Pizzasauce selbstgemacht, low carb und glutenfrei

von 25. Jan 2017Basics, Pizza, Pasta, Zudeln, Soßen4 Kommentare

Pizzasauce ist Geschmackssache

Ich finde es absolut furchtbar, wenn Menschen als „Pizzasauce“ für Ihre Pizza einfach nur Tomatenmark überall hin schmieren. Nichts gegen gutes Tomatenmark, aber ist das nicht etwas eintönig?

Meine – für mich durchaus universell einsetzbare – selbstgemachte Pizzasauce kann mehr. Ich stehe nämlich total auf Geschmack und Aromenvielfalt. Universell einsetzbar deswegen, weil ich die nicht nur für Pizza verwende. Die geht mit Fleisch, Fisch und Gemüse. Egal ob Pfannengericht oder für Aufläufe – das klappt einfach. Nur eine Voraussetzung gibt es da: du solltest echt grad Bock auf Tomaten haben. Als Ersatz für Käse-Sahne ist das nichts…

Kräuter machen alles besser

Naja, was verwenden wir denn als Aromahelden so im Alltag? Salz, Pfeffer, Paprikapulver? Knoblauch und ein paar Fette und Öle. Vielleicht mal etwas Petersilie. Aber Kräuter? Meiner Meinung nach viel zu selten, die meisten von uns zumindest. Dabei gibt es hier so viel zu entdecken und auszuprobieren.

Natürlich ist es ein gewisser Aufwand, einen Kräutergarten zu hegen und zu pflegen – besonders ich bin da richtig schlecht drin. Mein Dad ist gelernter Gärtner, ein richtig guter. Und ihm rollt es jedes Mal die Zehennägel hoch, wenn er sieht wie ich mit Pflanzen umgehe, die ich nicht grade zubereiten will. Ich hab sozusagen einen schwarzen Daumen, bei mir stirbt alles (pflanzliche!).

Aber letztendliche lohnt sich der Versuch durchaus. Weil, glaube ja nicht, nur weil du gerebelten Rosmarin und Thymianpulver in der Küche stehen hast, dass du weißt wie Kräuter schmecken. Das hat absolut nichts mit dem Geschmack von frischen, echten, lebendigen Kräutern zu tun. Ich habe es immerhin geschafft 2 Töpfe frischen Rosmarin (ja, lebendig), 2 Töpfe Basilikum (beidem ich mir grade nicht so sicher bin ob er noch lebt) und einen Topf Petersilie auf der Fensterbank in der Küche zu haben. Und die werden eingesetzt, sag ich dir. Erfolgreich und befriedigend. Im Wohnzimmer steht sogar ein Topf mit einem Lorbeerbusch. Warum weiß ich allerdings nicht, der war plötzlich da. Mal Vroni fragen…

Pflanzenvielfalt = Aromenvielfalt

Wie viele Kräuter, die man so zum kochen verwenden kann und sollte, kennst du denn? Mein persönliches Repertoire, mit dem ich auch gezielt Dinge tun kann:

Rosmarin, Thymian, Oregano, Estragon, Schnittlauch, Zitronengras, Petersilie (lieber glatt als kraus), Liebstöckl, Basilikum, Lorbeer, Bärlauch, Majoran, Beifuß, Kerbel, Salbei, Bohnenkraut, div. Kressearten, Koriander (für mich seifig), Dill

und noch ein paar die mir grad nicht einfallen. Ich hab die natürlich nicht alle frisch zuhause – bei weitem nicht. Aber wenn ich im Markt drüber stolpere, dann weiß ich, was ich damit tun kann und dann vielleicht auch gleich möchte.

Und diese obige mittelmäßig lange Liste sind natürlich auch nur Basics und vielleicht 1/3 der problemlos verwendbaren Kräuter. Dazu kommt noch eine Unmenge an anderen Gewürzarten. Allein gefühlte 300 Pfeffersorten und 3000 Salzarten machen die Liste recht weitreichend.

Und ich hab nur eine ganz ganz kleinen Bruchteil zuhause *schluchz!*

Zurück zur Pizzasauce

Die Pizzasauce ist eigentlich so ein bisschen als Rumfort-Sauce entstanden. Kam alles rein was rumlag und fort musste. Die Basis war natürlich klar: Tomaten und Tomatenmark. Italienisch? Oregano, Olivenöl, Rucola, Basilikum, Rosmarin! Und dann rundet man das Ganze wie üblich mit Salz und Pfeffer ab. Aber wie hab ich mal gelernt? Eine wirklich runde Komposistion enthält alle Geschmacksrichtungen – sauer, scharf und süß fehlen da irgenwie immer noch.

Weißer Balsamico und etwas Xylit tanzen mit Chili oder Cayennepfeffer um die Zunge und machen die Pizzasauce dann so richtig interessant. Und, ach ja, bin ja ich. Fast den Knoblauch vergessen!

Die Pizzasauce mutiert natürlich jedes Mal ein wenig. Ist und bleibt Rumfort – und wenn ich grad was anderes übrig hab, dann rein damit. Experimentieren ist besser als Dosenfutter. Punkt.

Schade ist, dass ich jetzt grad so richtig im Schreibfluss bin, aber trotzdem aufhören muss. Wir haben nämlich noch so ein kleines Nebenprojekt: die Push Up Challenge. Und da jetzt grade Dienstag ist, müssen wir jetzt die Kamera aufstellen und ein Beweistraining aufnehmen. Eieiei. Ich geh mich mal auf den Boden legen… bis dann :)

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liebe Grüße
Nico

Songlist: Pentatonix – Can’t hold us, Home Free – Honey, I’m Good, Meghan Trainor – All About That Treble, Peter Hollens – I See Fire, 7 Days A Capella – 8th World Wonder, The Barden Bellas – Pool Mashup, Celitc Woman – Skyrim Theme (Dragonborn), The Piano Guys – Titanium/Pavane, Straight No Chaser -The Movie Medley, Awaken A Capella – Virtual Insanity, The Duke’s Men – Valerie

Pizzasauce selbstgemacht, low carb und glutenfrei

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Vorbereitungszeit
3 Minuten
Kochzeit
5 Minuten
Gesamtzeit
8 Minuten
Portionen
4 Portionen
4.5 von 4 Bewertungen
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Zutaten

  • 1 Dose geschälte Tomaten oder passierte Tomaten (Erntedatum zwischen Mitte Mai und Ende August steht auf der Dose aufgedruckt!)
  • 3 EL Tomatenmark *
  • 1 Zweig Rosmarin * nur die Nadeln natürlich
  • 5-7 Blätter Basilikum * * frisch, oder/und Rucola
  • etwas Chilipulver * oder 1 Chilischote alternativ Chili-Olivenöl
  • 3 EL Olivenöl (*) *
  • 1 Zehe Ackerknoblauch * oder 3 normale Zehen
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • Salz * nach Geschmack
  • Pfeffer * nach Geschmack
  • 1 EL Balsamico Bianco *
  • 1 EL Xylit * oder Eryxyl

Anleitung

  1. Knoblauch schälen
  2. Rosmarinnadeln vom Zweig nehmen und den Zweig wegwerfen
  3. Dosentomaten von der Dose befreien
  4. Alles zusammen pürieren - Zauberstab oder Multizerkleinerer

Nährwerte pro Portion

Kalorien
145 kcal
Kohlenhydrate
7 g (netto)
Ballaststoffe
2 g
Fett
11 g
Eiweiß
2 g
Autor Nico
Rezept: Pizzasauce selbstgemacht, low carb und glutenfrei von salala.de
Danke für's nachmachen.
Wenn's Dir geschmeckt hat, darfst Du gerne einen Kommentar auf salala.de schreiben.
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