Pulled Pork – Slow Cooker statt Smoker

von | 02. Mrz 2019 | Fleischiges | 4 Kommentare

Pulled Pork – Slow Cooker statt Smoker

Typisch amerikanisch und trotzdem ohne Zucker wird es bei uns heute mit Pulled Pork, also gezupftem Schwein aus dem Slow Cooker *. Ohne jetzt vorgreifen zu wollen: es ist wahnsinnig saftig und unglaublich aromatisch. Unbedingt nachmachen!

Smoker, Slow Cooker oder Ofen

Normalerweise müsste ich jetzt hier eine Ansprache halten, dass es egal ist, wie genau man Pulled Pork zubereitet. Gewürze, Qualität und Hingabe entscheiden!

Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Es macht einen Unterschied.

Pulled Pork aus dem Smoker ist natürlich die absolute Königsklasse. Der rauchige Geschmack ist echt und kommt von der Wahl des richtigen Räucherholzes in Verbindung mit viel Zeit und akribisch kontrollierter Temperatur. Besser wird es einfach nicht, so leid es mir tut. Aber ich habe keinen Smoker, nicht mal einen kleinen, schlechten, billigen. Einfach gar keinen.

Der Slow Cooker macht auch einen sehr guten Job, kommt aber natürlich an den Smoker nicht ran. Der Rauchgeschmack muss “künstlich” hinzugefügt werden, beispielsweise durch Rauchsalz oder Liquid Smoke. Dafür kontrolliert der Slow Cooker die Temperatur von selbst und man muss nicht so sehr aufpassen. Durch den kleinen Garraum wird das Fleisch auch wirklich sehr saftig und lecker. Es ist ein guter Ersatz für einen Smoker, aber nicht ganz das echte Ding.

Die dritte Variante, der Haushaltsofen, ist der Notnagel und ich bin mir gar nicht sicher, ob man das machen sollen – obwohl ich es auf jeden Fall probieren werde und dann auch berichte. Das “Problem” mit dem Ofen ist, dass der Garraum viel größer ist und damit die Luftfeuchtigkeit deutlich geringer ist, als im Slow Cooker. Außerdem haben die meisten Öfen zum einen (unbeabsichtigte) Temperaturzonen und zum anderen meist keine gute Temperaturkontrolle. 5-10 Grad mehr oder weniger als man eingestellt hat, ist keine Seltenheit. Da heißt nicht unbedingt, dass das Ergebnis deswegen schlecht wird, aber dennoch unberechenbarer. Und ganz bestimmt weniger saftig!

Ich bin mit dem Slow Cooker-Ergebnis äußerst zufrieden, sogar glücklich. Aber wenn ich mal groß bin und Platz hab, dann gibt’s mal einen Smoker – auch für allerlei andere Dinge. Aber dazu brauchen wir erst den Platz und einen Garten, den wir nicht mit diversen Mitbewohnern im Haus teilen müssen ;)

Das richtige Fleisch entscheidet über das Ergebnis

Wichtig bei Pulled Pork – oder allgemein allen langsam gegarten Fleisch- oder Fischgerichte ist, dass das Rohprodukt FETT ist.

Mageres Fleisch wird einfach viel zu schnell trocken und eine ordentliche Portion Muskulaturfett ist schon wichtig, um es am Ende richtig saftig zu bekommen. Gilt ja im Prinzip auch für jede Art Schmorfleisch. Bei Pulled Pork bietet sich Schulter und Nacken vom Schwein an, bei Rind ist es dann eher Wade, Brust oder hohe Rippe (wo man auch die Entrecote-Steaks rausschneidet).

Ich habe auch schon Pulled Chicken probiert – relativ erfolgreich, möchte ich hinzufügen, aber das Ergebnis war doch trotzdem viel trockener als Pulled Pork. War zwar keine Überraschung, aber trotzdem… und wenn man das mit Schlegeln oder einem ganzen Huhn macht, dann hat man außerdem eine Milliarde Knorpel und Knöchelchen drin, die man rauspulen sollte. Unangenehm.

Pulled Pork ist US-Kulturgut

Wir Mitteleuropäer haben diese Art von “low and slow” – also langes garen bei niedriger Temperatur – nicht so sehr in unserer Kultur verwurzelt. Das ist eher eine Tradition aus dem US-Amerikanischen Bereich. Ja richtig, aus dem Land von Coca-Cola und Fastfood.

Dort gibt’s nämlich bei weitem nicht nur McDonalds und Dunkin’ Donuts, sondern auch richtige Esskultur, wenn man richtig hinschaut.

Wenn du dort in der richtigen Ecke bist, dann wird typisch amerikanisches Barbecue oder BBQ mit viel Aufwand zelebriert und das Ergebnis ist dann auch wirklich spektakulär.

Die Amis haben diese Art des Garens perfektioniert und davon können wir uns auch wirklich eine Scheibe abschneiden. Slow good is good food.

Wenig zu tun, aber viel Wartezeit

Das Schöne an solchen Slow Cooker Gerichten ist, dass du nicht viel zu tun hast.

Zugegeben, die Instruktionen für das Rezept sind ziemlich lang und mit vielen Worten gespickt, aber letztendlich sprechen wir halt von ca. 20 Minuten Aufwand insgesamt.

Die restliche Zeit besteht tatsächlich nur aus Abwarten und hin und wieder mal wenden – und auch letzteres ist eigentlich optional. Macht’s aber besser (finde ich).

Das ist natürlich super, wenn man viele Gäste bewirten möchte. Pulled Pork für 8 Leute verlängert vielleicht die Garzeit etwas, aber der faktische Arbeitsaufwand ist trotzdem nicht mehr.

Ich stehe echt gern in der Küche, aber das ist halt schon manchmal praktisch.

Aber es lohnt sich wie Hölle!

Naja und das Ergebnis ist halt am Ende schon spektakulär.

Saftiges, aromatisches Fleisch und viel Geschmack und wenig Aufwand. Wir waren jedenfalls im siebten Himmel beim probieren. Dazu großer Kübel Salat und die Welt ist in Ordnung :)

Und man kann mit anderen Gewürzen noch ganz andere Geschmacksrichtungen erzeugen – nur davon abhängig was man mag.

Trau dich und berichte :)

Liebe Grüße,
Nico

 

Pulled Pork aus dem Slow Cooker

Pulled Pork aus dem Slow Cooker I by salala.de I super saftiges Low Carb Rezept

Super saftiges Pulled Pork aus dem Slow Cooker. Überhaupt nicht schnell erledigt, aber es ist die Zeit total wert!

Vorbereitungszeit
20 Minuten
Kochzeit
8 Stunden
Gesamtzeit
8 Stunden 20 Minuten
Portionen
4 Portionen
5 von 1 Bewertung
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Zutaten

Anleitung

Marinieren (spätestens am Vortag)

  1. Schweineschulter abspülen und Silberhaut wegschneiden. Das Fett darf dranbleiben.
  2. Schwarte großzügig in Rautenform einschneiden, ca. 1 cm Abstand zwischen den Schnitten (wie bei einem Krustenbraten). Fällt bei Nackenbraten natürlich aus.
  3. Gewürze in einer Schale mischen und das Fleisch großzügig und gründlich damit einreiben. Auch in die Einschnitte in der Schwarte streuen.
  4. Restliches Gewürz mit dem Olivenöl mischen und gut verrühren.
  5. Fleisch in einen großen Gefrierbeutel geben und mit der Marinade übergießen. Durch die Folie durch nochmal ordentlich durchkneten und alles schön verteilen.
  6. Dann dicht einpacken und die Luft etwas aussaugen (oder vakuumieren).
  7. Mindestens über Nacht oder besser noch 24 Stunden oder länger im Kühlschrank marinieren lassen.

Garen

  1. 2-3 Stunden bevor das Fleisch in den Slow Cooker * soll aus dem Kühlschrank nehmen und auf Raumtemperatur kommen lassen.
  2. Fleisch, überschüssige Marinade, Apfelessig, Wasser oder Brühe und Xylit in den Slow Cooker * geben.
  3. 8 Stunden auf Stufe “low” garen (Alternativ ca. 6 Stunden auf “high”). Alle 2 Stunden umdrehen. Low ist besser, weil das Fleisch saftiger und zarter wird.
  4. Das Fleisch ist fertig, wenn es eine Kerntemperatur von 90°C erreicht hat und sich ohne Kraft mit zwei Gabeln auseinanderziehen oder sogar zerdrücken lässt.
  5. Herausnehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Angefallene Flüssigkeit auffangen und zurück in den Slow Cooker * geben!

Sauce

  1. Flüssigkeit aus dem Slow Cooker * in einen kleinen Topf gehen und kochen, bis sie Sauce auf die Hälfte reduziert ist.

Mischen und servieren

  1. Fleisch zwei Gabeln gründlich zerfasern und durchmischen - inklusive Schwarte bitte!
  2. Einreduzierte Sauce zum Pulled Pork geben und ordentlich durchmischen.
  3. Wir füllen das Fleisch dann gerne in große, knackige Roma-Salatblätter und essen es wie Tacos :)
  4. GUDN!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
551 kcal
Kohlenhydrate
0 g (netto)
Ballaststoffe
0 g
Fett
42 g
Eiweiß
42 g
Kategorie Fleisch, Low Carb Slow Cooker
Art / Diät ketogen, Low Carb
Keyword Low Carb Pulled Pork, Low Carb Slow Cooker
Autor Nico

Rezept Anmerkungen

Rezept: Pulled Pork aus dem Slow Cooker von salala.de
Danke für's nachmachen.
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