Zebrakuchen – Low Carb und glutenfrei

von 23. Jul 2016Kuchen11 Kommentare

Zebrakuchen Rezept Low Carb backen glutenfrei ohne Mehl salala.de Um einen Zebramuster in den Kuchen zu kriegen muss man eigentlich nicht viel tun: einen fließfähigen Teig bauen, in zwei Hälften teilen und eine Hälfte einfärben.

Zebrakuchen Rezept glutenfrei ohne Mehl salala.de
Um einen Zebramuster in den Kuchen zu kriegen muss man eigentlich nicht viel tun: einen fließfähigen Teig bauen, in zwei Hälften teilen und eine Hälfte einfärben.

Vronis Geburtstagskuchen – Zebrakuchen Low Carb

Meine Vroni hat sich zu Ihrem Geburtstag einen Kuchen gewünscht. Genauer gesagt „unter anderem einen Kuchen“, da gab’s schon ein paar weitere Dinge, die noch auf dem Wunschzettel standen… unter anderem Backzeug, wie ein eckiger Backrahmen und auch ein bisschen Computerzeug für Nerds. Und bevor jetzt komische Fragen aufkommen: ja, wir gehören beide in diese Kategorie. Sie nicht weniger als ich selber, eher im Gegenteil. Aber was habt ihr davon, wenn wir euch zeigen, wie man einen Computer mit einer SSD Festplatte aufrüstet? Möglicherweise einiges, aber darum geht’s in diesem Blog halt einfach mal nicht.

Zu Ihrem *hüstel* 24. Geburtstag *hüstel* hat Sie sich eingebildet einen Low Carb Zebrakuchen zu backen und ich durfte natürlich mithelfen, so inklusive Video und allem, wie immer. Zebrakuchen ist wohl auch einer der Klassiker, die es schon ewig gibt. Und er ist ja auch wirklich nicht schwer zu backen, das könnte ich mittlerweile wahrscheinlich auch alleine – nur darf ich das halt nicht.

Das Zebrakuchen-Prinzip

Um einen Zebramuster in den Kuchen zu kriegen muss man eigentlich nicht viel tun: einen fließfähigen Teig bauen, in zwei Hälften teilen und eine Hälfte einfärben. Üblicherweise mit Kakao, damit er schön braun wird. Dann schichtet man abwechselnd circa 2 Esslöffel immer in die Mitte einer Springform und lässt die Teigschichten bis zum Rand fließen. Dann backen und aufschneiden, optional noch eine Glasur oder einen Guss drüber. Dann wird man feststellen, dass das Ganze schöne Streifen ergeben hat. *BÄM* Zebrakuchen!

Naja und dann ergibt sich wieder eines der klassischen Low Carb Probleme: Low Carb Mehle, wie in unserm Fall Mandelmehl und Macadamiamehl verhalten sich total anders als Weizenmehl. Sie sind zum Beispiel deutlich saugfähiger, binden also deutlich mehr Flüssigkeit. Das Resultat sind zähere Teige, die einfach nicht auseinanderfließen. Zumindest nicht so bereitwillig wie ein Teig aus Weizenmehl. Die andere Herausforderung ist die Balance zwischen Flüssigkeitszugabe, Fettanteil im Teig und Konsistenz zu finden. Und zwar jeweils bezogen auf das individuell verwendete Mehl. Stark entöltes Mandelmehl beispielsweise saugt viel Flüssigkeit auf, ist oft sehr feinkörnig und bleibt relativ zäh. Dem entgegenwirken könnte man, indem man einfach mehr Wasser oder Milch zufügt, bis der Teig die gewünschte Viskosität hat. Dann kann es aber passieren, dass der Teig durch die zusätzliche Flüssigkeit zu schwer wird und der Kuchen dann speckig (oder bayrisch: spintig) wird. Wir bevorzugen dann eher die zähere Teigvariante, die man von Hand dazu überreden muss, die richtige Form anzunehmen.

Dann ist da noch die Sache mit dem Fettgehalt. Mehl mit höherem Fettgehalt hat andere Backeigenschaften und -zeiten als Mehl mit geringerem Fettgehalt, gleiches gilt für die Saugfähigkeit. Weniger Fettgehalt heißt höhere Flüssigkeitsbindung und umgekehrt. Das ist, neben Mahlgrad, also Korngröße, auch einer der gravierenden Unterschiede zwischen Mandelmehl und gemahlenen Mandeln, was im Umkehrschluss bedeutet, dass man die 100g Mandelmehl nicht einfach durch 100g gemahlene Mandeln austauschen kann. Wir tüfteln tatsächlich immer noch an einer mathematisch sinnvollen Regel, die nicht auf eine Anweisung wie „fügt so viele Mandeln hinzu, bis die richtige Konsistenz erreicht ist“ hinausläuft – sowas will ja keiner hören.

Wir können sowas für uns durchaus machen, aber in ein Rezept schreiben wir sowas nicht, das wäre einfach sinnlos.

Wie wir diesen zähen Teig am Ende doch noch in die richtige Form gebracht haben, könnt ihr im Video gut sehen. Schichten, drücken, schütteln – primitiv aber wirkungsvoll.

Mandelmehl vs. gemahlene Mandeln

Wo genau liegt nun der Unterschied zwischen den beiden? Im Prinzip ist das ganz einfach: gemahlene Mandeln sind einfach nur ganze Mandeln, die durch einen Shredder oder eben eine Mühle gejagt wurden. Normale gemahlene Mandeln dann mit Schale – kann man an den braunen Partikeln in der Masse erkennen. Weiße gemahlene Mandeln wurden vorher blanchiert und gehäutet, haben also keine braunen Partikel.

Mandelmehl dagegen ist im ursprünglichen Sinn ein Abfallprodukt der Ölpressung. Mandeln werden gemahlen und werden anschließend durch eine Ölmühle bzw. Ölpresse gedrückt, so dass sich das Fett herauspresst, wie bei jeder anderen Pflanzenölherstellung auch – vielleicht mal von Arganöl abgesehen. Das, was übrig bleibt ist der so genannte Presskuchen, also eine stark entölte bzw. entfettete Masse aus Mandeln in Form einer runden, 2-5 Zentimeter dicken Scheibe, daher die Bezeichnung „Presskuchen“. Früher waren diese Reste aus der Ölpressung dann nur als Schweine- oder bestenfalls Pferdefutter zu verwenden. In den letzten Jahren hat sich aber die Produktion verändert und sowohl Mandelöl als auch Mandelmehl sind wertvolle Endprodukte der Pressung geworden. Zum Schluss wird der Presskuchen nur nochmal fein gemahlen und dann eingetütet, oder in unserem Fall „eingeeimert“. Wir kaufen schließlich eimerweise, nicht tütenweise ;)

Wenn Ihr Fragen zu solchen Themen habt, dann stellt diese Fragen am besten in den Kommentaren – wir gehen da gern drauf ein, wenn wir können.

Sooo, wir gehen jetzt Geburtstag feiern und Ihr könnt das Video schauen oder das Rezept lesen. Auf Wunsch auch in dieser Reihenfolge.

Viel Spaß und liebe Grüße
Nico

Zebrakuchen Low Carb glutenfrei

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Zebrakuchen Low Carb glutenfrei
Ein sehr, sehr leckerer und saftiger Zebrakuchen
Vorbereitungszeit
10 Minuten
Kochzeit
50 Minuten
Gesamtzeit
1 Stunde
Portionen
12 Stücke
4.5 von 2 Bewertungen
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Zutaten

Optional

  • 100 ml Wasser * für den hellen Teig
  • 50 ml Milch * für den dunklen Teig

Anleitung

  1. Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Mehle zusammen mit dem Backpulver und der Vanille vermischen (nicht den Backkakao, den brauchen wir später)
  3. Eier zusammen mit der Süße schaumig rühren.
  4. Jetzt das Wasser und das Kokosöl dazu geben und wieder kurz verrühren.
  5. Das Mehl Esslöffelweise unterrühren.
  6. Sollte der Teig zu fest sein, dann noch etwas Wasser hinzu geben. Bei uns waren es nochmal so ca. 100 ml.
  7. Jetzt den Teig in 2 Teile teilen und die eine Hälft mit dem Backkakao verrühren.
  8. Eine 26 cm Springform einfetten oder unten mit Backpapier auslegen und jeweils abwechselnd 1-2 EL hellen und dunklen Teig in die Mitte geben.
  9. Eventuell zwischendurch mal vorsichtig nach unten drücken. Der Teig ist leider zu fest und läuft nicht von selbst auseinander.
  10. Nun einfach die Form etwas rütteln, so dass sich der Teig schön verteilt.
  11. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen für ca. 50 Minuten (Stäbchenprobe) backen.
  12. Nach dem Auskühlen kann der Zebrakuchen noch mit einer Schokoladenglasur oder einem Xuckerguss verziert werden.

Nährwerte pro Portion

Kalorien
312 kcal
Kohlenhydrate
2 g (netto)
Ballaststoffe
5 g
Fett
26 g
Eiweiß
4 g
Autor Nico
Rezept: Zebrakuchen Low Carb glutenfrei von salala.de
Danke für's nachmachen.
Wenn's Dir geschmeckt hat, darfst Du gerne einen Kommentar auf salala.de schreiben.
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