Cocktailsauce – Klassiker ohne Standard

Cocktailsauce kennt jeder. Das Zeug gibt es in jedem Supermarkt, in jedem Buffet und vor allem zum Krabbencocktail an Silvester. Aber auch als Grillsauce ist Cocktailsauce echt beliebt. Schade nur, dass sie kaum jemand selber macht – dabei ist das so schön einfach.

Ausnahmsweise gibt es für diese Sauce mal eine klare und gefestigte Herkunftsgeschichte. Kein „manche sagen“ und „es wird vermutet“ und so weiter.

Nein, die Cocktailsauce geht unmissverständlich auf eine Person und auf ein bestimmtes Gericht zurück. Sagt man. :P

The beloved Fanny Cradock, eine britische Starköchin hat die Cocktailsauce für genau das entwickelt, was wir vermuten – den Krabbencocktail, und zwar circa 1967. Ihr damaliges Rezept war allerdings noch recht einfach – Mayonnaise und Ketchup oder eine ähnliche Tomatensoße. Etwas öde, aber die Farbe hat wohl gepasst. Dazu rohe oder blanchierte Shrimps, etwas Zitronensaft beträufelt.

Unser Rezept ist ein klein wenig umfangreicher, aber nicht sehr.

Nun, ich habe geschrieben: „ein Klassiker ohne Standard„. Das hat auch seinen Grund. Die Cocktailsauce wir überall etwas anders gemacht.

Es beginnt natürlich beim Originalrezept von Fanny, also Mayo + Ketchup. Aber es gibt so viele Varianten wie es Restaurants und Küchen gibt. Zitronensaft, Cayennepfeffer, Chilisoße, Kresse, Senf, Muskat – die Liste möglicher Zutaten nimmt kein Ende.

Wahrscheinlich eine Mutation der Cocktailsauce

ist aus meier Sicht das „Thousand-Islands-Dressing„. Vielen Varianten der Cocktailsauce ist dieses klassische Salatdressing, das wohl hauptsächlich in Großbritannien und den USA anzutreffen ist, so ähnlich, dass die Grenzen echt fließend sind. Nicht nur die Soßen.

Thousand-Island-Dressing Grundrezept

  • Mayonnaise
  • Tabasco
  • Zitronen- oder Limettensaft
  • eventuell fein gehackte Paprikaschoten
  • eventuell Zwiebeln, Oliven, eingelegte Gurken
  • auch eventuell hartgekochte Eier (gehackt)
  • und ein Löffel, zum rühren

Klingt schon verdammt nach einer leicht mutierten Cocktailsauce, oder?

Gut, auf der anderen Seite ist Sauce Bernaise auch nur ein verkräuterter Cousin der Hollandaise, also was soll’s? Viele Rezepte basieren auf einem anderen und Ketchup ist letztendlich auch nur ein Tomatesmoothie.

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Video-Link: https://youtu.be/YYiJQ2rLMM8

Grillkultur im Überfluss

Wenn es Sommer wird, dann grillen wir. Wenn wir grillen, dann ist das geboten. Da wird richtig aufgefahren. Wir laden Freunde, Verwandte und Nachbarn ein und abgesehen von Papa, der am Grill steht und mit Acrylamid schwangeres Fleisch produziert (weil es lecker ist), wuseln alle durch Küche und Wohnzimmer und zeigen den Gästen, was man so alles drauf hat.

20 verschiedene Grillsoßen, davon 18 von Heinz und Knorr – außer die beiden Zazikis, weil die Gurken kann ich auch selbst in den Joghurt rühren, das zweite ist ohne Knoblauch, weil den verträgt Oma Hilde nicht. Dass Oma Hilde kein Zaziki mag ist in diesem Fall Schöngeisterei.

4 Sorten Knoblauch- und Kräuterbutterbaguettes – oder wir wir in Bayern sagen: Stangenweißbrot (Ernsthaft. Tut mir leid.)

 

9 verschiedene Salate, davon mindesten 3x Kartoffelsalat und 3x Nudelsalat. Bei der Absprache wer was mitbringen soll, hat keiner zugehört. Macht aber nix.

 

4 Arten Schweinenackensteak, 2x Holzfällermarinde, 1x Paprika und 1x Kräuter. War im Angebot bei Lidl.

 

6 oder mehr Bratwurstvarianten. Beliebt sind vor allem die Wurstschnecken, weil die so toll schmecken. Eigentlich ja genau wie die geraden, nur etwas runder…

 

1 Grillkäse. Werd ich nie verstehen. Gibt es aber immer.

 

8 verschiedene Arten, wie man Fisch und Gemüse am Ende aufs Feuer legen kann, die aber dann niemand essen mag, weil man pro Person etwa 1,5 Kilo Fleisch und 3-4 Teller Salat kalkuliert hatte.

Und alles auf dem Weber. Papa überlebt es nur, weil er nicht am Tisch sitzen muss und dem Grillmeister das Bier *gebracht* wird.

Anschließend werden dann – über dem Dessert, vorzugsweise Tiramisu und dem restlichen Bier – die Probleme des Landes, der Welt, der Wirtschaft und – für mich ganz besonders schlimm – der Fußballnationalmannschaft gelöst.

Wer unsere Videos kennt, der weiß, dass ich gerne und viel rede. Aber beim Gesellschaftsgrillen bin ich eher still und höre zu (oder weg), damit ich nicht ausfällig werde. Vroni weiß genau was ich meine und welche Situation im speziellen.

Wie laufen deine Grillparties ab?

Wie grillst du am liebsten? Beschreibe uns deine Vorstellung einer gelungenen Grillparty, was es zu essen gibt, wen du einlädst und wen nicht. Macht ihr Open End bis in die späte Nacht oder lieber eine begrenzte Nachmittagsverantstaltung?

Was darf nicht fehlen? Fisch, Fleisch, Gemüse? Welche Soßen sind ein absolutes Muss und was ist deine Geheimwaffe, die es absolut IMMER geben muss?

Ich bin gespannt!

liebe Grüße
Nico

Cocktailsauce - low carb

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Vorbereitungszeit
10 Minuten
Gesamtzeit
10 Minuten
Portionen
20 Portionen
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Zutaten

  • 1 Ei
  • 200 ml Rapsöl oder Olivenöl, wenn du den Geschmack in der Mayonnaise magst
  • 1 EL Senf * * zuckerfrei
  • 1 EL Schmand
  • 60 g Tomatenmark *
  • 2 TL Zitronensaft *
  • 1 TL Salz *
  • 1 TL Pfeffer *
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Cayennepfeffer *

Anleitung

  1. Zuerst aus mit dem Stabmixer eine Ei-Öl Emulsion herstellen: Ei und Öl in ein hohes Gefäß geben, Stabmixer auf den Gefäßboden stellen und dann einschalten. Langsam nach oben ziehen und pürieren, bis sich Ei und Öl verbunden haben.
  2. Restliche Zutaten zugeben und pürieren, dann nochmal abschmecken.

Nährwerte pro Portion

Kalorien
93 kcal
Kohlenhydrate
0.7 g (netto)
Ballaststoffe
0.3 g
Fett
10 g
Eiweiß
1 g
Autor Nico
Rezept: Cocktailsauce - low carb von salala.de
Danke für's nachmachen.
Wenn's Dir geschmeckt hat, darfst Du gerne einen Kommentar auf salala.de schreiben.
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