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Dessert lieben und gar nicht merken, dass es Low Carb ist.“ width=“735″ height=“2204″ /> Mit unserem Low Carb Panna Cotta Rezept gibt es tatsächlich schon wieder italienisch heute. Das Low Carb Panna Cotta ist eine leckere und doch einfach zu kochende Nachspeise. Deine Gäste werden dieses Dessert lieben und gar nicht merken, dass es Low Carb ist.
Mit unserem Low Carb Panna Cotta Rezept gibt es tatsächlich schon wieder italienisch heute. Das Low Carb Panna Cotta ist eine leckere und doch einfach zu kochende Nachspeise. Deine Gäste werden dieses Dessert lieben und gar nicht merken, dass es Low Carb ist.
Mit unserem Low Carb Panna Cotta Rezept gibt es tatsächlich schon wieder italienisch heute. Das Low Carb Panna Cotta ist eine leckere und doch einfach zu kochende Nachspeise. Deine Gäste werden dieses Dessert lieben und gar nicht merken, dass es Low Carb ist.

Low Carb Panna Cotta – fancy Sahnepudding ohne Zucker!

Mit unserem Low Carb Panna Cotta gibt es tatsächlich schon wieder italienisch heute. Ich weiß nicht warum, aber die italienische Küche scheint echt Einfluss auf uns zu haben. Liegt es an meinem Vornamen? Ich hab jedenfalls keine italienischen Wurzeln, die man mir verraten hätte. Und so richtig südländisch sehe ich glaube ich auch nicht aus.

Normalerweise komme ich an dieser Stelle mit einer Enthüllung wie: „Ich habe ja Panna Cotta immer für ein traditionell italienisches Gericht gehalten, aber das war mal wieder falsch. Es kommt aus der Mongolei!“ oder „[…] vom Mond!„.

Heute haben meine Recherchen den Spieß aber umgedreht. Panna Cotta – nicht low carb, aber trotzdem – ist einfach nur uritalienisch.

10tes Jahrhundert, Piemont (das ist in Norditalien, an der Grenze zu Frankreich). Dort kommt es her und nirgendwo anders. Lediglich die Dame, der die „Erfindung“ zugeschrieben wird, soll angeblich von Ungarn nach Italien eingewandert sein. Aber letztendlich kommen wir ja alle „irgendwo“ her und Nationalitäten sind sowieso irgendwie egal.

Fischblasenbindung klingt… komisch

Ursprüngliches Bindemittel war damals natürlich auch nicht Gelatine, anders wie heute. „Hausenblase“ war damals das Mittel der Wahl für gute Bindung, abseits von Mehl. Der Hausen ist ein Fisch, nämlich ein Störart. Man kennt Ihn hierzulande vielleicht besser als Beluga – in Verbindung mit Belugakaviar.

Diese genannte Blase war getrocknete Schwimmblase dieses armen Fisches und vermutlich ein Abfallprodukt bei der Kaviarproduktion. Es ist ja leider nicht so, als würden Störweibchen die Kaviarernte einfach überleben :(

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…keine Ahnung, wir sind ja kein Beautyblog.

Jedenfalls besteht diese Schwimmblase zu einem großen Teil aus Kollagen, welches sich wunderbar zum andicken von allem Möglichen eignet und auch beim sulzen Verwendung findet und bei uns Menschen für schön straffes Bindegewebe führt – allerdings nicht durch essen sondern durch *trommelwirbel*…

Panna Cotta hält was es verspricht

Wie erwähnt, Panna Cotta ist italiensch. Und man kann es sogar übersetzen – tut man nur nicht, weil „gekochte Sahne“ klingt im Deutschen ganz schön profan.

Aber um mehr geht es dabei eigentlich ja wirklich nicht. Sahne + irgendwas anderes aufkochen, Zucker oder in unserem Fall Pudereryxyl (50/50 und Erythrit, gemahlen) dazu und Gelatine fachgerecht einrühren. Kaltstellen und erstarren lassen, das war es ja im Prinzip auch schon.

Man(n) kann dann noch ein paar zusätzliche Dekoelemente dran montieren – von Fruchtmus über Minzblätter bis hin zu ganzen Früchten und so. Aber das ist dann ein wenig wie gutes Steak. Für sich alleine gesehen schon gut, aber mit etwas und lecker gleich noch etwas runder. 

Letztendlich ist das Prinzip aber mal wieder tödlich simpel und überhaupt kein Hexenwerk.

Je nach gewünschter Festigkeit kann man natürlich die Menge der Gelatine variieren. Ich habe Panna Cotta schon oft genug in Restaurants richtig schnittfest bekommen. Unsere Variante ist dann doch eher puddingartig und cremiger, aber ich denke, da gibt es kein richtig oder falsch. Maximal „anders“.

Der Chemie-Teil: Gelatine unter der Lupe

Unser Low Carb Panna Cotta kriegt seine Standfestigkeit ausschließlich durch die enthaltene Gelatine. Aber was ist Gelatine eigentlich?

Aus chemischer Sicht ist Gelatine erstmal ein tierischer Eiweißverbund. Wobei „tierisch“ hier nicht als Synonym für „heftig“ oder „megamäßig“ (sorry, bin ein 80er Kind) fungiert, sondern „vom Tier“ heißen soll.

Gelatine enthält alle essenziellen Aminosäuren außer Tryphtophan. Wer hat sich die essentiellen Aminosäuren gemerkt, die Eselsbrücke „Phettvillm“ aus Artikel mit den Frühstücksmuffins? Phenylalanin, Tryphtophan, Threonin, Valin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin. 

Wenn Gelatine erwärmt wird, löst sie sich bei circa 50°C vollständig in Flüssigkeit auf. Das funktioniert am besten, wenn sie vorher in kalter Flüssigkeit eingeweicht wurde, weshalb das auch auf jeder Packung steht. Wenn die Temperatur dann unter 80°C gehalten wird, dann ist dieser Auflösungsprozess reversibel und die Gelatine wird beim Erkalten wieder fest.

Beim Erkalten bildet die Gelatine dann wieder eine lockere Gitterstruktur, die aber immer noch viel fester ist, als Wasser, Sahne oder Milch. Wenn die Gelatine also gleichmäßig im Low Carb Panna Cotta verteilt ist und sich dann beim kalt werden auch wieder gleichmäßig verbinden kann, dann gibt es auch keine Klümpchen. 

Schockfrosten ist doof

Das ist letztendlich nämlich auch der Grund, warum man Gelatine temperieren muss, bevor man sie in kalte Speisen einrührt, aber nicht, wenn man in warme Speisen rührt. Wird eine Gelatinelösung nämlich in eine Flüssigkeit mit zu hohem Temperaturunterschied eingerührt, dann wird die Restrukturierung quasi sofort ausgelöst – bevor man die Lösung in der Masse verteilen kann.

Zerkochen ist auch doof

Gelatine verliert aber den Willen sich wieder zu Verbinden, wenn man sie über 80°C erhitzt. Nicht sofort, sie beginnt dann erst langsam zu zerfallen. Wenn die Mischung aber aufgekocht wird, dann ist ziemlich schnell jede Willenskraft dahin und du kannst es vergessen – die Struktur der Gelatine ist zerfallen und auch nicht mehr zu retten.

Alternativen zur klassischer Gelatine

Gelatine und Hausenblase sind natürlich nicht die einzigen Geliermittel. Oft genutzt werden auch

Agar-Agar

Agar-Agar ist ein Polysaccharid, also ein Mehrfachzucker, das Gallerte bilden kann. Gewonnen wird es aus den Zellwänden verschiedener Algenarten, allen voran Rotalgen-Arten. Das Agar-Agar ein Zucker ist, ist im Fall von Low Carb aber unerheblich, da es unverdaulich ist und keinerlei Nährwert enthält.

Die Gelierkraft ist recht hoch, ein halber Teelöffel entspricht etwa 4 Blatt herkömmlicher Gelatine. Vorsicht ist geboten, da Agar-Agar bereits bei 45°C erstarrt und bis 95°C stabil bleibt – kalte Speisen kann man damit also nur bei sehr zügigem Arbeiten binden.

Pektin

Pektine sind Ballaststoffe, also letztendlich auch Mehrfachzucker mit starken Bindungen. Wir könne Pektine nicht selbst verdauen, das passiert ausschließlich im Dickdarm durch Bakterien, was bei höherer Menge zu Blähungen führt. Pektine werden hauptsächlich in der Industrie als Geliermittel genutzt. Beispielsweise Gelierzucker zur Marmeladenherstellung sind stark mit Pektine angereicht.

Ich nutze das natürliche Vorkommen von Pektin in Tomaten zum Beispiel gerne um mein selbst gemachtes Ketchup etwas fester werden zu lassen. Gut, zugegeben: ich könnte es auch nicht verhindern – ist halt drin. Tomatenmark enthält dagegen übrigens quasi kein Pektin mehr.

Carrageen

Dieses Rotalgenextrakt ist Agar-Agar sehr ähnlich und wird auch oft in der Industrie eingesetzt – man findet es meistens in Nicht-BioSahne, wo es verwendet wird um zu verhindern, dass der Rahm sich im Becher oben absetzt. Carrageen wird oft mit Unverträglichkeiten in Verbindung gebracht und wird auch manchmal falsch als Laktoseintoleranz, also (Kuh-) Milchzuckerunverträglichkeit diagnostiziert.

Sahne ohne Carrageen lässt sich übrigens viel leichter steif schlagen als „normale“ Sahne, die damit versetzt wurde.

Für das Panna Cotta wäre Carrageen aber ungeeignet.

So, genug Chemie und Geschichte. Ab zum Rezept.

liebe Grüße
Nico

Songlist: Bachman-Turner Overdrive – Takin‘ Care of Business, Grateful Dead – Alabama Getaway, Anarchy Club – Get Clean, Wizo – Raum der Zeit, U.S.Bombs – Yer Country, Agnostic Front – Gotta Go, Tha Ataris – The Boys Of Summer, Sammy Hagar – Heavy Metal, Van Canto – Rebellion, The Ketucky Headhunters – Spirit in the Sky, Genesis – Land of Confusion, Street Dogs – Punk Rock and Roll, In Extremo – Sternhagelvoll, Joey Ramone – What a Wonderful World, Brocs Helm – Cry Of The Banshee, Green Day – Bang Bang, Die Happy – Supersonic Speed, the feelers – Larger Than LIfe, Jettblack – Dangerzone, Minutemen – Corona, ZZ Top – Tush, The Go Getters – Secrete Agent Man, Survivor – Eye of the Tiger

Low Carb Panna Cotta Zitrone Mandelmilch Zuckerfrei Glutenfrei Rezept Salala.de

Low Carb Panna Cotta

Nico
Das Low Carb Panna Cotta ist eine leckere und doch einfach zu kochende Nachspeise. Deine Gäste werden dieses Dessert lieben und gar nicht merken, dass es Low Carb ist.
5 von 2 Bewertungen
Vorbereitung 5 Min.
Zubereitung 10 Min.
Gesamt 3 Stdn. 15 Min.
KategorieNachspeise
Portionen 4 Portionen
Kalorien 259 kcal

(Nährwerte pro Portion)

Kohlenhydrate 4.8 g
Protein 3 g
Fett 22 g

Zutaten
  

Anleitungen
 

  • Schale der Zitronen abreiben. Dabei eine möglichst feine Reibe verwenden, sonst beißt du hinterher auf Zitronenschalenstückchen rum!
  • Gelatine in etwas Wasser einweichen.
  • Sahne mit der Zitronenschale und der Süße in einem Topf aufkochen.
  • Die kochende Sahnemischung vom Herd nehmen und die etwas ausgedrückte Gelatine zügig einrühren.
  • Jetzt nur noch die saure Sahne einrühren und die Masse in Gläschen oder Schüsselchen füllen.
  • Für mindestens 3 Stunden kalt stellen, bis alles schön fest geworden ist.
  • Mit Minzblättchen oder einem Fruchtmus verziert servieren.
KH % 8.3 %
Protein % 5.2 %
Fett % 86.5 %
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10 Kommentare

    1. Wir haben das nicht ausprobiert, ob es nur mit normaler Sahne auch funktioniert. Für den Geschmack würde ich hier auf jeden Fall auf saure Sahne zurückgreifen.

      LG
      Vroni

  1. Nico,
    kannst du dir vorstellen, dass man das auch mit Kokosmilch machen kann?
    Ich verwende die gleiche wie du. Vielleicht muss man etwas Wasser zufügen?

    1. Hallo Irene,
      ich kann mir das mit Kokosmilch auch gut vorstellen. Wasser brauchst du dazu vermutlich nichtmal wirklich, da die Festigkeit ja durch die Gelatine entsteht. Die Machart sollte dann identisch sein, spricht eigentlich nichts dagegen :)

      Ich würde allerdings bei Kokos Panna Cotta eher Limette als Zitrone verwenden und vielleicht beim aufkochen einen angedrückten Stängel Zitronengras mit reinlegen – wenn schon, dann richtig! ;)

      liebe Grüße
      Nico

  2. Hallo ihr Lieben Kochakrobaten
    eure Seite hat sich geändert oder? Auf alle Fälle sehr schön geworden. Ich muss euch ein gaaanz großes Kompliment machen ,schon eine ganze Weile verfolge ich euch klammheimlich und muss oft schmunzeln weil ihr so herzerfrischend die vielen schönen Rezepte vorstellt.Alles ist so schön menschlich,bei euch geht auch mal was schief (so wie oft bei mir)macht weiter so!!!

    1. Hallo liebe Monika,

      ja, wir haben den Blog umgebaut und redesigned, super dass es dir gefällt! :) Natürlich geht bei uns auch öfter mal was schief, aber das gehört dazu und das darf dann auch jeder wissen. Wir sind kein Hochglanzmagazin wo alles perfekt sein muss, wir machen halt unser Ding mit allen Ecken und Kanten (und davon gibt es so einige). Wir verstellen uns ja nicht mal wirklich vor der Kamera, Vroni und ich sind den ganzen Tag so – zumindest wenn wir zusammen sind. Und wir machen das, was uns Spaß macht. Lustig finde ich dann auch immer die Kommentare, dass wir zuviel Affentheater veranstalten oder die Blogartikel da nichts zu suchen haben, weil das passt ja nicht zum Rezept!

      Feedback wie deines gibt uns aber trotzdem richtig Rückenwind!

      Vielen lieben Dank :)
      Nico

  3. Warum werden die Ersatzzucker in den Rezepturen eigentlich immer gemischt? In diesem Rezept auch. Was hat das für einen Grund? LG und Danke

    1. Hallo Katrin,

      wir mischen die „Zucker“sorten immer, da es uns so einfach besser schmeckt. Nur Erythrit alleine hat für uns beide einen zu kühlen Nachgeschmack und es kratzt auch sehr schnell im Hals. Eigentlich mischen wir aber nicht nur 2 sondern gleich 3 Sorten ;). Es kommt nämlich immer noch etwas Stevia mit dran, bzw. wir verwenden ein Erythrit dem bereits schon Stevia beigement wurde.

      Gerne kannst Du Dich aber auch für nur eine einzige Sorte Ersatzzucker entscheiden.

      LG
      Vroni

  4. Hallo ihr zwei!
    Super Blog! Tolle Rezepte und Infos zu Low Carb!
    Ich gebe zu meiner Panna Cotta anstatt Zitrone eine halbe Vanilleschote dazu- gut auskratzen, in die Sahne geben und den Rest mit der Milch/Sahne mitkochen. Schmeckt super

    1. Hallo Chris,

      Vanille passt natürlich auch super, aber wenn wir die Zitrone weglassen… naja… dann wär es ja kein Zitronen Panna Cotta! :) Ach und wir hatten außerdem keine Vanilleschote mehr….

      lg
      Nico