Chaffle-Burgerbrötchen mit Smashburgern!

von 09. Nov 2019Fleischiges1 Kommentar

Chaffles als Burgerbrötchen, neue Mayonnaise, eine Empfehlung für Low Carb Ketchup UND Smashburger. Wir lassen es uns heute aber so richtig krachen. Mach mit, es lohnt sich.

Chaffle-Burgerbrötchen

Es ist mir schon fast peinlich, aber die Chaffles sind am heutigen Beitrag tatsächlich der uninteressanteste Teil. Es sind nach wie vor Waffeln aus Mozzarella und Ei, sie sind nach wie vor lecker und auf vielfältige Weise verwendbar.

Das ist eigentlich nicht langweilig, nicht mal wirklich unspektakulär – außer du isst seit Wochen nur noch Chaffles. Aber der Rest ist heute so viel mehr! Für mich zumindest :)

Aber nochmal zusammengefasst: die Chaffles machen sich wunderbar als Burgerfesthaltegerät. Sie suppen so viel oder wenig durch, wie jede andere Art „Sandwichbrot“ und sie schmecken echt gut. Keto ist ja sowieso recht käsig und eiig (darf man das so sagen?) und die Chaffles bringen weniger Carbs mit als jede Alternative, die ich mir vorstellen kann.

Außer nackige Burger, das geht natürlich.

Wir haben heute noch ein kleines bisschen mit zusätzlichen Gewürzen gepimped, aber das ist schwer optional. Etwas Knoblauchpulver und etwas Pizzagewürz fanden wir für den heutigen Zweck angemessen, aber das kannst du natürlich jederzeit selbst anders entscheiden ;)

An der Mayo rumgefummelt

Wir haben ja schon ein Rezept für selbstgemachte Mayonnaise. Machen immer mal wieder – mit verschiedenen Ölen und zu meinem Leidwesen muss ich gestehen, dass sie mir mit Raps- oder Sonnenblumenöl am besten schmeckt. Neutral und nicht bitter.

Nur sprechen wir uns ja oft und mit wachsender Begeisterung gegen beides aus. Gegen Sonnenblumenöl, weil es eine Omega 6 Bombe ist und gegen Rapsöl, weil das Zeug eigentlich gar nicht so richtig für menschlichen Verzehr geeignet ist… wegen Brommethan und all so Dinge.

Trotzdem machen wir die manchmal mit einem der beiden. Nicht oft und auch nur in Teilen, aber dennoch.

Das Problem mit der Olivenöl-Mayonnaise ist nämlich (für mich!), dass sie bitter bis scharf schmeckt. Ich bin mir nicht 100 % sicher woran es liegt, aber vermutlich einfach daran, dass Olivenöl einfach nicht eben geschmacksneutral ist und ein gutes auch mal ein bisschen rass sein kann.

Mein letzter Versuch, einen Kompromiss zwischen gesund und lecker zu finden, war eine Kombi aus Raps- oder Sonnenblumenöl, Leinöl, Olivenöl und MCT-Öl. Alles zu gleichen Teilen. Und natürlich die restlichen Zutaten, die man für die Mayo braucht: Ei, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer.

Das war recht ok, aber eigentlich komplizierter als mir recht ist. 4 Öle? Die muss man erstmal vorrätig haben und irgendwie wirkt das für mich auch ziemlich gekünstelt.

Ist das Mayonnaise oder nur „so ähnlich“?

Mein heutiger Versuch besteht aus einem Eigelb (kein Vollei), 50 g Leinöl, 50 g Olivenöl und 50 g Frischkäse. Rest wie gehabt. Zusammenschütten, pürieren und fertig. Optional noch ein paar total fein geschnittene rote Zwiebelwürfelchen mit rein, ungefähr einen Esslöffel auf diese Menge (hab ich gemacht, war toll).

Diese Mayo ist pur immer noch ein wenig bitter, in Verbindung mit Burger und Toppings aber echt richtig lecker.

Genauso wichtig: wir verwenden gute Fette dafür.

Leinöl ist fast pures Omega 3. „Nur“ Alpha-Linolensäure und damit nicht so super zu EPA und noch weniger zu DHA umwandelbar, aber besser als irgendwelche Omega 6 Säuren, die das Verhältnis weiter ungünstig verschieben.

Olivenöl ist eine gute Mischung aus einer moderaten bis kleinen Menge Omega 6 und viel Omega 9 Fettsäure, in diesem Fall Ölsäure – einer einfach ungesättigten Fettsäure. Dazu ein paar gesättigte Fette, die ja mittlerweile rehabilitiert sind. Dass Olivenöl gesund ist, wissen wir ja schließlich.

Der Frischkäse bringt etwas Fülle in die Textur und rundet den Geschmack ab, das macht sich für meinen Gaumen sehr gut.

Und trotzdem muss ich mich fragen: ist es eine Mayonnaise? Eigentlich ja nicht so richtig. In der Lebensmittelindustrie würde man das wahrscheinlich als „Mayonnaise-Zubereitung“ bezeichnen.

Ich nenns jetzt einfach mal „geile Burgersauce“.

So.

Scharfes Rhabarber-Ketchup von Sabine

Unverhofft kommt ein Päckchen daher, lustigerweise gerade heute.

Wir waren ja vor ein paar Wochen bei Panifactum zu Gast, beim Chef im Partykeller. Zusammen mit noch ca. 15 anderen Menschen – Blogger, Low Carber, Ernährungs- und Gesundheitsberater wie wir oder einfach ambitionierte und engagierte Communitymitglieder aus verschiedenen Facebookgruppen. Unter anderem eben auch Sabine Faas, die Betreiberein von LowCarb-Leckereien.de.

Sabine hat bei diesem Low Carb Treffen unter anderem ein paar ihrer Saucen mitgebracht – auch scharfes Ketchup. Offensichtlich hab ich laut genug kundgetan, dass das auf den Burgern, die Matthias zubereitet hat, gar wunderbar geschmeckt hat.

Jedenfalls kam heute ein kleines Carepaket von ihr bei uns an, unter anderem mit dem scharfen Ketchup. War nicht geplant und sie weiß auch nicht, dass wir das heute (gestern) direkt im Video und im Blogpost verwenden, aber sie hat bestimmt nix gegen ein bisschen kostenlose Werbung :)

Das hier: https://lowcarb-leckereien.de/saucen-co/26-rhabarber-ketchup-scharf.html paar sich wunderbar mit unserer neuen Burgersauce.

Das große Finale: Smashburger

Was ist denn das schon wieder?

Normalerweise formt man Burgerpatties ja zu… Patties. Scheiben aus Rinderhackfleisch mit etwas Pfeffer, die je nach persönlichem Geschmack mal etwas mehr oder weniger dicht gepackt in eine heiße Pfanne oder auf den Grill kommen. Salz kommt erst hinterher drauf, weil wenn man es mit einarbeitet kann sich der Burger beim Braten aufblähen und außerdem mehr Flüssigkeit verlieren als nötig.

Der optimale Burger ist locker und saftig, außen dagegen eher ein bisschen knusprig. Das ist gar nicht SO einfach hinzubekommen. Wenn du nicht heiß und schnell genug brätst, auf dem Grill die Fleischsäfte und das Fett wegtropfen lässt oder den Burger zu dicht packst, dann wird leider recht schnell ein wenig geschmackvoller, grauer Fleischdiskus daraus. Nicht lecker.

Die Smashburger-Technik löst das.

Funktionert folgendermaßen:

Du nimmst dir eine Pfanne und machst sie so heiß, wie dein Herd das zulässt.

Optimal ist eine gußeiserne Pfanne ohne Beschichtung oder eine aus Edelstahl. Und um Gottes willen KEINE Grillpfanne – du brauchst glatten Boden. Dazu einen eher dünnen Bratwender, mit dem du in der Pfanne kratzen kannst.

Eine beschichtete, glatte Pfanne geht auch, aber dann brauchst du nach Möglichkeit einen scharfen Kunststoff-Bratwender, damit du deine Pfanne nicht zerstörst.

Ein bisschen Butterschmalz oder ein anderes hitzestabiles Bratfett reingeben und gut verteilen.

Jetzt nimmst du dir eine handvoll ungewürztes Rinderhack, schön locker, machst einen luftigen Ball daraus und legst ihn mitten in die Pfanne. 120-180 g sind eine gute Menge, mehr wird schwierig zu handhaben und weniger ist kein Burger, sondern ein Witz.

Mit einem Plattiereisen oder dem angesprochenen Bratwender drückst du das Hack jetzt mit Gewalt platt. Daher kommt auch der Name. Das englische Verb „to smash“ bedeutet etwa „zerdeppern“, „kaputtschlagen“ oder eben hier passend auch quasi plattklopfen oder zerquetschen. Das sollst du jetzt machen. Quetsch das Fleisch platt.

Das Patty darf gerne unter 1 cm dünn werden, dafür relativ breit. Burger leiden sowieso oft an zu geringem Durchmesser, gemessen an den verwendeten Brötchen. Also immer fest druff, schön ausbreiten.

Ein wenig Salz und Pfeffer drauf und bei größtmöglicher Hitze braten, bis auf der Oberfläche der Fleischsaft austritt. Das sollte nicht länger als 50-70 Sekunden dauern. Wenn es doch länger dauert, dann war das Fleisch noch zu dick oder die Pfann zu kalt. Wenn es heiß genug war, ist das Fleisch unten versiegelt und hält gut zusammen.

Jetzt das Patty vom Pfannenboden lösen. Richtig abkratzen, so dass das Fleisch ganz bleibt, richtig abschaben und umdrehen.

Die gebratene Seite nochmal salzen und pfeffern und etwas fein geriebenen Käse darübergeben. Falls du hast, kannst du einen Deckel auf die Pfanne geben und für eine weitere Minute bei großer Hitze braten, bis der Käse geschmolzen ist.

Und servieren.

Jetzt sind die Säfte und das geschmolzene Fett im Burger eingeschlossen, das Ding ist also saftig. Die hohe Hitze hat außerdem die Oberfläche leicht karamellisiert und richtig knusprig gemacht. UND du hast geschmolzenen Käse drauf.

Wenn du es so richtig ernst meinst, dann machst du das mit 2 Portionen gleichzeitig und stapelst die beiden zum Doppeldecker, bevor du ein Burgersandwich daraus machst.

Normalerweise bin ich etwas skeptisch, was solche neuen Trends anbelangt. Burger waren schließlich in den letzten Jahrzehnten gut und warum sollten wir die jetzt ändern?

Aber die Idee des Smashburgers war für mich sofort logisch und sympathisch. Und das auch völlig zurecht, diese Burger sind einfach der Hammer.

In Verbindung mit den anderen, oben genannten Zutaten sowieso. Wir waren schwer beeindruckt.

Und du wirst das auch sein, das verspreche ich dir.

Liebe Grüße,
Nico

Chaffle Burgerbrötchen mit Smashburgern!

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Hast du schon mal Smashed Burger versucht? Einfach Hackfleisch in die Pfanne und platt drücken. Schmeckt super lecker und ist total knusprig. Und wenn den Smash Burger auch noch als Chaffle Burger bastelst, dann hast du den perfekten Keto Burger. Versprochen.
Smashburger sind super-saftig und knusprig, Chaffles als Burgerbrötchen sind super-keto, lecker und schnell gemacht. Gehts noch besser? Ja, mit der neuen Burgersauce, die hier AUCH noch mit drinsteckt!
Kochzeit
15 Minuten
Gesamtzeit
15 Minuten
Portionen
1 Burger
5 von 1 Bewertung
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Zutaten

Burger

Chaffle

Burgersauce (Menge für 1 Burger; wir bereiten mindestens die doppelte Menge zu)

Toppings

  • 2 EL Rhabarber-Ketchup lowcarb-leckereien.de oder anderer Ketchup ohne Zucker
  • 2 Scheiben Tomaten
  • 2 Scheiben rote Zwiebel
  • 4 Scheiben Gurke
  • 4 Scheiben Frühstücksspeck
  • 1 großes Blatt Eisbergsalat z.B. fein geschnitten
  • andere Toppings nach Wahl

Anleitung

„Brötchen“ backen

  1. Chaffle nach Grundrezept zubereiten: alle Zutaten gut verrühren und im Waffeleisen ausbacken. Die Menge reicht für zwei Stück, Deckel und Boden.

Belag und so

  1. Toppings vorbereiten: Tomaten-, Zwiebel- und Gurkenscheiben schneiden und Salat nach deiner Wahl schneiden (wir mögen feine Streifchen).

Die neue Mayo

  1. Burgersauce zubereiten wie unsere Mayonnaise: Eigelb und alle anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Zauberstab pürieren, bis eine feste Emulsion entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, optional gern auch Cayennepfeffer.

Burger und Bacon braten

  1. Währen der Burger brät: Chaffles nach persönlichen Wünschen mit Toppings und Saucen belegen und bestreichen.
  2. Wenn du möchtest, kannst du die Zwiebelscheiben auch mitbraten (wir mögen das). Den Bacon ebenfalls mit in die Pfanne geben und einfach herausnehmen, wenn er für dich knusprig genug ist.
  3. Burger nach der Smashburger-Technik braten, steht nochmal im Blogtext ausführlich: Hack als lockeren Ball in eine sehr(!!) heiße Pfanne (KEINE Grillpfanne mit Rillen!) mit etwas Fett geben und plattdrücken (unter 1 cm dick).
  4. Von oben salzen und pfeffern. Braten bis oben Fleischsaft austritt, ca. 50-70 Sekunden.
  5. Dann sofort mit einem für diese Pfanne geeigneten Bratwender vom Pfannenboden lösen und umdrehen. Andere Seite salzen und pfeffern und mit dem gerieben Käse bestreuen.
  6. Wenn vorhanden: Deckel auf die Pfanne bis der Käse geschmolzen ist.
  7. Jetzt aus der Pfanne nehmen und den Burger fertig zusammenbauen.
  8. Sofort servieren, aber bitte nur dir selber. Es ist nur einer, da wird nicht geteilt!
  9. GUDN!

Nährwerte pro Portion

Kalorien
1367 kcal
Kohlenhydrate
4 g (netto)
Ballaststoffe
0 g
Fett
124 g
Eiweiß
59 g
Kategorie Burger, Fast Food, Fleisch, Keto
Art / Diät keto, ketogen
Keyword Keto Burger, Keto Chaffle Burger, Smash-Burger mit Chaffle-Burgerbrötchen
Autor Nico
Rezept: Chaffle Burgerbrötchen mit Smashburgern! von salala.de
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