Wir und unsere Flaskas – Wasser trinken für Esoteriker?

Das Thema ist mir persönlich etwas peinlich. Wie Vroni dazu steht weiß ich nicht genau, aber ich denke, ganz ähnlich. Dazu später mehr.

Wir haben in den letzten Wochen viel über Wasser und Getränke geschrieben. Wasser trinken ist wichtig, das wissen wir alle. Und beim erreichen der korrekten Mengen hilft es auch ungemein, wenn man ein schönes und geliebtes Trinkgefäß hat. Eines, das man ins Herz geschlossen hat. Und wir haben sowas.

Als Beispiel haben wir immer unsere Flaska-Flaschen verwendet – weil es einfach so ist. Wir haben uns die Flaska-Flaschen (ohne Absprache) Weihnachten 2016 gegenseitig geschenkt. Das war ziemlich witzig, weil wir beide drauf gehofft, aber nichts abgemacht hatten.

Wir haben die Flaschen wenige Monate vorher auf der Paleo Convetion in Berlin entdeckt. Also, eigentlich hat ja der Hersteller uns entdeckt. Du weißt ja sicher, wie Messen ablaufen. Das hat so ein bisschen was von Marktscheierei.

Grade wenn wenig los ist, ist man für die Standbetreiber Freiwild. Du gehst entspannt diesen einen Gang entlang und fängst an dich umzuschauen. Die Betreiber der Messestände drehen sich langsam um und schauen dich an.

„Kundschaft!“

Aber nein, der Blick in den Augen der Vertriebsprofis sagt nicht „Kundschaft!“. Er sagt „BLUT!“ oder auch „UMSATZ!“, was in bestimmten Situationen das Gleiche ist. Messen sind solche Situationen.

Sicher, auf einer Messe zur Paläo-Ernährung und angrenzenden Interessengebieten ist alles Friede, Freude, Eierkuchen – aber letztendlich sind 90% der Leute an den Ständen Vertriebler. Und denen ist oft egal, ob sie Autos, Beef Jerky oder grünkarierte Dachrinnen verkaufen. Auch hier wieder: das Paleo-Volk ist da ein *bisschen* anders, weil einfach mehr Leidenschaft für die Sache dahintersteht, aber es geht um Geld.

Und nun haben sie Blut gewittert. Kunden, die ungeschützt den Gang entlanglaufen. Gott haben wir zu tun gehabt, damit wir einen Stand nach dem anderen besuchen und nicht alle gleichzeitig!

Interessant waren sie ja trotzdem alle irgendwie – die meisten zumindest. 3x Beef Jerky, Knochenbrühe, Sportgeräte für Crossfit und ähnliche Sportarten. Hochreiner Kaffee oder fertiger BPC – was man halt so erwarten kann. Total faszinierend und auch teilweise ziemlich überfordernd. Aber egal, wir waren da ja freiwilig.

Der – im ersten Moment – langweiliste Stand war der von Flaska. Die priesen schließlich eine Wasserflasche an, die das eingefüllte Wasser „strukturiert“, was auch immer das genau bedeutet.

Ich meine, sind wir mal ehrlich. Strukturiertes Wasser? Energetisiertes Wasser? Das ist doch Hokus-Pokus. Grenzwissenschaft, Esoterik. Schwachfug für kleine Geister, denen echte Wissenschaft zu kompliziert ist.

Also warum stehen wir an diesem Stand? Warum sprechen wir mit der Verkäuferin? Warum hören wir uns überhaupt die Argumente an? Und warum habe ich plötzlich 2 Becher Wasser in der Hand? UND WARUM ZUM TEUFEL SCHMECKT DAS EINE WASSER ANDERS ALS DAS ANDERE???

Ich glaube, ich hab deutlich klargemacht, dass ich an solchen Unfug nicht glaube. Aber ich hab das geschmeckt. Ich weiß nicht, ob man Strukturierung schmecken kann. Aber das Wasser war weicher, angenehmer. Also das eine – das andere war eindeutig Berliner Leitungswasser. Und wir haben gesehen, dass das Wasser jeweils aus der selben Quelle kam.

Es war natürlich ein Blindtest, wir haben vorher nicht gewusst, welches Wasser das „strukturierte“ Wasser war – erkannt haben wir den Unteschied aber beide.

Danach haben wir uns dann noch ein paar Facts über diesese stukturierte Wasser angehört und noch ein bisschen Small Talk ertragen (das ist nicht so unsere Stärke) und sind dann weitergegangen.

Und haben die Flaschen nach der Messe erstmal ein paar Wochen vergessen.

Was ist denn nun dieses strukturierte Wasser?

Also der Hersteller spricht viel über die Restrukturierung und Revitalisierung von Wasser. Aber was soll denn das heißen?

Die Behauptung von Flaska ist, dass Wasser auf dem Transportweg durch Rohre, Leitungen und auch in konventionellen Flaschen aus Plastik oder in normalem Glas verändert wird.

Chemisch ist es natürlich immernoch H2O, die Struktur wäre aber wohl irgendwie anders, ungeordnet. Jedenfalls nicht mehr wie Quellwasser. Das schmecke man und das hätte auch Auswirkungen auf den Organismus.

Der Hersteller behauptet zwar nicht, dass „normales“ Leitungs-, Tafel- oder Mineralwasser deswegen ungesund wäre, aber trotzdem einen Teil der positiven Wirkung des natürlichen Quellwassers verliert.

Eigene Erfahrungen will der Erfinder des TPS-Verfahrens, mit dem man das Wasser restrukturiert, in der Erdbeerzucht gemacht haben und dort durch den Einsatz von restrukturiertem Wasser die Ernte um 18% gesteigert haben.

Ausserdem werden einige Studien und Erfahrungsberichte auf der Website von Flaska genannt, die alle recht überzeugend klingen. Und dann – für einen evidenzbasierten Menschen wie mich – auch wieder nicht. Wasser ist schließlich nur H2O. Oder etwa doch nicht?

Das TPS-Verfahren

Bei diesem TPS-Verfahren, das das Wasser restrukturiert und damit das Wasser wieder dem natürlichen Zustand des Quellwassers annähert, handelt es sich um ein paar Gravuren auf der Flasche.

Das klingt nun erstmal wieder nach Humbug.

Die Flasche besteht aus recht handelsüblichem Glas und das besteht hauptsächlich aus Siliziumdioxid. Laut Maks Vrečko, dem Gründer und Entwicklungsleiter der Firma, eignet sich insbesondere Siliziumdioxid gar wunderbar für die Gravur, die die Vibration und damit die Restrukturierung vollbringt

Pratische Beweise enthält die Website in meinen Augen nicht, lediglich Berichte von Untersuchungen, von Wissenschaftlern aus aller Welt, die mir nicht bekannt sind.

Also alles Mist?

Tja. Weiß ich nicht. Ich kann keines der Argumente beweisen oder entkräften. Mein Kopf sagt, dass das wieder irgendwelches Esoterik-Zeug ist.

Mein Bauch sagt mir aber, dass an den Flaschen irgendwas dran ist und das ist eine ganz pragmatische Eigenbeobachtung.

Ich trinke definitiv MEHR als vorher und ich schmecke definitiv einen Unterschied zwischen blankem Leitungswasser und dem Wasser, das ein paar Minuten in der Flasche war. Vroni geht es genauso und sie hat das mit dem veränderten Geschmack auch bestätigt. Schon auf der Messe und auch jetzt oft genug.

Auf unsere leichtsinnige Empfehlung hin hat sich Sonja, eine regelmäßige Leserin unseres Blogs (Hallo Sonja!) und Chatterin in unsrem Discord-Channel die Flasche zugelegt und ebenda gesagt ‚Es schmeckt weicher und dieses „ihhhh Leitungswasser“ ist weg.‘. Also gibt es wohl einen subjetiven Unterschied, der nicht nur uns betrifft.

Halten wir die Flaska für eine Wunderflasche? Nein, definitiv nicht.
Können wir nachvollziehen, WAS die Flaschen tun? Auch nicht.
Merken wir, dass sie was tun? Absolut.

Und selbst, wenn das jetzt wirklich alles Hokus-Pokus ist, dann haben immernoch ein paar richtig dicke, fette Faktoren, warum sich die Flaschen für uns auf jeden Fall gelohnt haben.

* Wir trinken mehr, viel mehr. Ob Placebo-Effekt oder nicht ist total egal.
* Wir trinken NICHT MEHR aus Plastik, ergo BPA-frei. Das ist ein Vorteil, gibts nix dran zu meckern.
* Wir trinken Leitungswasser – gute 2,- € für 1000 Liter bei uns. Vorher Ware es z.B. Volvic für 30-40 Cent pro Liter
* und jetzt kommt das schönste: wir haben seit 1,5 Jahren keine Pfandflaschen mehr wegfahren müssen!

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Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2018 um 16:45 .

Ist das jetzt eine Kaufempfehlung?

Nein. Ja. Weiß ich nicht. Es ist ein Erfahrungsbericht und das Eingeständnis, dass wir keine Ahnung haben, ob da nun Fakten oder Fiktion dahinterstehen.

Ja, wir würden uns die Flaschen wieder kaufen. Wir haben ja sogar jeder zwei davon – eine zuhause und eine in der Arbeit. Wir trinken mehr, weil wir die Flaska-Flaschen sehr mögen und sie einige Vorteile haben, die wir faktisch belegen können. Wenn man dann noch ein bisschen Gutgläubigkeit drauflegt uns sich mit strukturiertem Wasser wohl fühlt, dann ist das Paket komplett.

Der wichtigste Punkt von allen ist aber, dass wir ein Trinkgefäß benutzen, das wir mögen. Nein, sogar lieben! Meine Flaska ist meine Flaska. Die geb ich nicht her, die leihe ich nicht aus. Ich mag meine orange Neoprenhülle und ich find die Eule da drauf toll.

So viel Wasserzeug!

Wenn du generell dran interessiert bist, warum wir so sehr auf der Wassertrinkerei rumreiten, dann hab ich vielleicht was für dich. Ab 13. Juni – also Mittwoch – veranstalten wir eine 5 Tage Anti-Wassermuffel Challenge auf Facebook. Völlig kostenlos, jeder darf mitmachen. Aber anmelden musst du dich schon selbst ;) Und zwar hier: https://www.salala.de/awmc

Dort gibt es 5 Tage lang kleine, leichte Aufgaben für unsere Challenge, die du in maximal 10-20 Minuten erledigt hast und wir liefern viele gute Infos, warum wir Wasser trinken SO wichtig finden.

Wir freuen uns auf dich!

liebe Grüße
Nico

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Mediterrane Hackbällchen von sandraskochblog.de

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