Konjaknudeln aus Konjakmehl einfach selber machen
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Konjaknudeln aus Konjakmehl einfach selber machen

gehören bei vielen Ketariern und Low Carbern fest in den Speiseplan. Wir haben sie jahrelang gemieden, weil wir einfach keine gefunden haben, die uns gepasst haben. Mit den Konjakprodukten von Shileo hat sich das deutlich verändert. Super Konsistenz und kein unangenehmer Nachgeschmack. 

Und jetzt, da Konjaknudeln zurück in unseren Fokus gerückt sind, hat uns logischerweise die Frage verfolgt, wie man Shirataki- bzw. Konjaknudeln selbst machen kann. Was uns zum heutigen Beitrag bringt.

Die Basics: wie macht man Konjaknudeln selber?

Sobald du mal an Konjakmehl oder besser an Glucomannan gekommen bist, ist es eigentlich relativ einfach. 

Im Prinzip machen wir uns bei Konjaknudeln die unglaubliche Bindefähigkeit des Ballaststoffs Glucomannan zunutze. In einem älteren Beitrag zur Reispfanne mit Gemüse hab ich mich schonmal ein bisschen darüber ausgelassen und beschrieben, was dabei ungefähr passiert. 

Kurz zusammengefasst: Glucomannan ist in der Lage sehr viel Wasser zu binden und daraus ein Gel zu formen, nämlich mit einem Verhältnis von 50:1 im Fall des reinen Ballaststoffs. 

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Das allein reicht aber noch nicht ganz um die Nudeln zu machen, weil diese Mischung zwar recht zäh, aber nicht hitzestabil ist. Du kannst sie zwar kochen, aber hast dann halt hinterher Konjakbrei. 

Glücklicherweise ist die Stabilisierung der Nudeln relativ einfach. Ich weiß (noch) nicht genau warum, aber das Gel wird stabiler, wenn man es ein paar Minuten in Wasser mit erhöhtem pH-Wert kocht. Erhöhter pH-Wert heißt, das Wasser soll alkalisch/basisch sein und nicht sauer. Nach dem was ich mir so angelesen habe, ist ein Wert von 9-10 wohl erstrebenswert, aber ich muss zugeben, dass wir nicht nachgemessen haben. 

Die einfachste Möglichkeit das Wasser alkalischer zu machen, ist Kalk. Kennt man ja von zuhause auch. Um herauszufinden, wie “kalkig” das heimische Leitungswasser ist, misst man den pH-Wert oder die Wasserhärte. Je höher der pH-Wert, desto mehr Kalk oder andere Alkalimetalle wie Magnesium sind im Wasser enthalten. 

Wir nutzen dafür einfach lebensmittelechtes Calciumhydroxid * *, auch bekannt als gelöschter Kalk, um eine schwach alkalische Lauge zu erzeugen. Oder einfach: Kalkwasser. 

Natürlich vorkommendes Kalkwasser wie zum Beispiel Wasser aus einer Quelle in einem Kalksteingebirge war vermutlich auch das der Grund für die Zufallsentdeckung vor hunderten von Jahren, die zu stabilisierten Shirataki- oder Konjakprodukten geführt hat. 

Nochmal kurz zusammengefasst: du machst Kalkwasser, bindest es mit Kojankmehl, bringst es in Nudelform und kochst das Resultat ein bisschen. Das Ergebnis bleibt dann ziemlich formstabil, aber angenehm essbar.

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Ist selbst gemacht besser als gekauft?

Was du lieber magst, ist sicherlich individuell. Die selbstgemachten Nudeln sind anders und kommen nicht ganz an die von Shileo ran, aber wir mögen sie lieber als die meisten anderen, die wir bisher probiert haben. 

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Der Herstellungsprozess von Shileo ist ja doch noch etwas komplexer, da hier noch kleine Mengen Tapioka enthalten sind und die Nudeln außerdem getrocknet werden. Ich weiß nicht ob das zuhause realistisch machbar wäre, aber allein die Idee die Nudeln selbst zu trocknen kommt mir schon arg aufwändig vor.

In Bezug auf Geschmack und Textur ziehen wir nach wie vor die Produkte von Shileo vor, die Selbstgemachten kommen aber auf einen guten zweiten Platz. 

Der Kostenfaktor: wie viel billiger ist selber machen?

Eines muss man ganz objektiv sagen: Konjakprodukte sind teurer als normale Getreidenudeln oder Reis. Das ist einfach so, da gibts nix wegzudiskutieren. 

Eine verzehrfertig gekochte Portion Konjaknudeln oder -reis von 200 g liegt bei etwas unter 3,- € und variiert ein wenig nach Marke. Bei Shileo sind es etwa 2,70 €. 

Verglichen mit Getreidenudeln oder -reis ist das totaler Wahnsinn. Ein Kilo Basmatireis kostet vielleicht 2,- € und ergibt locker flockig 3 kg essbares Produkt. Hartweizengrießnudeln liegen bei um 1,- € pro kg nd ergeben gekocht auch etwa 2 kg Essen. Hier kann man nichts schönrechnen und uns bleibt wirklich der Blick auf die gesundheitlichen Faktoren, nämlich die eingesparten Kohlenhydrate. 

Oft sind 20-30€ Zusatzkosten im Monat für solche Produkte ein Preis, den man bereitwillig  für die eigene Gesundheit zahlt. Wenn man kann. 

Es gibt aber auch in Deutschland zu viele Menschen, bei denen 20-30€ zusätzliche Lebensmittelkosten pro Monat einfach nicht egal oder überhaupt möglich sind. 

Wer schon mal ALG 2 bezogen hat, weiß was ich meine. Da ist kein Platz für irgendwelche Extrawürste. 

Sind die selbstgemachten Konjaknudeln eine ökonomische Alternative? Kann man zum Glück total einfach ausrechnen. 

Für 250g selbstgemachte, essfertige Konjaknudeln brauchen wir 240 ml Wasser, 12 g Konjakmehl und 0,3 g Calciumhydroxid. 

250 g Konjakmehl *kaufen wir bei Shileo für 11,90 €. 
250 g Calciumhydroxid *haben wir bei Amazon für 7,90 € bestellt. 
1 Liter Leitungswasser kostet ungefähr 0,002 €, nur der Vollständigkeit halber.

Wir benötigen 12 g Konjakmehl für 0,57 € und 0,3 g Löschkalk für knapp unter 1 Cent. Selbst wenn wir noch die (variablen) Energiekosten aufschlagen, landen wir nur bei 60-65 Cent Gesamtkosten für 250 g selbstgemachte Konjaknudeln. 

Das ist immernoch mehr als normale Nudeln oder Reis, aber deutlich weniger als fertig gekaufte Konjakprodukte und damit durchaus ein gutes Argument öfter mal zur gesünderen Alternative zu greifen, auch wenn das Geld etwas knapper sein sollte. 

Selbermachen IST also definitiv eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative für jeden, der wirklich aufs Geld schauen muss und/oder viel davon essen möchte. 

Oder für alle in Experimentierlaune, wir haben nämlich noch so einiges damit vor und ich grübel schon eine Weile an Lasagneplatten rum… wir werden sehen :)

liebe Grüße
Nico

Konjaknudeln aus Konjakmehl einfach selber machen

Konjaknudel selbstgemacht aus Konjakmehl

NicoNico
Konjaknudeln oder Shiratakinudel aus Konjakmehl einfach zuhause selber machen. Das ist unser Basisrezept für Konjaknudeln.
4.75 von 12 Bewertungen
Zubereitung 20 Min.
Gesamt 20 Min.
KategoriePasta
Typketogen, Low Carb
Portionen 1 Portion
Kalorien 25.3 kcal

(Nährwerte pro Portion)

Kohlenhydrate 0.9 g
Protein 0 g
Fett 0 g

Equipment

Zutaten
  

Anleitungen
 

  • In einem mittelgroßen Kochtopf 2-3 Liter Wasser aufkochen.
  • 0,3 g Calciumhydoxid (das ist ca. 1/4 gestrichener TL) im Wasser auflösen
  • Konjakmehl dazugeben (am besten mit einem Teesieb) und sofort mit einem Schneebesen kräftig rühren, bis sich ein schnittfestes Gel gebildet hat und möglichst keine Klümpchen mehr übrigbleiben.
  • Durch eine Kartoffelpresse oder einen Pastamaker ins Kochwasser pressen und 15 Minuten lang kochen, dabei öfter mal rumrühren, dann kleben die Nudeln weniger zusammen.
  • Nach 15 Minuten durch einen Sieb gießen, abtropfen lassen und servieren.
  • Alternative in Wasser legen und im Kühlschrank aufheben. 2-3 Tage

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Diät Diabetiker, glutenfrei, kalorienarm, Vegan, Vegetarisch
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Letzte Preisaktualisierung: 7.05.2021 um 05:02 Uhr / Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein. / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

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3 Kommentare

  1. Hallo,
    beim Rezept heißt es bei den „Zutaten“ 240 ml Wasser,
    bei der „Anleitung“ steht dann 2-3 Liter Wasser und da
    rein kommt das Calciumhydoxid und dann das Kojakmehl!
    Wieviel Wasser soll denn nun genommen werden?
    Gruss Max

    1. Die Konjakmasse, aus der du die Nudeln machst, besteht aus den genannten Zutaten , eben 240ml Wasser + Konjakmehl und Löschkalk. Das ergibt diese relativ feste Konjakmasse, die du durch die Nudelpresse drücken IN das Kochwasser drückst, in dem sie dann 15 Minuten gekocht werden, damit sie fest werden. Das Kochwasser (wie beim Nudeln kochen) sind die 2-3 Liter.

      Hilft das? Ggf. auch gern ins Video schauen :)
      lg
      Nico

  2. Vielen Dank für eure tollen Tips. Ich bin gerade erst dabei , low carb anzufangen und finde es super, dass ich nach und nach Rezepte ausdrucken kann. Besonder super, dass man unterschiedliche Portionen eingeben kann. Spitze!