Low Carb Katzenzungen - by salala.de - Low Carb Weihnachsplätzchen Weihnachtsgebäck zuckerfrei mehlfrei ohne mehl backen
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Katzenzungen | Weihnachtsgebäck – Low Carb

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Low Carb Katzenzungen zu

Ich hatte ja bis vor ein paar Tagen eine völlig andere Vorstellung von Katzenzungen. Eher so als Sinnesorgan eines Tieres, bei dem mir die meisten Individuen relativ suspekt sind. Ein paar glorreiche Exemplare ausgenommen.

Vroni hat mir dann gezeigt, was sie meint und ich war nur bedingt schlauer. Mein erster Kommentar war ein Satz mit dem Wort „Hundeknochen“ drin. Ich glaube ihr aber gerne, dass das Zeug wirklich existiert und auch gebräuchlich ist – wir haben die Katzenzungen, als Low Carb Variante natürlich, schließlich auch gebacken. Und Google ist ihrer Meinung, also bitte. Katzenzungen als Plätzchen existieren, auch wenn sie nicht so aussehen.

Weihnachtsgebäck in himmlischer Vielfalt

Wer mal alle *bisher* erfunden Plätzchen mal backen möchte, der hat vermutlich schlechte Karten. Die Auswahl die in den letzten Jahrhunderten entstanden ist, speziell in den letzten Jahrzehnten, die durch das Internet so ziemlich jedes „geheime“ Familienrezept in die Öffentlichkeit gespült haben, ist überwältigend.

Wenn ich Google nach „Weihnachtsplätzchen Rezepte“ durchsuche, erhalte ich mehrere Hunderttausend Suchtreffer, viele davon Rezeptlisten, hinter denen sich dutzende weitere Rezepte verbergen. Dabei findest du natürlich viele, viele Dubletten – Vanillekipferl, Husarenkrapfen und Kokosmakronen werden sicherlich tausendfach dabei sein – aber am Ende sind es sicherlich 10.000 und mehr verschiedene Plätzchenrezepte. Und damit sind wir ja erst im deutschsprachigen Bereich gewesen.

Du willst die alle mach machen? Viel Spaß :)

Die Tonkabohne und der neue Hype um ein neues Gewürz

Tonka… was? Nie gehört. Zumindest bis vor ein paar Wochen. Dabei werden Tonkabohnen schon lange verwendet, vor allem in der Spitzengastronomie. Tonkabohnen werden – meiner Meinung nach unverdient – als Ersatz für echte Vanille betrachtet, aus Preisgründen natürlich.

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Aber die Tonkabohne ist sehr viel mehr als eine „einfache“ Vanilleschote. Natürlich tue ich damit der edlen Vanille wieder böses an, aber um die geht es hier grade nicht.

Die Tonkabohne hat viele Geschmacksebenen. Natürlich schmeckt man auch Vanille, aber ich selbst stelle dabei auch Noten von Karamell, Muskat und vielem anderen fest, was zum Teil schwer zu definieren war. Die Tonkabohne ist etwas würziger als reine Vanille und hat sowohl süße als auch bittere Komponenten.

Das macht dieses Gewürz so vielschichtig, dass ich diverses damit probieren möchte, insbesondere auch würzige, deftige Gerichte und Fisch! Ich kann mir gut vorstellen, dass weißer Fisch und Garnelen wirklich mit einer Tonkabohnensauce schmecken kann. Grad in Verbindung mit Weißwein sollte das interessant werden. Ich werde berichten.

Die Selbe hat Robert Speth, Chefkoch und Inhaber des Chesery in Gstaad schon vor Jahren festgestellt und produziert mit dieser noch immer ungewöhnlichen Zutat angeblich recht wunderbare Gerichte. Ich habe zwar keine 18 Gault Millau Punkte wie der Herr Speth, aber ganz ungeschickt bin ich am Herd ja auch nicht. Ich experimentiere mal, wenn ich Zeit habe :)

Woher kommt die Tonkabohne?

Die Tonkabohne wächst – unspektakulärerweise – am Tonkabohnenbaum. Der Tonkabohnenbaum wiederum ist im nördlichen Südamerika zuhause. Hauptsächlich wachsen sie in Venezuela, Guyana, Teilen von Brasilien und Surinam. Auch in Peru sind Boden und Luftfeuchtigkeit optimal für die 25-30 Meter hohen Bäume, aber der industrielle Plantangenanbau erfolgt heute hauptsächlich in Zentralafrika, Nigeria und Kenia. Auch Brasilien und Venezuela sind am Export beteiligt, Afrika führt dabei aber deutlich.

Die Tonkabohnen selbst sind die Samen der Früchte, die an den Bäumen wachsen. Die gelblichen Früchte haben etwa die Größe einer Avocado, schmecken aber nach nichts, das Fruchtfleisch bleibt als Abfallprodukt oder maximal als Kompost übrig.

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Frisch sind die Tonkabohnen, um die sich alles dreht, aber nicht genießbar. Sie werden nach der Ernte über Wochen in Rum eingelegt und anschließend mehrere Monate lang getrocknet. Der Zweck ist, den Cumaringehalt zu senken, der im der frischen Samen bedenklich für die Gesundheit sein kann. Der abschließende Fermentationsprozess dient dem selben Zweck. Beim Fermentieren wird das Cumarin durch Bakterien abgebaut und der Geschmack der Bohne intensiviert sich.

Was ist denn Cumarin schon wieder??

Cumarin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in größeren Mengen zu Leberschäden führen kann. Es ist aber auch ein Aromastoff, der in kleinen Mengen – wie in fermentierten Tonkabohnen – unbedenklich und auch sehr lecker ist. Cumarin findet auch in der Parfumherstellung regelmäßig Verwendung, eben WEIL es ein potenter Aromastoff ist.

50g käuflich zu erwerbende Tonkabohnen (zur Verwendung als Lebensmittel) enthalten 1g Cumarin. Als Grenzwert gelten 50mg Cumarin pro kg Körpergewicht, bei einem 70kg schweren Erwachsenen wären das also 3,5g pro Tag. Um tatsächlich Schäden zu verursachen muss diese Menge über mehrere Tage hinweg überschritten werden. Das ist mit Tonkabohnen schwer zu erreichen.

Zimt, inbesondere Cassia-Zimt, enthält deutlich mehr Cumarin als die Tonkabohne. Genaue Angaben habe ich aber leider nicht finden können. Es wird jedoch empfohlen, dass ein Erwachsender bei einschlägigen Lebensmitteln wie Zimtsternen aufpassen sollten und die Menge beispielsweise auf 120-150g pro Tag beschränken sollten. 120g Zimtsterne sind ziemlich viel, aber diese Angabe des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) kommt mir recht willkürlich vor. Hier findet sich der Bericht. Die Angabe von 120g habe ich aus der Angabe für Kleinkinder (15kg) hochgerechnet.

Bohne mit „Buzz“

Also, ich möchte da jetzt gar nicht näher drauf eingehen sondern einfach nur zitieren. Nicht bewerten, empfehlen oder kommentieren. Und danach das Rezept schreiben ;)

Die Tonkabohne dient heutzutage als günstige Alternative zu Cannabis. Sie hat eine halluzinogene Wirkung. In Deutschland ist sie als solches noch unbekannt, während sie in anderen Ländern bereits als Droge konsumiert wird, bisher allerdings noch nicht verboten ist.

Gefunden bei chemie.de

Ja… äh… Fragen? Nein? Ich auch nicht.

Zurück zu den Katzenzungen

Ja, ich weiß. Das Rezept fehlt noch. Eigentlich kannst du das ja auch im Video sehen, aber ich schreibe es trotzdem mal da unten hin. Ausnahmsweise. :)

Apropos: wenn du weitere Ideen für Weihnachtsgebäck hast, die wir mal lowcarbifizieren sollten, dann schreibs doch unten in die Kommentare, dann wissen wir Bescheid!

liebe Grüße
Nico

 

Low Carb Katzenzungen - by salala.de - Low Carb Weihnachsplätzchen Weihnachtsgebäck zuckerfrei mehlfrei ohne mehl backen Rezept

Low Carb Katzenzungen

Nico
Low Carb Katzenzungen als Weihnachtsplätzchen. Verfeinert mit Tonkabohnen und dunkler Schokolade.
5 von 1 Bewertung
Vorbereitung 15 Min.
Zubereitung 30 Min.
Gesamt 45 Min.
Portionen 40 Stück
Kalorien 18 kcal

(Nährwerte pro Portion)

Kohlenhydrate 0 g
Protein 1 g
Fett 1 g

Zutaten
  

Anleitungen
 

  • Erythrit und Xylit zu Pulver mahlen.
  • Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen.
  • Eier trennen. Eiweiße sehr steif schlagen. Dabei nach und nach 100 g Eryhrit/Xylit-Pulver zugeben und einrühren.
  • Tonkabohne fein reiben, z.B. mit einer Muskatreibe
  • Mandelmehl, Leinmehl, Espresso und Kakao mischen.
  • Eigelbe mit übrigem Süßungsmittel cremig schlagen, dauert etwa 4 Minuten. Tonkabohnenpulver zugeben.
  • Eigelbmasse und Mehlmischung vorsichtig aber zackig unter den Eischnee heben. Das Volumen soll dabei erhalten bleiben.
  • Teig mit einem Spritzbeutel auf ein Backpapier spritzen, dabei ca. 8 cm lange Streifen mit dickeren Enden aufspritzen. Etwa 3 cm Abstand zwischen den einzelnen Plätzchen lassen. Die Menge sollte 2 Bleche ergeben.
  • Bleche nacheinander auf der mittleren Schiene 12-15 Minuten backen und danach kurz abkühlen lassen.
  • Anschließend mit etwas Pudersüße bestäuben.
  • Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Schokolade mit einem Löffel oder Spritzbeutel dekorativ in Streifen über die Katzenzungen geben.

Video

KH % 0 %
Protein % 30.6 %
Fett % 69.4 %
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4 Kommentare

  1. Katzenzungen klingen interessant. Aber habt ihr schon mal von „Ischler“ gehört? Das ist bei uns in Österreich ein sehr traditionelles Weihnachtsplätzen. Falls ihr Lust habe, dieses zu lowcarbizieren übermittle ich euch gerne das Highcarb-Rezept.
    Liebe Grüße von Christa

    1. Hallo Christa,

      Ischler sagt mir jetzt erstmal nix, sieht aber nach kurzer Google Recherche recht lecker aus ;). Und jetzt bin ich gespannt auf dein Highcarb-Rezept :D.

      LG
      Vroni

      1. Hallo Vroni! Ich freu mich total, dass du versuchen willst, mein ehemaliges liebstes Weihnachtsplätzchen zu lowcarbisieren!!

        Also hier kommt das Rezept:
        300 g Butter
        300 g Mehl
        200 g Mandeln
        150 g Zucker
        etwas Zitronensaft

        Aus dem Teig sollen Taler ausgestochen werden, diese nach dem Backen mit saurer Marmelade zusammengesetzt und dann das ganze noch mit Schokolade überzogen. In die Mitte gibt man noch eine halbe Mandel oder gebräunte Mandelblättchen (meine Wahl).

        Da ich noch gar keine Erfahrung darin habe, wie man HighCarb-Rezepte umwandelt bzw. Mehl ersetzt, bin ich echt schon sehr gespannt auf die LC-Variante!

        Ich danke dir schon mal im Voraus!
        LG, Christa