Low Carb Burgerbrötchen, neu/lecker

von 06. Jul 2019Brot & Brötchen7 Kommentare

Neue Low Carb Burgerbrötchen (lecker)

Tolle Krume, fast knusprige Kruste, schmeckt nicht nach Ei und kaum nach Mandeln. Und man verwechselt sie auch geschmacklich nicht mit Kuchen. 

So nah waren wir noch nie an richtigen Brötchen oder Semmeln. Oder besser Vroni – ich bin ja bei sowas nie beteiligt, sondern nur Mitesser. 

Vroni hat’s wieder getan, die hat neue Semmeln gemacht. Wir verkleiden und bezeichnen sie als Burgerbrötchen, aber du kannst sie natürlich auch für jede andere Brötchenapplikation verwenden. Frühstück, Pausenbrot, grillen – völlig egal, das klappt alles! 

Wir haben gestern zu unserer Gazpacho zum Abendessen sogar knusprige Croutons draus gemacht. Hat gut geklappt und war wirklich lecker. 

Leider mussten wir für dieses Rezept ein paar Extrazutaten verwenden, um die Konsistenz richtig hinzubekommen. Normalerweise halten wir ja speziell beim Backen die Zutatenlisten eher knackig kurz – aber es lohnt sich halt wirklich. 

Heute gibts die Brötchen bei uns in der vorgesehenen Art zum Abendessen. Als Burger. Vielleicht gibts sogar ein Bild davon, mal sehen.

Aber wie war das jetzt mit den Nachbauten. Soll man nicht weniger Brot und Brötchen essen? Oder am besten gar keine mehr?

Die Sache mit den Nachbauten

Wir erzählen ja seit Jahren einerseits, dass Nachbauten nicht unbedingt so super viel Sinn ergeben, wenn man schon eine Ernährungsumstellung macht. Weil man soll sich ja an neues Essen gewöhnen, ist ja eine Umstellung. 

Auf der Seite halten wir uns ja selber nicht konsequent an diesen Gedankengang. Warum eigentlich nicht?

Ich hab da so meine eigene Theorie und das steckt auch ein bisschen drin, warum wir Nachbauten ja DOCH irgendwie brauchen.

Das Problem der “Hardliner”

Hier wird oft und viel geschimpft, vor allem von den Hardlinern, von den Idealisten.

Brot ist böse, Kuchen soll man auch nicht essen und wer auf Gottes Erden braucht schon Pizza?? Sowas lesen und hören wir durchaus öfter. 

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Die Begründung ist, dass man sich ja an “neue”, “ursprüngliche” oder wahlweise auch “notwendige” Nahrungsmittel gewöhnen soll und alles, was in irgendeiner Weise an die alten, bösen Industrielebensmittel erinnert, muss ausgemerzt und vergessen werden. Sonst wird die Abhängigkeit danach nie gebrochen.

Nachvollziehen kann ich das im Prinzip, auf rein psychologischer Ebene. Es funktioniert aber leider nur für einen minimalen Anteil aller Menschen. Das sind die Leute, die mental in der Lage wären, in einer großen Blockhütte im Wald eine große Kommune zu gründen und dann dort von natürlicher Landwirtschaft und ein bisschen Jagd zu leben. Idealisten, die für eine bestimmte Vorstellung von ihrer Welt (oder einem begrenzten Ausschnitt davon) die nötigen Konsequenzen ziehen und dann danach handeln. Daran ist nichts Falsches, wer das will und kann – bitte, mach doch.

Trotzdem bleibt es Prinzipienreiterei und eine selbstgemachte Fathead Pizza aus guten Zutaten ist kein schlechtes Lebensmittel, nur weil es Pizza ist. Sie ist nur ein Symbol für die “alte Ernährungsweise” und DA liegt das Problem der Hardliner.

Low Carb Nachbauten für Fortgeschrittene

Aus unserer Sicht können auch fortgeschrittene Low Carber so viele Nachbauten essen, wie sie wollen. 

Entscheidend ist die Zusammensetzung, sonst nichts. Wenn die Makros und die Qualität stimmen, dann ist alles fein. 

Aus unserer Erfahrung sind gerade die fortgeschrittenen Low Carber und Ketarier viel zielorientierter und deutlich weniger fanatisch als die Anfänger. Hier wird nicht mehr darauf geachtet, ob grüne Bohnen laut Programm nun gegessen werden dürfen oder nicht. Nach einem Jahr neuer Ernährung weiß man, ob die einen aus der Ketose werfen oder nicht und pfeiff auf das Regelwerk. 

Und man kann den Unterschied zwischen Kuchen mit Mandelmehl und Zuckerersatz und einer traditionellen Schwarzwälder durchaus erkennen. Wenn du ein Jahr oder länger umgestellt hast, dann sagt dein Gehirn nicht mehr “Ach ich hab ja den einen Kuchen gegessen (ohne Zucker), also kann ich jetzt auch noch vom anderen essen (mit Zucker). Ist ja beides Kuchen!”. 

Andere Nachbauten haben halt auch einfach eine gewisse praktische Funktion. Ich muss niemandem erklären, wofür Brot und Brötchen verwendet werden. Pausenbrote, Burgersemmeln, Croutons und all die schönen Dinge. Warum sollten wir DARAUF verzichten, nur weil es sehr ähnliche Lebensmittel auch in ungesund gibt?

Das ist ja, wie wenn man sagt: ich esse kein gesundes, artgerechtes Weidefleisch, nur weil auch Fleisch aus Massentierhaltung existiert und ich das (berechtigterweise) ablehne. Ist ja beides Fleisch. 

Oder ich spreche nicht mit meinem netten Nachbarn, nur weil auf der anderen Seite ein doofer Nachbar wohnt, den ich nicht mag. Sind ja beides Nachbarn.

Oder: ich esse keinen leckeren und kohlenhydratarmen Kuchen, nur weil es auch mehl- und zuckerhaltigen Kuchen gibt. 

Oder: Weizenbrötchen doof, also alle Brötchen doof. 

Ob das so sein muss, darfst du selber entscheiden :) Wir haben aber unsere Entscheidung FÜR UNS getroffen.

Low Carb Nachbauten für Anfänger

Bei den Anfängern oder noch früher, bei den Interessenten unserer Ernährungsform ist das noch ein bisschen anders gelagert. 

Hier ist die Frage, wie wir uns nach außen präsentieren wollen. Aktuell sieht die Darstellung von Low Carb und Keto ja ungefähr so aus:

Wir ernähren uns gesund, indem wir auf einige Lebensmittel verzichten.

Wir essen 

  • keinen Zucker
  • keinen Honig
  • kaum bis gar keine künstlichen Süßstoffe
  • kein Getreide (Weizen, Mais, Reis, Hafer, Dinkel…)
  • keine Getreideprodukte (Brot, Nudeln, Cornflakes, Teige aller Art…)
  • kein Pseudogetreide (Quinoa, Bulgur…)
  • keine Kartoffeln und keine (oder kaum) Süßkartoffeln
  • keine Fertiggerichte
  • kaum bis keine vorverarbeitete Nahrung
  • nur ausgewählte Obstsorten
  • keine stärkelastigen Gemüsesorten
  • fast keine Pflanzenöle
  • keine gesüßten Getränke (egal ob Zucker oder Süßstoff)

Und dann werden wir schlank und gesund.

Was ich sagen will: wir definieren unsere Ernährungsform über Verbote und Ausschlüsse. Die übliche Frage von Außenstehenden ist immer “Was kannst du denn dann überhaupt noch essen??”. Ich kann das verstehen, wenn ich mir die obige Liste anschaue, dann sieht das nicht besonders sexy aus. Also überhaupt nicht. 

Dass die Ernährung nicht schlimm ist und auch nicht langweilig oder stark eingeschränkt ist, weiß jeder, der eine Weile dabei ist und isst wie wir. Nach außen getragen wird aber nur die Restriktion, eine negative Auflistung.

Ganz ehrlich, wenn ich damals vor 5 Jahren nicht stark lebensverkürzende Konsequenzen in Aussicht gestellt bekommen hätte, wenn ich nichts ändere, dann hätte ich vermutlich jedem den Vogel gezeigt, der mir mit dieser Liste gekommen wäre. 

Aber das ist unsere Außendarstellung. Und DARAN müssen wir arbeiten. Weil DAMIT kommen wir nicht mit neuen Leuten ins Gespräch – oder zumindest nicht auf die Weise, wie wir das gern wollen. 

Und jetzt kommen wir dann noch zusätzlich damit, dass man nicht nur keine Getreidebrötchen und keinen normalen Kuchen und keine Kartoffelpommes und keine Weizenpizza mehr essen darf, sondern gar keine Brötchen und gar keinen Kuchen und gar keine Pommes und gar keine Pizza… die zeigen uns doch alle den Vogel. Und völlig berechtigt auch noch. 

Was wollen wir eigentlich? Das Leben von Leuten besser machen und verlängern oder Ernährungsfanatiker züchten? 

Wenn wir damit ankommen, dann verscheuchen wir aber jeden Anfänger. Total grundlos. 

Hier wäre der Vergleich beispielsweise: wenn du nicht mindestens eine Stunde pro Tag Sport machen kannst, dann brauchst du gar nicht erst anfangen. Auch nicht spazieren gehen, weil bringt ja nichts. 

Einfach ausgedrückt: je mehr Restriktionen, Verbote und Einschränkungen wir in die Definition unserer Ernährung steckt, desto weniger attraktiv wird sie als Alternative. 

Ich hab noch keine endgültige Lösung für das “Problem”, aber wenn wir alle gemeinsam über eine geschicktere Außenwirkung nachdenken, dann wird das viel helfen. 

Hast du auch Gedanken dazu? Da unten in den Kommentaren ist Platz :)

Liebe Grüße
Nico

 

Low Carb Burgerbrötchen

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Low Carb Burgerbrötchen die nicht nach Ei und nicht nach Kuchen schmecken haben lange gefehlt, aber hier sind sie. Auch eine tolle Kruste und Krume - nur backen musst du sie noch selber!

Vorbereitungszeit
15 Minuten
Kochzeit
50 Minuten
Portionen
7 Stück
4.09 von 12 Bewertungen
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Zutaten

Anleitung

  1. Alle trockenen Zutaten vermischen.
  2. Eier trennen.
  3. Eiweiß mit einer Prise Salz und dem Spritzer Zitronensaft zu Schnee schlagen.
  4. Eier, Quark und Apfelessig zu den trockenen Zutaten geben und gut verrrühren.
  5. Eischnee unterheben und im Anschluss kurz mit dem Mixer durchrrühren.
  6. Aus jeweils 100 g vom Teig Kugeln formen und zu Semmeln glätten.

  7. Auf ein Backblech geben und bei 160 °C U/O ca. 40-50 Minuten backen.
  8. TIPP: nach 30 Minuten mit einem Backpapier abdecken und auf die unterste Schiene im Ofen schieben, dann werden die Brötchen nicht so braun.
  9. Gut auskühlen lassen!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
242 kcal
Kohlenhydrate
5 g (netto)
Ballaststoffe
7 g
Fett
17 g
Eiweiß
13 g
Kategorie Brot & Brötchen
Art / Diät Low Carb
Keyword Burgerbrötchen ohne Mehl, Low Carb Burgerbrötchen
Autor Nico

Rezept Anmerkungen

Rezept: Low Carb Burgerbrötchen von salala.de
Danke für's nachmachen.
Wenn's Dir geschmeckt hat, darfst Du gerne einen Kommentar auf salala.de schreiben.
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