Schweinefilet im Teigmantel mit Sellerie-Apfel-Püree

von | 15. Dez 2018 | Beilagen, Fleischiges, Special Events | 3 Kommentare

Schweinefilet im Teigmantel

Weihnachten wird’s. Und an Weihnachten gibts gute Essen! Wir haben ein komplettes Low Carb Weihnachtsfestmahl für dich: Schweinefilet im Fathead-Teigmantel (als Low Carb Alternative zum Blätterteig) mit zwei Beilagen, nämlich geröstetem Rosenkohl und Sellerie-Käse-Püree.

Rezept und Video sind natürlich dadurch ein wenig aufwändiger, aber das darf auch mal sein. Weil es wird ja Weihnachten und das ist auch gut so. 2019, wir kommen!

Low Carb Blätterteig?

Wir experimentieren ja seit längerer Zeit mit dem Fathead-Teig und führen ihn verschiedenen Zwecken zu. Pizzaboden, Teigtaschen, diverse Versuche mit Nudeln (noch nicht gut genug um veröffentlicht zu werden) und weiteres.

Mein Traum dabei ist allerdings, eine einen guten Low Carb Blätterteig zu entwickeln. Ich habe verschiedene Ideen, mit denen ich experimentiere und noch ein paar, die ich noch probieren muss. Der Kern der Sache ist es, den Teig dünn genug auszurollen und anschließend zusammenzufalten. Aber dazwischen muss irgendeine Schicht sein, die den Käse im Fathead-Teig daran hindert, wieder zu einer Masse zu verschmelzen. Das ist nicht einfach, aber irgendwie muss das gehen.

Für das Schweinefilet im Teigmantel haben wir uns diesmal darauf Beschränkt eine einzige Teigschicht zu verwenden und die Füllung in etwa nach der Art eines Beef Wellington zu wählen. Nicht exakt, aber ähnlich.

Und funktioniert hat es wirklich wunderbar. Der Teig hat gehalten, ist nicht davongelaufen und ist auch ein bisschen knusprig geworden. Aber trotzdem saftig, wie so ein Schinken im Brotteig. Und das Schweinefilet ist nach 20 Minuten im Ofen auch wirklich wunderbar rosa und auch saftig, so wie es sein soll. Bin sehr zufrieden.

Die Beilagen sind relativ klassisch. Gerösteter Rosenkohl geht zu jeder Art Fleisch und Püree geht sowieso immer. Vroni meinte (zu mir), dass das Selleriepüree in dieser Kombination fast wie Kartoffelbrei schmeckt, aber ich will nicht zuviel versprechen. Es war jedenfalls sehr fein und wir auf jeden Fall noch oft wiederholt!

Weihnachtsmenüs rund um die Welt

Jedes Land hat seine eigene Weihnachtstradition. Mittlerweile sogar Ländern, in denen man theoretisch überhaupt keinen Bezug zu Weihnachten haben sollte. Wie Japan. Dort gibt es kein kulturelles Christentum, warum also Weihnachten?

Und wenn man da nochmal genauer drüber nachdenkt, fallen einem vielleicht vor allem zwei Punkte auf.

Erstens ist Weihnachten ist genau genommen kein christliches Fest, sondern heidnischen Ursprunges, nämlich das Fest zur Wintersonnenwende. Die Kirche hat das nur übernommen. Ist nicht schlimm oder so, aber historisch interessant.

Zweitens, wenn man genau hinschaut, hat nicht nur jedes Land seine eigene Tradition sondern sogar jede Region in den unterschiedlichen Ländern. In vielen Familien sogar jede Familie.

Ich nehme jetzt mal Bayern als Beispiel, da kenne ich mich halbwegs aus, auch wenn ich noch nie in meinem Leben besonders regio-kulturell oder traditionell war. Und für die Einfachheit nehmen wir jetzt mal nur den Heiligabend.

Uns Bayern wird nachgesagt…

… dass wir alle eines der folgenden Gerichte am Heiligabend auftischen.

  1. Karpfen blau mit Petersilienkartoffeln
  2. Gänsebraten mit Knödeln und Rotkraut
  3. Bratwürste mit Kartoffelsalat
  4. eine Mettensau – den Schweinebraten eines in der Adventszeit verwöhnten Schlachtschweines

Und ja, ich gebe zu: ich hab das alles schonmal gegessen, auch am Heiligabend. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass ich das in meinen bewussten 34 Weihnachtsfesten (ich bin 38, die ersten 4 zähle ich nicht – keine Ahnung was da war) eins davon auch nur 2x gegessen hätte. Gut, einen Teil dieser 34 Feste habe ich im Badischen verbracht. Aber trotzdem. Es gibt jedes Jahr irgendwas anderes, immer irgendwie aufwändig und reichhaltig, aber ich kann da keine Linie erkennen.

Klar kenne ich auch Leute, bei denen es jedes Jahr die bekannten Bratwürstl mit Kartoffelsalat gibt, aber nicht viele. Die meisten denken sich doch jedes Jahr was Neues aus.

Ist die Definition: “am Heiligabend gibt es ein reichhaltiges Festmahl, aber immer anders” nicht auch eine Form von Tradition? Vermutlich.

Wie ist das bei dir? Schreib doch mal unten in die Kommentare, ob es bei euch sowas wie eine immer wiederkehrende Mahlzeit am 24. Dezember gibt und wo du herkommst. Und ob sich durch Low Carb etwas daran geändert hat.

Weihnachten in Japan

Passt eigentlich gar nicht, zumindest nicht im religiösen Sinn. Dort herrschen eindeutig Shintoismus und Buddhismus vor. Diese beiden Religionen sind eng miteinander verwandt und wirken für uns Europäer zum verwechseln ähnlich. Mit Christentum/Islam/Judentum haben aber beide gar nichts zu tun; der jeweilige (z.T. gemeinsame) Ursprung ist völlig anders.

Und trotzdem. Weihnachten, zumindest das Konsumfest, haben auch in Japan Einzug gehalten. Handel, Straßen, Heime schmücken schon Wochen vorher mit Licht und Farbe. Es gibt Weihnachtsmärkte in verschiedenen Städte und mancherorts findet man auch einen neu-klassischen Weihnachtsmann in traditionellen Coca Cola-Farben vor.

Zugegeben, das war es weitgehend mit den Gemeinsamkeiten. Insgesamt wird Weihnachten dort eher als zweiter Valentinstag begangen und hat keine religiöse Konnotation.

Aber worauf ich eigentlich raus wollte, ist die kulinarische “Tradition” die sich ergeben hat. Japaner gehen am Heiligabend scheinbar zu Kentucky Fried Chicken und nehmen dort Fast Food für zuhause mit. Das klingt für mich extrem schräg und ich wollte das erst nicht glauben, aber prüf das gerne selber: http://lmgtfy.com/?q=japan+weihnachten+kfc

Es ist schräg und – für eine Tradition – recht neu. Das Ganze geht auf ein cleveres Marketingkonzept von 1974 zurück, also KFC beschlossen hat, den Weihnachtstruthahnl, der US/UK-stämmigen Bürgern in Japan fehlte, durch Hähnchen zu ersetzen. Da Japaner tendenziell obsessiv reagieren, hat dieser Trend sehr schnell in der Normalbevölkerung Fuß gefasst und seither ist das wohl so.

Soviel zum Thema Tradition. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Weihnachten bei uns

Dieses Jahr habe ich die Kontrolle übernommen, teilweise jedenfalls. In den letzten Jahren war es immer so, dass Vronis Mama gekocht hat und Vronis Schwester (die noch zuhause wohnt) geholfen hat.

In diesem Jahr gab es einen Ruck in diesem Muster und ich habe mit Vronis Schwester zusammen das Ruder übernommen und das Menü festgelegt. Und ich darfs auch gleich zubereiten, wenn wir schon dabei sind.

Kurzer Überblick:

Vorspeise
Gebackener Ziegenkäse im Speckmantel und Chinakohl-Süppchen mit gebratenen Garnelen

Hauptgang
Argentinische Rindersteaks (vmlt. Rumpsteak oder Entrecôte) mit Speck-Bohnen-Päckchen und Guacamole + Feldsalat mit Gurken und Tomaten.

Nachspeise
Hab ich an Vroni abgetreten, sie macht die Avocado-Limetten-Torte :)

Und ja, man kann sehen, dass ich auch Low Carb durchgesetzt habe. Hat bloß kaum wer bemerkt (außer Vroni natürlich). Bei dieser Zusammenstellung kommt ja niemand auf die Idee, dass etwas fehlen könnte, oder? Verzicht auf Kartoffel, Reis oder Nudeln wirkt hier eher zufällig. Ist es aber nicht :P

Das ist natürlich nicht das Rezept von heute, nur die Planung für Heiligabend. Aber vielleicht ist unser Vorschlag von heute auch eine Variante eines opulenten Weihnachtsmenüs, die du dir vorstellen könntest?

Schreib doch einfach unten in die Kommentare, ob du dir das vorstellen könntest oder ob dir dabei etwas fehlt – abgesehen von Vor- und Nachspeise.

Liebe Grüße,
Nico

 

Bilder vom Dreh

 

Schweinefilet im Fathead-Teig mit Rosenkohl und Selleriepüree

Schweinefilet im Fat Head Mantel - by salala.de - Low Carb Alternative zu Schweinefilet im Blätterteig I Weihnachtsmenü mit Rosenkohl und Püree

Schweinefilet im Fathead-Teigmantel mit geröstetem Speck-Rosenkohl und leckerem Selleriepürre als Beilage. Low carb, high fat, glutenfrei und man hat absolut nicht das Gefühl, dass irgendwas fehlt!

Vorbereitungszeit
20 Minuten
Kochzeit
40 Minuten
Gesamtzeit
1 Stunde
Portionen
4 Portionen
4 von 1 Bewertung
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Zutaten

Schweinefilet im Teigmantel

Selleriepürre

Rosenkohl

Anleitung

Füllung

  1. Zwiebel schälen und fein schneiden.
  2. Champignons putzen und fein würfeln.
  3. Knoblauch schälen und fein hacken/pressen.
  4. Zwiebel, Champignon und Spinat in eine Pfanne mit etwas Olivenöl geben und bei mittlerer Hitze dünsten.
  5. Wenn das Wasser ausgetreten und weitgehend verdampft ist, Knoblauch einrühren und in eine Schüssel geben.

Filet

  1. Schweinefilet von eventuellen Sehnen und Silberhaut befreien.
  2. Rundherum salzen.
  3. In einer sehr heißen Pfanne mit wenig Olivenöl scharf anbraten und dann beiseite stellen.

Fathead-Teigmantel

  1. 200 g Mozzarella und 50 g Butter vorsichtig in einem Topf oder in der Mikrowelle schmelzen. Der Käse soll dabei nicht kochen oder braten - NUR schmelzen.
  2. Dann sofort Mandelmehl zugeben und mit einer Gabel einarbeiten. Sobald du den Teig anfassen kannst, mit der Hand weiterkneten.
  3. Wenn es zu du gut verknetet hast (dauert ca. 1 Minute), dann mit einem Nudelholz dünn ausrollen - maximal 1mm dick. Die Fläche sollte dabei etwa 1,5x so breit sein, wie dein Filet lang ist. Die Länge des Teiges sollte dabei auf ca. 50 cm kommen.

Filet zusammenbauen

  1. Eine Hälfte des Teigmantels mit der Füllung einstreichen.
  2. Thymianblätter von den Zweigen abstreifen und auf die Füllung streuen.
  3. Schweinefilet mit Senf einstreichen und auf die Füllung legen.
  4. Teig einrollen, dabei immer wieder die Seiten einschlagen.
  5. Die Rolle sollte dann aus 2 Lagen Teig bestehen.
  6. Oben ein paar tiefe Löcher einstechen, damit der Dampf entweichen kann

Selleriepüree

  1. Sellerie und Apfel schälen und grob würfeln.
  2. Mit wenig Wasser und etwas Salz kochen, bis sich beides ohne Druck mit einer Gabel zerdrücken lässt. Dauer circa 30-40 Minuten.
  3. Bei Bedarf Wasser nachgießen (insgesamt haben wir ca. 700ml verwendet).
  4. Danach sollte am Topfboden nur noch 3-4 EL freie Wasser sein - im Zweifelsfall einen Teil abgießen. Kochplatte ausschalten.
  5. Butter und Frischkäse zugeben und mit einem Pürierstab alles pürieren.
  6. Käse reiben und einrühren. Wenn das Püree nicht mehr warm genug ist, das der Käse schmelzen kann, dann vorsichtig und unter STÄNDIGEM rühren vorsichtig wieder erwärmen, bis keine Käsestücke mehr vorhanden sind.
  7. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.

Gerösteter Rosenkohl

  1. Rosenkohl putzen und halbieren.
  2. Speck von der Schwarte befreien und in 0,5 cm Würfel schneiden
  3. In einer Auflaufform mischen, mit 3 EL Olivenöl beträufeln, etwas salzen und pfeffern - gut mischen.
  4. Bei 180°C Ober-Unterhitze für 15 Minuten backen.

Filet backen

  1. Rosenkohl aus dem Ofen nehmen und in der Mitte Platz für das Filet machen.
  2. Filet dazulegen und nochmal 20 Minuten weiter backen.
  3. Wenn du ein Fleischthemometer hast, dann nach 20 Minuten die Kerntemperatur des Filets messen. 58-60 Grad sind wunderschön rosa-saftig.
  4. Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen, dann anschneiden und alles zusammen servieren.
  5. GUDN!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
955 kcal
Kohlenhydrate
0 g (netto)
Ballaststoffe
0 g
Fett
0 g
Eiweiß
0 g
Kategorie Hauptgericht
Art / Diät Low Carb
Keyword fathead teig rezept, Low Carb Blätterteigmantel, Low Carb Schweinefilet im Blätterteig, Schweinefilet im Fat Head Teig, Schweinefilet im Teigmantel, schweinefilet im teigmantel rezept
Autor Nico
Rezept: Schweinefilet im Fathead-Teig mit Rosenkohl und Selleriepüree von salala.de
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