Kürbis-Sellerie-Püree, jetzt doch nicht als Gratin!

Das Kürbis-Sellerie-Püree hätte ja eigentlich ein Gratin werden sollen. Einfach deswegen, weil meine liebe Stiefmama das am 2. Weihnachtsfeiertag, als wir da zum essen waren, so wundervoll hinbekommen hat. Aber dann dachte ich mir doch: lass mal lieber. Erst will ich das korrekte Rezept haben, dann wird es nach Einholung der Erlaubnis vom Rechteinhaber nachgebaut und dir präsentiert. Gefragt hab ich hiermit übrigens. Andrea, ich erwarte eine Textnachricht mit „Ja“ oder „Nein“ und gegebenenfalls das grobe Rezept fernmündlich ;) – und ja, genau das ist das, was man als Multikanalkommunikation bezeichnet: ich frage per Blog, kriege Antwort als SMS, dann wird kurz telefoniert und ich krieg vielleicht noch eine Email – alles zum selben Thema.

Man kann alles pürieren

Pürees sind dankbare Gerichte. Wenn man auch nur ansatzweise Ahnung vom Kochen hat, dann kann man dabei fast nichts falsch machen. Natürlich stehen anbrennen und versalzen immer als Kandidaten für harte Fails zur Verfügung, aber wenn man mit dem Kopf bei der Sache bleibt, dann kann nichts schiefgehen. Es geht schließlich hauptsächlich darum, Lebensmittel bis zur Unkenntlichkeit zu zerkochen, die strukturelle Integrität zu zerstören und dann das Wasser abzugießen. Wenn man dann noch feste drin rührt, ein bisschen stampft und das Ganze dann mit Butter aufmontiert, dann ist man dem Ziel einen guten Schritt nähergekommen.

Ich persönlich habe dann noch die Vorliebe, dem Ganzen mit Knoblauch oder Chili etwas Pepp zu verpassen. Gerne genommen wird auch Parmesan oder Frischkäse, was das Produkt dann in die mildere oder salzigere Richtung abgleiten lässt. Auch sehr dankbar bin ich dafür, dass man ohne Weiteres erst ganz am Ende würzen kann, bis das Resultat passt. „Purée“ ist ja letztendlich doch nur das französische Wort für „Brei“ (aus Hülsenfrüchten). Da kriegt man die Gewürze dann schon noch reingerührt.

Im Endeffekt kann man ALLES zu Püree machen und als Beilage servieren. Manches wär schade drum, meistens gilt das für Produkte aus tierischer Quelle. Rinderfiletpüree wäre sicherlich leicht daneben. Gemüse geht aber eigentlich immer. Ich probiere demnächst mal Lauch.

Die leidige Beilagenfrage

Die Frage nach der Beilage begleitet uns Low Carber ja doch jeden Tag. Was gibt es „dazu“? Das war Anfangs eines unserer größten Probleme. Wenn es Fisch oder Fleisch als Hauptzutat gibt, dann möchte man schon des schlechten Gewissens halber eine Sättigungsbeilage danebenlegen. Aber ist das überhaupt die richtige Sichtweise?

Ich habe darauf keine echte Antwort, auch wenn ich mir die Frage in letzter Zeit immer öfter stelle. Ich esse gerne und leidenschaftlich Fleisch. An dieser Stelle möchte ich einen meiner Kollegen bei der Besprechung unserer Firmenweihnachtsfeier zitieren: „Ich hab zwei Vorschläge: ‚Simmentaler‘ und ‚viel‘!“. Ich fand die Idee gut, auch wenn es am Ende kein Simmentaler Rind wurde, doch aber qualitativ hochwertiges Entrécote als komplette Zwischenrippe zum selbst abschneiden. Das war super für die Weihnachtsfeier. Trotzdem: legen die meisten von uns, und ich nehme mich dabei selbst ganz und gar nicht aus, viel zu wenig Wert auf gutes Gemüse?

Gemüse als Hauptdarsteller, Fleisch als Support

Denk dir mal einen Veganer, so einen richtig Überzeugten. Ich bin das genaue Gegenteil und Vroni im Prinzip auch (aber ich bin schlimmer). Damit meine ich nicht den Tierschutzgedanken sondern nur den technischen Teil der Ernährung, also das was oben eingeworfen wird. Ideologie ist ein Thema, das ich im persönlichen Gespräch anfasse – nicht jetzt und hier.

Wir essen viel Fleisch. Wenn ich mal versehentlich etwas vegetarisches koche, dann ist die Chance echt hoch, dass mir kurz vor Ende einfällt: „Bacon macht sich da drin bestimmt auch toll.“ Mir ist aber aufgefallen, dass bei der mentalen Fixierung auf Fleisch als Nahrung die Kreativität bei der Auswahl und Zubereitung von Gemüse völlig auf der Strecke bleibt. Sehr schade und bestimmt auch guter Ansatz um über das eine oder andere nachzudenken.

Trotzdem nochmal ein Zitat, diesmal von meiner lieben Stiefmama (mal wieder): „Ohne Fleisch gibt’s koa guade Soß‘.“ Muss nicht übersetzt werden, oder?

Wir haben doch alles!

Wir haben, dank Globalisierung und Gewächshäusern, eine derart große Auswahl an Gemüsen und Früchten – aber viele von uns übersehen das völlig. Ich ertappe mich ja selbst fast täglich dabei, wie ich drüber nachdenke, ob ich nun Blumenkohl, Brokkoli oder Zucchini als Gemüsebeilage will. Viel zu selten schaue ich bewusst durch die Regale und frage mich, was ich noch nie gegessen habe und ob mir vielleicht etwas neues über den Weg läuft, oder auch nur etwas, was es schon lange nicht mehr gab. Das ist ziemlich schade.

Ich bin kein Freund von Neujahrsvorsätzen, deswegen habe ich mir diesen Vorsatz auch bis heute aufgehoben. Ich möchte und werde Vroni und mir ab morgen einen deutliche höheren Gemüseanteil und mehr Variation und Kreativität bei der Zubereitung verordnen. Vroni ist hiermit aufgefordert mich mindestens dreimal pro Woche daran zu erinnern.

Das Püree da oben ist der unbewusste Anfang zum umdenken. Spontan würde ich sagen: 3/4 Gemüse und 1/4 Fleisch klingt grade gut für mich – sehen wir mal wo uns die Reise hinführt. Wir werden berichten.

Genug Philosophie für heute. Morgen ist Samstag, wir haben frei und ich will heut noch zocken ;)

liebe Grüße
Nico

Songliste: Def Leppard – Pour Some Sugar On Me (Oh die Ironie *gnihihi!*), Joe Walsh – Turn To Stone, Ozzy Osbourne – Road to Nowhere, REO Speedwagon – Back On The Road Again, Van Halen – „5150“, Shinedown – Simple Man (Acoustic), Billy Squier – Too Daze Gone, Queensrÿche – Anybody Listening?, Foreigner – Cold As Ice, Styx – Renegade, Rush – Fly By Night, Blackfoot – Gimme Gimme Gimme, The Doobie Brothers – China Grove, Blue Öyster Cult – Fire of Unknown Origin, Boston – Peace of Mind, Alice Cooper – Why Trust You, KISS – Shock Me, AC/DC – Thunderstruck

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=sF18mTX7WYc

Kürbis-Sellerie-Püree - low carb, vegetarisch und glutenfrei

Kuerbis-Sellerie-Pueree low carb vegetarisch glutenfrei salala.de
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Vorbereitungszeit
10 Minuten
Kochzeit
30 Minuten
Gesamtzeit
40 Minuten
Portionen
4 Portionen
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Zutaten

  • 350 g Sellerie
  • 350 g Butternusskürbis
  • 50 g Parmesan * selbst gerieben
  • 50 g Butter *
  • 1 Zehe Ackerknoblauch oder 3 normale
  • 2 TL Ingwerpulver
  • 0,5 TL Kardamompulver
  • Salz *
  • Pfeffer *

Anleitung

  1. Sellerie, Kürbis und Knoblauch schälen grob würfeln
  2. Alles zusammen mit etwas Salz und Pfeffer in einem Topf mit ca. 0,5L Wasser kochen bis das Gemüse einfach mit einer Gabel zerdrückt werden kann
  3. Wasser gründlich abgießen
  4. Butter in Flocken dazugeben und mit einem Kartoffelstampfer oder Schneebesen gründlich zu Püree verrühren. Multizerkleinerer oder Zauberstab geht auch.
  5. Ingwer- und Kardamompulver einrühren und abschmecken. NICHT salzen!!
  6. Parmesan mittelfein reiben, unterheben und gründlich verrühren. Jetzt bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Heiß servieren.
  7. GUDN!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
210 kcal
Kohlenhydrate
15 g (netto)
Ballaststoffe
2 g
Fett
14 g
Eiweiß
7 g
Autor Nico
Rezept: Kürbis-Sellerie-Püree - low carb, vegetarisch und glutenfrei von salala.de
Danke für's nachmachen.
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