Russischer Zupfkuchen ohne Zucker und Mehl

von | 19. Jan 2019 | Kuchen | 2 Kommentare

Russischer Zupfkuchen ohne Zucker

… und ohne Mehl. Ich habe zum Geburtstag am Donnerstag keinen Kuchen bekommen! Mag daran liegen, dass ich mir keinen gewünscht hab. Ergo selbst schuld. Aber Vroni hat beschlossen, dass es diesen Samstag mal wieder einen Kuchen als Video/Blogpost gibt und ich habe dann spontan den russischen Zupfkuchen beschlossen!

Wie russisch ist eigentlich russischer Zupfkuchen?

Ok, zugegen: hier schreibe ich ab. Selbst rausgefunden hab ich das nicht, aber was solls. Man muss nicht alles wissen, aber man muss wissen, wo es steht.

In diesem Fall habe ich von Vroni den Hinweis bekommen, dass Zupfkuchen wohl nicht so russisch ist, wie er heißt. Und die vermutliche Originalquelle für diese Information ist einer der taz Blogs, genauer gesagt der von Heike Werning (und anderen Autoren) – “Reptilienfonds” (was auch immer der Name heißen soll).

Jakob Hein hat sich – vermutlich als Gastautor – genau diese Frage gestellt: Warum der Zupfkuchen „russisch“ heißt.

Die Antwort ist, wie so oft in der deutschsprachigen Kuchenbäcker-Subkultur, Dr. Oetker.

Russischer Zupfkuchen hat überhaupt gar nichts mit Russland zu tun. Aufgefallen ist das sicherlich schon diversen Kuchenbäckern, vermutlich vor allem solchen, mit russischem Migrationshintergrund. Jakob ist das aufgefallen, als ein auf dem Blog näher beschriebenes Gespräch verdeutlichte, dass eine russischstämmige Freundin wohl Interesse an einem Zupfkuchen äußerte, gleichzeitig aber bekannt gab, noch nie einen gegessen zu haben.

Jakob wurde berechtigtermaßen stutzig und hat angefangen in bester Journalistenmanier nachzufragen. Glücklicherweise bei Dr. Oetker, denn die hatten wohl eine Antwort, ich persönlich jetzt einfach mal als Wahrheit akzeptieren möchte.

Das Rezept gibt aus einem der zahlreichen Backwettbewerbe hervor, die die Firma über die Jahre veranstaltet hatte, in diesem Fall vermutlich mit dem Thema “Käsekuchen mal anders” oder so ähnlich, das weiß ich so genau nicht.

Der Name jedenfalls geht einfach darauf zurück, dass die aufgesetzten Teigzupfen im Original (und anders als bei uns) an die typischen russisch-orthodoxen Zwiebeltürme der dortigen Kirchen erinner sollen.

Soviel zum Thema “russisch” ;)

Zitrusfaser – schon wieder was neues…

Wir versuchen ja immer so weit es geht, wenig Spezialzutaten zu verwenden. Back- oder Kochrezepte mit 100 Pülverchen und Mehlchen, fein getuned und abgemischt, damit ein bestimmter Effekt entsteht, ist nicht so unser Ding. Soll ja alltagstauglich und bezahlbar bleiben.

Aber manchmal stolpern wir doch über die eine oder andere Zutat, die uns interessiert – meist Bindemittel oder sowas.

Über die Zitrusfasern stolpert man in der Low Carb Gemeinde schon seit einigen Monaten immer wieder, wenns nicht sogar über ein Jahr ist. Und das auch mit Grund.

Zitrusfasern sind ein sehr gutes Bindemittel aus der Schale und Zellwänden von Zitrusfrüchten wie Zitronen oder Orangen – allerdings ohne Kohlenhydrate oder Eigengeschmack, denn sie sind fast reiner Ballaststoff und damit (für praktische Belange) blutzucker- und insulinneutral.

Die meisten Bindemittel, die für Low Carb geeignet sind, haben Nebeneffekte wie Eigengeschmack oder einen leicht schleimigen Effekt. Alternativen sind dann nicht-getreidebasierte Stärkeprodukte wie Pfeilwurzmehl, die man dann in kleiner Menge verwendet. Das ist schonmal okay, aber irgendwie nicht für den Dauereinsatz gewünscht.

Da kommt die Zitrusfaser gerade recht, weil sie weder verwertbare Kohlenhydrate mitbringt, aber auch nicht schleimt wie Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl. Angenehm :)

Angeblich soll man damit gar wunderbaren Pudding machen können, aber das haben wir noch nicht probiert – folgt aber noch.

Für die Füllung des russischen Zupfkuchen hat sich der Einsatz der Zitrusfaser jedenfalls bewährt. War eine gute Wahl und wir sind damit sehr zufrieden :)

Hast du schonmal Zitrusfaser verwendet und falls ja, für was? Ich freu mich auf Berichte und vielleicht auch Ideen :) Unten in den Kommentaren!

Liebe Grüße,
Nico

 

 

 

Russischer Zupfkuchen ohne Zucker

Russischer Zupfkuchen ohne Mehl - by salala.de - Low Carb Rezept ohne Zucker und glutenfrei

Saftiger “russischer” Zupfkuchen ohne Zucker, aber dafür viel Geschmack und Aroma. Schmeckt warm wie kalt und ist viel einfacher als befürchtet :P

Vorbereitungszeit
10 Minuten
Kochzeit
10 Minuten
Gesamtzeit
20 Minuten
Portionen
12 Stück
3.75 von 4 Bewertungen
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Zutaten

Teig

Füllung

  • 250 g Butter * flüssig, aber nicht mehr heiß
  • 500 g Quark
  • 90 g Erythrit * gemahlen
  • 90 g Xylit * gemahlen
  • 2 TL Vanille * alternativ 1 TL gemahlene Tonkabohne
  • 3 Eier
  • 20 g Zitrusfasern * alternativ 2-3 TL Johannisbrotkernmehl

Anleitung

Teig

  1. Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben

  2. Mit dem Handmixer gut durchmengen und dann mit der Hand zu einem glatten Teig kneten

  3. Zu einem Ball formen und in einer Frischhaltenfolie 30 Minuten kalt stellen

Füllung

  1. Quark, Süße, Vanille, Eier und Zitrusfasern verrühren. Butter unterrühren.

  2. Ofen auf 180 °C vorheizen

  3. Etwas Teig (ca. die Größe einer Walnuss) beiseite stellen (für die Zupfen)

  4. Teig in Springform (26 cm Durchmesser) geben und ausrollen. Der Teig ist sehr hart, das ist normal - trotzdem anstrengend.

  5. Einen 3 cm hohen Rand hochziehen.

  6. Boden mit Gabel einstechen.

  7. Füllen reingeben.

  8. Beiseite gestellten Teig in Fetzen reißen, plattdrücken und auf die Quarkmasse legen.

  9. ca. 60 Minuten backen.

Nährwerte pro Portion

Kalorien
371 kcal
Kohlenhydrate
5 g (netto)
Ballaststoffe
5 g
Fett
31 g
Eiweiß
17 g
Kategorie Kuchen
Art / Diät Low Carb
Keyword Russischer Zupfkuchen Low Carb, Russischer Zupfkuchen ohne Mehl, Russischer Zupfkuchen ohne Zucker
Autor Nico
Rezept: Russischer Zupfkuchen ohne Zucker von salala.de
Danke für's nachmachen.
Wenn's Dir geschmeckt hat, darfst Du gerne einen Kommentar auf salala.de schreiben.
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