten in eine Auflaufform legen. Den restlichen Fetakäse über den Schoten verteilen.
  • Gemüsepaste in 150-200ml Wasser auflösen und zu den Paprikaschoten gießen.
  • Bei 180°C Ober-/Unterhitze im Ofen für ca. 30 Minuten backen bis der Fetakäse etwas gebräunt ist.
  • GUDN!
    Dazu passt z.b. unser Djuvec-Blumenkohlreis.

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KH % 10.4 %
Protein % 21.3 %
Fett % 68.3 %
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