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Low Carb Flammkuchen deluxe - Rezept - Pfifferlinge, Speck und Bergkäse by salala.de
Low Carb Flammkuchen deluxe – Rezept – Pfifferlinge, Speck und Bergkäse by salala.de

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Low Carb Flammkuchen deluxe – dekadent, lecker

Wir haben – mal wieder – Flammkuchen gemacht. Low Carb Flammkuchen mit Pfifferlingen und Bergkäse. Unglaublich lecker und es wird ja auch wieder mal Zeit für sowas – denn der Herbst ist nun endgültig angekommen.

Flammkuchen – Name und Zweck

Im Video hab ich ja nur rumgeraten, als es um die Namensherkunft des Flammkuchen ging. Und bin ein klein wenig daneben gelegen. Nicht viel, aber etwas.

Der Grund, warum es Flammkuchen heißt ist noch viel simpler, als meine Vermutung. Der Teig wird in den Steinofen geschoben, während noch die Flammen lodern, also tatsächlich ins Feuer und nicht nur in die Glut. Fast ein bisschen langweilig, aber logisch.

Der Grund, warum Flammkuchen überhaupt entstanden sind, ist aber viel interessanter als der Name.

Stell dir folgendes vor: du lebst am Ende des Mittelalters und benutzt den Steinbackofen des Dorfes – zusammen mit dem restlichen Dorf – um Brot zu backen. Zumindest hast du das vor.

Nur, du hast keine Lust auf schlecht gebackenes Brot – zu hart oder matschig – und die Hitze zum backen muss demnach wirklich passen.

Aber, es ist Mittelalter und du weißt, die Erfindung des Thermometers ist noch eine Weile hin, und so viel Zeit hast du nicht. Und selbst wenn das Ding schon erfunden ist, kannst du es vermutlich einfach nicht bezahlen.

Also was jetzt? Probebacken heißt das Stichwort. Du machst dir einen dünnen Fladen aus Brotteig, schiebst ihn in den Ofen und beobachtest, wie lange es dauert bis er braun und knusprig ist. Etwa 2 Minuten sollte es dauern, dann ist der Ofen heiß genug für gutes Brot – und darum geht es schließlich.

Das ist zumindest die Legende, die man hin und wieder mal lesen kann. Aber ich möchte das glauben, mir gefällt diese Geschichte gut 🙂

Flammkuchen – vom Thermometer zum Leckerometer

Den Thermometerfladen einfach wegzuwerfen wäre natürlich äußerst unschön und eine Vergeudung von Lebensmitteln. Verschwendung von Lebensmitteln kam früher überhaupt nicht in Frage und ist heute eigentlich auch pervers – wenn auch normal. Leider.

Nein, der Flammkuchenteig wurde natürlich irgendwann von irgendwem mit Zutaten verfeinert, die gerade zur Hand waren. Rahm, Speck und Zwiebeln waren natürlich naheliegende Zutaten, die wunderbar passten und eine Kombination ergeben haben, die die Generationen überdauert hat und heute eines der klassischen Gerichte einer bestimmten Region sind.

Apropos Region…

Woher kommt der Flammkuchen denn nun wirklich

Wenn man die Frage stellt, dann ist die impulsive Antwort immer „Naja, Frankreich!“. Das ist korrekt, aber ungenau und auch nicht ganz vollständig.

Spezifisch sprechen wir von Elsaß-Lothringen und der südlichen Rheinebene auf heute deutscher Seite. Ich schreibe bewusst „heute“, weil sich das ja doch einige Male geändert und verschoben hat, aber wir sind ja kein Geschichtsblog. Nicht wirklich.

Wir sind auch kein Geographieblog, aber trotzdem kurz zur Erläuterung: Elsaß-Lothringen der Bereich der heute Norden an Luxemburg grenzt und rüber bis an die deutsche Grenze bis Strassburg reicht (das war Lothringen). Von dort aus geht es am Rhein entlang weiter bis runter nach Basel, an die Schweizer Grenze.

Der angrenzende Bereich in Deutschland ist die andere Rheinseite, also das Rheintal von Weil am Rhein im Süden bis rauf in die Pfalz – etwa bis Worms.

Das ist das typische Flammkuchen-Gebiet, dort ist diese Köstlichkeit zuhause. Ich weiß das, denn ich habe einen guten Teil meiner Jugend genau da verbracht – in Weil am Rhein (bei Basel) und Kehl am Rhein (gegenüber von Straßburg). Und – oh boy! – gibt’s da Flammkuchen!

Hitzkuchen, Ploatz und Dinetten

Natürlich gibt es in anderen Regionen auch ähnliche Erfindungen, die mit dem Flammkuchen nah verwandt sind. Hessen hat seinen Ploatz, Schwaben den Bätscher, Ost-Württemberg seinen Hitzkuchen mit Kartoffelbrei und Zwiebeln und auf der Filderebene die Dinetten, die der herzhafteren schweizer Wähe stark ähneln.

So hat natürlich jede (süddeutsche) Region ihre eigene Alternative zur Pizza. Und mit diesem Vergleich habe ich mir natürlich die Prügelstrafe verdient, aber irgendwie stimmt es ja doch…

Süß oder herzhaft?

Die wichtigste Entscheidung die aber getroffen werden will, ist die Frage nach einem der beiden klassischen Beläge. Und damit die Frage nach Haupt- oder Nachspeise. Ich mag ja beide gern.

Traditionell herzhaft

Diese Variante kennt jeder und ich kenne auch niemanden, der sie nicht mag. Mit Rahm oder Schmand, Speck und Zwiebeln belegt und knusprig gebacken. Ein extrem einfaches Gericht bar jeder Raffinesse und doch soooo gut.

Zum reinlegen süß und schmackhaft

Die süße Variante des Flammkuchen hat aber mindestens genau so viele Anhänger.

Sie ist genau so knusprig, aber mit Creme Fraiche bestrichen und mit Apfelringen oder Birnenscheiben belegt, Zucker und Zimt bestreut und anschließend mit Cognac oder – optimalerweise – Calvados (Apfelbrantwein) flambiert.

Alleine das Flambieren live auf dem Tisch durch einen kundigen Kellner muss man mindestens einmal im Leben gesehen haben. Aus mindstens einem Meter Entfernung, gern auch zwei.

Unser Low Carb Flammkuchen deluxe

… hat nur EIN Problem. Er ist leider nicht knusprig. Das liegt daran, dass der Boden – mangels besserer Alternative – aus Oopsie-Teig besteht. Das tut dem Genuss letztendlich keinen Abbruch, die Kombination aus leckeren Pfifferlingen, Schalotten und würzigem Bergkäse ist zum reinlegen.

Trotzdem werden wir weiterhin an einem knusprigen Teig arbeiten und irgendwann kriegen wir das auch hin. Versprochen.

Eigentlich wollte ich noch einiges über Pfifferlinge schreiben, aber so richtig lohnt sich das fast nicht – das hat die Recherche deutlich gezeigt.

Pfifferlinge, lecker aber leer

Das meine ich ziemlich wörtlich. Pfifferlinge sind wirklich sehr lecker, wir mögen die total gerne. Würzig, leicht pfeffrig und sehr rund im Geschmack zu vielen verschiedenen Gerichten.

Die Makronährstoffe sind… kaum nennenswert. 11-18 kcal pro 100g sind quasi nichts, nur Spuren von Kohlenhydraten, knapp 2g Eiweiß und kaum Fett. Dazu auch keine erwähnenswerte Menge an Mikronährstoffen, Vitaminen, Spurenelementen.

Pfifferlinge haben abgesehen vom Geschmack wirklich nur zwei große Vorteile: sie sind wirklich gut für die Figur – mangels Brennwert und enthalten immerhin 3g Ballaststoffe pro 100g. Das ist für ein so leeres Lebensmittel beachtlich.

Leer, aber trotzdem teuer

Da frägt man sich doch: warum kosten die kleinen Scheißerchen dann so viel??

Einfach deswegen, weil es noch keiner armen Seele gelungen ist, diese Pilze zu kultivieren. Im Gegensatz zu Champignons und vielen andere Pilzsorten kann man sie nicht züchten. Das bedeutet, sie müssen gejagt, erlegt und aufgesammelt werden. Im Wald. Von Hand. Von Menschen. Und das noch einzeln.

Manpower kostet Geld und zwar eine Menge. Das schlägt sich im Preis nieder. Pfifferlinge kosten etwas drei Mal so viel wie Champignons. Ich bin mir immer nicht sicher, ob sie das wert sind. Manchmal will ich aber trotzdem welche.

Und weißt du, was ich noch will? Das Rezept schreiben, das ist nämlich schon wieder ein recht langer Artikel geworden und ich werde langsam trotzdem müde. Ich bin nämlich die ganze Woche um halb 7 aus dem Bett gekrabbelt und jetzt ist Freitag, kurz vor 1 Uhr nachts.

Also, ich schreib dir jetzt ein Rezept und dann geh ich schlafen. Vielleicht.

liebe Grüße
Nico

Low Carb Flammkuchen deluxe - Pfifferlinge, Speck und Bergkäse by salala.de
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Low Carb Flammkuchen deluxe

Würziger Low Carb Flammkuchen mit Pfifferlingen und Bergkäse auf Oopsie-Teig. Definitiv eine Wiederholung wert. 

Autor Nico
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Gesamtzeit 30 Minuten
Portionen 4 Portionen
Nährwerte pro Portion
Kalorien 491 kcal
Kohlenhydrate 9 g (netto)
Ballaststoffe 5 g
Fett 41 g
Eiweiß 17 g

Zutaten

Boden

Belag

  • 200 g Schmand oder Saure Sahne
  • 100 g Speck
  • 100 g Bergkäse
  • 300 g Pfifferlinge
  • 3 Schalotten

Anleitung

  1. Speck in feine Streifen schneiden.
  2. Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden.
  3. Bergkäse fein reiben.
  4. Pfifferlinge waschen und putzen (oder auftauen, wir haben TK genommen)
  5. Eier trennen.
  6. Eiweiß mit einer Prise salz SEHR steif schlagen.
  7. Eigelb mit Frischkäse, 2 Prisen Salz, 1 Prise Pfeffer, 1 TL Kurkuma, Leinsamen und Kokosmehl glattrühren.
  8. Eigelbmasse vorsichtig unter das steife Eiweiß heben.
  9. Auf einem Blech mit Backpapier gleichmäßg ausstreichen und ca. 10 Minuten bei 160°C Ober/Unterhitze vorbacken.

  10. Wenn der Boden etwas abgekühlt ist, Schmand kurz glattrühren und gleichmäßig auf dem Boden ausstreichen.
  11. Mit Speck, Schalotten und Pfifferlingen gleichmäßg belegen.
  12. Geriebenen Käse darüberstreuen.
  13. Nochmal für 12-15 Minuten bei 160°C Ober/Unterhitze backen, bis der Käse geschmolzen und der Speck leicht knusprig ist.

  14. GUDN!

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Nico
Hi, mein Name ist Nico und ich bin hier der Koch und der Schreiberling. Das trifft sich ganz gut, weil das nämlich zwei Dinge sind, die ich gern tue und auch ganz gut kann: schreiben und kochen. Auch wenn ich bei beidem selten bei der Sache bleiben kann. Vroni und ich haben vor ein paar Jahren zunächst aus gesundheitlichen Gründen beschlossen, dass wir etwas an unserer Ernährung ändern müssen und Low Carb mit ein paar ketogenen Phasen war für uns die logische Wahl. Da wir irgendwann, zunächst zu meinem Leidwesen (aber nicht lange!), auch angefangen haben Kochvideos zu produzieren, muss ich mich jetzt auch regelmäßig kämmen und rasieren, was meine Frau aber dem Anschein nach nicht stört. Wenn meine Texte dich zum Schmunzeln bringen, dann hab ich alles richtig gemacht. Wenn nicht: das Rezept ist steht immer unten drunter. Da ich total schlecht im Verfassen von biographischen Texten über mich bin, gehe ich jetzt lieber wieder was anderes schreiben. Wenn du Fragen hast, stell sie. Wenn nicht, denk dir welche aus. -Nico

3 KOMMENTARE

  1. Flammkuchen ist für mich eindeutig backen, da hierfür null Töpfe verwendet werden wie beim Kochen…muß ich unbedingt mal ausprobieren, jedoch ohne die Pilze, denn ich esse keine…was wäre eine Alternative für euch?

    lg Kati

    • Hallo Kati,
      da stimm ich dir vollkommen zu. Also meine Domäne :P. Du kannst ihn im Prinzip belegen mit was Du willst. Wie wär’s mit ganz klassisch? Speck und Zwiebeln. Oder Du packst da leicht gebratene Putenstreifen drauf. Mit Spargel geht’s mit Sicherheit auch :). Sei einfach kreativ.

      LG
      Vroni

  2. Über 1000 Wörter ist echt ein langer Text, aber für Blogger sind 1000 Worte fast Pflicht. Früher hab ich mich immer gefragt: „WER soll das alles lesen? ICH doch nicht!“ Mittlerweile, wo ich selbst Texte schreibe (Jamaika-Blog ist noch im Werden), weiss ich, dass es meist gar nicht so schwer ist, auf 1000 Wörter und mehr zu kommen UND auch noch halbwegs brauchbaren Content zu liefern. Und es gibt ja Leute, die sogar mein Geschreibsel gern lesen. Bei „gern“ fällt mir ein, dass ich eure Texte ziemlich gern lese, auch wenn ich nicht sofort in die Küche hüpfe, um die Rezepte nachzukochen. Mir gefällt das Informative, das Persönliche und das alles in lockerer Schreibe verpackt. DAS musste jetzt und hier mal raus. Liebe Grüsse aus Basel (bei Weil am Rhein) – Dörthe

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