Veggie Lasagne – Low Carb ohne Fleisch

Veggie Lasagne oder ganz formal „vegetarische Lasagne“ gibt es ja in genügend Varianten. Wenn man das Gericht dann aber auch noch in Low Carb umwandelt, dann wird es eigentlich zum Gemüseauflauf. Oder Gemüseschichtauflauf. *gnihihi*

Ich bin ja eigentlich gar kein Vegetarier sondern eher so das genaue Gegenteil. Ich esse gerne, oft und viel Fleisch. Aber diese vegetarische Lasagne hat es mir angetan, wir konnten uns vor lauter Genusslauten beim Essen gar nicht mehr halten. Bin bloß froh, dass uns niemand dabei zuhören konnte, das hätte man auch anders deuten können.

Öfter mal vegetarisch?

Ich persönlich bin ja absoluter Fleischfan. In mir schlummert kein Funken Vegetarismus und wenn ich einkaufen ohne groß nachzudenken (ja, das kommt vor), dann ist immer Fleisch dabei. Oder zumindest irgend ein Produkt aus tierischer Quelle. Sei es Bacon, Würstchen oder gleich Hühnerbrust, Steak oder Lachs. Sogar Salat wird mit ein paar Streifen Bacon, gegrillter Putenbrust, Garnelen oder Räucherlachs angereichert, wenn Salat die Hauptmahlzeit ist.

Aber warum?

Die Antwort ist nicht einfach. Gewohnheit, Geschmack und vermutlich auch das Gefühl, dass eine Mahlzeit ohne eine tierische Proteinquelle nicht vollständig ist.

Stimmt das so? Die Antwort liegt klar auf der Hand: natürlich nicht. Ich bin zwar absolut der Meinung, dass tierische Eiweiße und Fett zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen müssen, aber jeden Tag muss es, so weh mir das innerlich tut, dann doch nicht sein.

Ich bin persönlich auch der Meinung, dass reiner Vegetarismus auf Dauer nicht besonders gesund ist. Und ich bin mir durchaus darüber bewusst, dass ich mit dieser Meinung manchen Leuten auf die Füße trete. Aber es gibt nun mal einige Nährstoffe, die wir nur in tierischer Nahrung finden (oder zumindest nur in ausreichender Menge).

Darunter fallen Vitamine aus der Vitamin B-Reihe, besonders B12 und bestimmte Proteine. Auch die Menge an Protein wird mit reinem Vegetarismus oder gleich Veganismus schnell grenzwertig niedrig. Wenn ich mir die Nährwerte unserer vegetarischen Zucchini-Lasagne anschaue, dann wird eins klar: da steckt viel drin, aber eine Proteinbombe ist es nicht.

Das soll nicht heißen, dass es für Vegetarier oder Veganer unmöglich wäre, sich aus Sicht auf die Nährstoffe ausgewogen zu ernähren, aber es ist durchaus schwieriger und erfordert mehr Planung, sonst droht Mangel.

Und um einem gleich vorweg zu greifen: ich lasse mich nicht auf die Ethik-Debatte ein. Denn ich will und werde hier nicht antivegetarisch missionieren, jeder soll essen was er will. Das eben gesagte sind nur meine ernährungstechnischen Gedanken.

Trotzdem, ich habe es mir Anfang des Jahres schon vorgenommen und ich komme auch langsam dahin: ich möchte mehrere vegetarische Hauptgerichte pro Woche servieren, und das hat mehrere Gründe.

Vegetarische Ernährung als Bereicherung

Unsere Veggie Lasagne ist unglaublich lecker. Aber mehr noch: sie hat auch eine ziemlich geringe Kaloriendichte und ist wirklich leicht verdaulich. Ich habe wirklich viel davon gegessen und war hinterher gut satt, aber ich hatte – trotz viel Masse – nicht dieses erdrückende Völlegefühl, dass ich gerne mal habe, wenn ich mich z.B. an einem Weiderindbraten fast überfresse. Was vorkommen kann.

Vegetarische Ernährung ist günstig

Damit meine ich tatsächlich den finanziellen Aspekt. Fleisch ist teuer und das ist auch gut so. Billiges Fleisch ist kein gutes Fleisch, das geht nicht. Aber gutes Bio-Gemüse hat dann doch pro Kilo einen deutlich geringeren Preis. Ich hab nicht im Detail ausgerechnet was die Veggie Lasagne z.B. pro Portion kostet (obwohl ich grade überlege, ob ich das nicht schnell machen soll), aber man kann gut davon ausgehen, dass eine „normale“ Lasagne mindestens doppelt so viel kostet.

Diese Betrachtungsweise mag profan wirken, ist aber für viele Menschen (auch uns) ein Thema.

Ach, der Vollständigkeit halber, ich konnte natürlich nicht anders als nachzurechnen. Die Lasagne kam auf 1,95€ Materialpreis pro Portion (gerechnet auf 4 Portionen). Das ist mit gutem Fleisch nicht hinzukriegen. Der teuerste Posten war übrigens der Käse – mit 46% (3,61€) Anteil an den Gesamtkosten! War aber auch Bio-Mozzarella und ziemlich guter Parmigiano Reggiano. Weglassen würde ich den Käse aber trotzdem nicht.

Vegetarische Gerichte zwingen dich zum denken

Für jemanden der es gewöhnt ist meistens Fleisch und hin und wieder Fisch als Akteur in einer Mahlzeit zu betrachten, wird das Gemüse schnell zur Nebensache. Brokkoli, Blumenkohl, grüne Bohnen, Lauch – schneiden, braten oder kochen. Salz + Pfeffer und vielleicht etwas Frischkäse drüber. Danebenlegen und essen. Das ist ja auch kein Problem, denn die tierische Kost erledigt den Genuss und um den geht es ja.

Aber wenn das Fleisch wegfällt und man das Gemüse dann genau so zubereitet wie wenn es eine Beilage wäre? Schwierig und langweilig.

Mir persönlich gehen schmackhafte Veggie-Gerichte nicht ganz so leicht von der Hand wie eine Hack-Gemüse-Pfanne oder ein Steak mit Beilage. Daher muss ich an dieser Stelle wirklich mein Gehirn einschalten und drüber nachdenken, was ich tue und wie ich das Essen dann interessant gestalten kann.

So ist übrigens auch die Veggie Lasagne erst entstanden. Der Grundgedanke „Veggie Lasagne“ war ja schnell gefasst, aber das wie hat mich doch zu ein paar Minuten intensivem Nachdenken gezwungen.

Woher nehme ich das Aroma? Wie genau mache ich die vegetarische Bolognese und welche Zutaten kann ich verwenden um eine herzhafte Note zu erzeugen? Die würde ich ja normalerweise von Rinderhack und Schweinespeck kriegen. Alles nicht so offensichtlich im ersten Moment.

Und über sein Essen mal wirklich nachzudenken ist ja generell keine schlechte Idee.

Vegetarisches Fazit

Vegetarische Gerichte können durchaus Spaß machen. Und zwar sowohl im Prozess, also beim kochen, als auch beim essen. Es ist definitiv mehr Kreativität gefordert, aber das Erfolgserlebnis ist dabei dann um so größer. Und, sind wir mal ehrlich: so richtig schief gehen kann es ja am Ende auch nicht. Was hast du zu verlieren? Rumprobieren ist angesagt und viel Mut brauchst du dazu auch nicht. Eher ein bisschen Willenskraft und ein bisschen Hirnschmalz. Oder ein gutes Rezept, wie das da unten :)

Liebe Grüße
Nico

Songlist: keine Musik. Ich habe heute noisli.com ausprobiert und mich mit einer Mischung aus Regen, Gewitter und Wasser beschallen lassen. Interessant und fördert die Konzentration.

Veggie Lasagne Low Carb - salala.de I Veggie-Lasagne in Low Carb! Total einfach, super lecker und wirklich herzhaft. Probier doch mal Lasagne OHNE Hackfleisch ;)

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Veggie-Lasagne | low carb

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Video-Link: https://youtu.be/PFE1tJUpya4
Veggie Lasagne low carb Zucchini Gemüselasagne salala.de

Vorbereitungszeit
15 Minuten
Kochzeit
35 Minuten
Gesamtzeit
50 Minuten
Portionen
4 Portionen
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Zutaten

  • 2 Zucchini groß
  • 1 Aubergine mittelgroß
  • 1 Zehe Ackerknoblauch oder 3 normale
  • 2 Schalotten
  • 100 g braune Champignons
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 10 Blätter Basilikum *
  • 3 Zweige Thymian
  • 1 Zweig Oregano
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 120 g Blattspinat frisch
  • 100 g Parmesan * oder Parmigiano Regiano
  • 250 g Mozzarella
  • 60 ml Olivenöl *
  • Salz *
  • Pfeffer *
  • Cayennepfeffer *
  • Butter * zum anbraten

Anleitung

  1. Zucchini waschen und halbieren. In ca. 2mm dicke Platten schneiden.
  2. Aubergine waschen und würfeln, gut 5mm Kantenlänge ist in Ordnung
  3. Schalotte schälen und in Scheiben schneiden
  4. Champignon und Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden
  5. Knoblauch schälen und hacken
  6. Parmesan reiben und Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.
  7. Schalotte in einer Pfanne mit einem TL Butter andünsten.
  8. Wenn die Schalotte glasig ist, Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.
  9. Auberginenwürfel zugeben und goldbraun anbraten.
  10. Mit der Dose Tomaten ablöschen und kurz aufkochen und die Hälfte des Olivenöls einrühren.
  11. Kräuter von den Stielen rupfen und grob gezupft zugeben und einrühren.
  12. Tomatensoße mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken und vom Herd nehmen.
  13. Lasagne aufschichten: 1 Lage Zucchini, etwas salzen und pfeffern. Dann etwas Parmesan darüber geben, etwas Tomatensoße, ein paar Champignons und Frühlingszwiebeln. Dann eine Hand voll Spinat verteilen und leicht festdrücken
  14. Solange weiterschichten bis alles verbraucht ist - bei uns wurden es nur zwei Schichten, das kommt auf die Fläche deiner Form an.
  15. Oben drüber die Mozzarellascheiben gleichtmäßig verteilen.
  16. Im vorgeheizten Ofen bei 170°C Umluft oder 190°C Ober/Unterhitze backen bis der Mozzarella goldbraun ist. Das hat bei uns 35 Minuten gedauert (Ober/Unterhitze).
  17. Sofort servieren und genießen.
  18. GUDN!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
503 kcal
Kohlenhydrate
14 g (netto)
Ballaststoffe
7 g
Fett
37 g
Eiweiß
30 g
Kategorie Auflauf
Art / Diät Low Carb, vegetaritsch
Autor Nico
Rezept: Veggie-Lasagne | low carb von salala.de
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