Bärlauch-Pesto – low carb und glutenfrei

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Bärlauch-Pesto

Ich gebe zu: Bärlauch-Pesto ist per se sowohl low carb als auch glutenfrei, das hab wir nicht erfunden. Wär auch zu schön oder? Aber da heute wieder Geschichtsstunde ist, kann ich schamlos rezitieren woher das Pesto wahrscheinlich kommt. Nicht unbedingt Bärlauch-Pesto, aber dennoch.

Zerstampfen? Pestare!

Der Name des Pestos ist ziemlich beschreiben, zumindest wenn man es so macht, wie man es eigentlich machen sollte. Echtes Pesto wird mit dem Mörser zerstampft, aber wir haben das aus Gründen der Bequemlichkeit beim Bärlauch-Pesto anders macht – mit maschineller Hilfe natürlich. Trotzdem: angeblich – ich habe es noch nicht probiert – wird das Pesto mit dem Mörser tatsächlich noch besser. Kann das sein?

Pesto kommt aus Italien, ausnahmsweise mal wirklich

Nämlich aus Ligurien, das ist die Region um Genua. Das originale Pesto ist natürlich kein Bärlauch-Pesto. Nein, es ist ja aus Italien – das originale Pesto alla genovese muss natürlich auf Basis von Basilikum sein, anders geht sowas nicht. Die grundsätzliche Rezeptur gleicht aber unserem Bärlauch-Pesto durchaus: Basilikum, Olivenöl, Pinienkerne, Knoblauch und Hartkäse. Wir haben lediglich das Basilikum gegen Bärlauch und etwas Rucola ausgetauscht.

Wenn man noch weiter zurückgeht, werden die Quellen natürlich wieder ziemlich verwaschen. Man ist sich recht einig darüber, dass die Ursprünge des Pesto im alten Rom liegen. Dort ergeben sich aber zwei Möglichkeiten:

  • Moretum, eine mit Kräutern, u.a. Weinraute, angereicherte Käsesoße
  • Garum. Eine Würzsoße aus fermentiertem Fisch und dessen Eingeweiden und eigentlich hab ich absolut keine Lust diesen Teil näher zu erörtern, sonst wird mir übel. Fermentation ist bei Sauerkraut ok. Aber bei Fisch muss ich da immer nur an Surströmming oder Hákarl denken, und das behagt mir gar nicht.

Antiseptisches Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto ist gesund, weil nämlich Bärlauch drin ist UND der Bärlauch nicht verkocht wurde. Pesto ist ja irgendwie Rohkost.

Bärlauch ist verwandt mit Zwiebel, Schnittlauch und Knoblauch. Letzteres wissen wohl die meisten. Auch das Bärlauch-Pesto enthält alle guten Inhalte der ganzen Pflanze: viel Vitamin C, diverse ätherische Öle, sowie Magensium und Eisen. Die antiseptische Wirkung des Bärlauchs bewirkt außerdem, dass sich das Bärlauch-Pesto im Kühlschrank exterm lange hält – man spricht von mehreren Monaten. Antispetisch bedeutet schließlich, dass Krankheitserreger abgetötet werden. Das gilt auch für Bakterien, die das Bärlauch-Pesto schlecht werden lassen könnten.

Vorsicht Verwechslungsgefahr!

Selbstsammler aufgepasst: Bärlauch kannst du sehr leicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen (vor der Blüte) verwechseln. Beide Pflanzen, besonders aber die Herbstzeitlose, sind stark giftig. Es kommt hier tatsächlich jedes Jahr wieder zu tödlichen Verläufen – bei der Herbstzeitlosen reichen hier tatsächlich schon 60 Gramm frische Blätter als letale Dosis.

Am einfachsten kann man den Bärlauch am Geruch erkennen: er duftet stark nach Knoblauch, die giftigen Doppelgänger tun das nicht. Außerdem haben die Blätter des Bärlauch vorn und hinten unterschiedliche Farben: eine helle und eine dunklere Seite. Es ist wie beim Pilze sammeln: vorher informieren und wenn du dir unsicher bist, nicht mitnehmen. Verwechslungen können fatal enden und das will ja keiner.

So, Nico müde. Nico geht Rezept schreiben.

Liebe Grüße
Nico

Songlist: Caravan Palace – Lone Digger, AronChupa/Little Sis Nora – Little Swing, Shazalakazoo/Jazzotron – Sunny Side (Jazzotron Remix), Minimatic – No Diggity (Minimatic Remix), dunkelbunt – Cinnamon Girl, Deorro/Elvis Crespo – Bailar, Jamie Berry/Rosie Harte – Peeping Tom, Lyre Le Temps – Looking Like This, AlgoRythmik – Andrew’s Break, Louie Prima/Wolfgang Lohr – Black Coffee, Caro Emerald – That Man, Jesse Rose – FatMan, Deluxe – Pony, AlgoRythmik – Jump for Swing, Haferflocken Swingers – Sweet Nothing, 11 Acorn Lane – Lets Face it I’m Cute, Caravan Palace – Suzy, Swing Republik – Fall, Biboulakis – The Lucky Two-2

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Bärlauch-Pesto - low carb und glutenfrei

Art / Diät italienisch
Autor Nico
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Gesamtzeit 15 Minuten
Portionen 20 Portionen
Nährwerte pro Portion
Kalorien 168 kcal
Kohlenhydrate 0 g (netto)
Ballaststoffe 1 g
Fett 17 g
Eiweiß 3 g

Zutaten

Anleitung

  1. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten.
  2. Bärlauch und Rucola waschen und trocken tupfen.
  3. Käse fein reiben.
  4. Pinienkerne mit 1 EL Salz, etwas Öl, Knoblauch (geschält) und Käse mit dem Multizerkleinerer oder Zauberstab pürieren.
  5. Bärlauch und Rucola mit dem Zauberstab portionsweise mit etwas Olivenöl sehr fein pürieren.
  6. Pinienkern-Käse-Knoblauch-Püree zugeben zugeben und weiter pürieren. Olivenöl langsam zugießen, bis die Konsistenz zu einer dickflüssigen Soße geworden ist.
  7. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken
  8. Umfüllen und kühlen, bis das Pesto seine Bestimmung findet: schmeck super zu Gemüsenudeln oder als Fleischmarinade!
  9. GUDN!
Nico
Hi, mein Name ist Nico und ich bin hier der Koch und der Schreiberling. Das trifft sich ganz gut, weil das nämlich zwei Dinge sind die gern tue und auch ganz gut kann, schreiben und kochen, auch wenn ich bei beidem selten bei der Sache bleiben kann. Vroni und ich haben vor ein paar Jahren zunächst aus gesundheitlichen Gründen beschlossen, dass wir etwas an unserer Ernährung ändern müssen und Low Carb mit ein paar ketogenen Phasen war für uns die logische Wahl. Da wir irgendwann, zunächst zu meinem Leidwesen (aber nicht lange!), auch angefangen haben Kochvideos zu produzieren, muss ich mich jetzt auch regelmäßig kämmen und rasieren, was meine Frau aber dem Anschein nach nicht stört. Wenn meine Texte dich zum schmunzeln bringen, dann hab ich alles richtig gemacht. Wenn nicht: das Rezept ist steht immer unten drunter. Da ich total schlecht im verfassen von biographischen Texten über mich bin, gehe ich jetzt lieber wieder was anderes schreiben. Wenn du Fragen hast, stell sie. Wenn nicht, denk dir welche aus. -Nico

2 KOMMENTARE

  1. Hallo

    auch hier bin ich noch ein Kommentar schuldig geblieben, und da ich gerade in schreib Laune bin, mache ich mal weiter.
    Köstlich kann ich nur sagen, aber ehrlicherweise muss ich sagen mein letzter und einziger Versuch mit Pesto ist schon ewig lange her und da handelte es sich um eine gekaufte Variante und das schmeckte mir überhaupt nicht.
    Da ich von euren Kochkünste überzeugt bin habe ich den Pesto nochmal einen Chance gegeben, und es hat sich gelohnt, obwohl das Rezept abgewandelt wurde, statt Bärlauch > Basilikum, statt Parmesan > einen anderen Hartkäse ( leider habe ich den Namen vergessen:-( ).
    Ich werde es auch nochmal mit Bärlauch versuchen ( es gab letzte Woche keinen), nur beim Hartkäse bleibe ich bei meinen da ich Parmesan nicht mag.

    gruß heike

    • Hall Heike,

      danke für die Blumen 🙂 Gekauftes Pesto ist echt nicht so die höchste Wonne, da hast du Recht. Wenn du nicht grade 10,- € für ein Glas ausgibst, dann kriegst du halt grüne Pampe mit Sonnenblumenöl – und wer will sowas schon? Basilikum ist natürlich der Klassiker für grünes Pesto, aber da grad so schön Bärlauchzeit ist, haben wir uns dann für die Bärlauch-Rucola-Variante entschieden. Kannst du ja nochmal probieren, wenn du Lust drauf hast 🙂
      Ein Tipp für den Hartkäse, wenn du Parmesan nicht magst: Pecorino ist eine Alternative aus Schafsmilch (oder heute oft: eine Mischung aus Schafsmilch und Kuh- oder Ziegenmilch) und bildet weniger Salzkristalle. Schmeckt mir persönlich genau so gut wie Parmesan, ist aber etwas weniger aufdringlich.

      Lass uns doch wissen, wie dir die Bärlauch-Variante geschmeckt hat, wenn du das probiert hast 🙂

      liebe Grüße
      Nico

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