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Zudeln Carbonara - Italienischer Klassiker in neuem Kleid - salala.de

Zudeln Carbonara oder Spaghetti Carbonara low carb

Carbonara ist eines der klassischen italienischen Spaghettigerichte, in der Bekanntheit und Beliebtheit vermutlich gleich hinter Bolognese.

Die Spaghetti Carbonara findet man echt in jedem italienischen Restaurant und in jeder deutschen Küche. Es ist halt schon irgendwie die einfachste Möglichkeit Italo-Flair auf den Tisch zu bekommen.

Spaghetti Carbonara, Essen aus dem Kohlenkeller

Die Carbonara sind ein Gericht, das als traditionelles Mittagsmahl der Köhler und Minenarbeiter galt. Mit einfachen Mitteln schnell erledigt und dann ist da noch der schwarze Pfeffer.

Der Pfeffer hat wirklich eine Bedeutung, typisch italienische Sentimentalität. Die schwarzen, gemahlenen Pfefferkörnchen, die vor dem Servieren auf die Carbonara gestreut werden, symbolisieren den Kohlenstaub, mit dem die Köhler und Kumpel den ganzen Tag leben müssen. Sowas muss man nicht wissen, ist aber trotzdem sehr informativ.

I’m fun at parties.

Ausländisches Essen in inländischen Küchen

So wie die Carbonara hat internationale Küche in den meisten deutschen Haushalten Einzug gehalten. Mit Sicherheit die Hälfte aller Gerichte, die auf den Tisch kommen, haben ausländische Wurzeln.

Das beginnt bei den italienischen Klassikern – allen voran natürlich die Pizza, Bolognese und Carbonara.

Türkisches Essen findet sich mehr als Fast Food in Form von Döner, Kebap und Lahmacun.

Die französische Küche ist sowieso überall vertreten, weil dort ja die Basis der gehobenen Küche liegt, egal ob feine Soßen oder alle möglichen Braten, Aufläufe und Schäumchen.

Asiatische Fusionsküche kommt aber genau so aus den deutschen Küchen wie skandinavische Gerichte und US-Amerikanisch inspiriertes Soulfood.

Ich finde das gut – je vielseitiger desto besser. Was meinst du? Verdirbt ausländische Küche unsere inländische Küche oder findest du internationale Fusionküche auch so genial wie ich?

Zucchini als Allzweckwaffe

Ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viele Zucchini gegessen wie in den letzten 3 Jahren. Zucchini – in jeder Form – sind eine der Wunderwaffen in der Low Carb-Küche. Man kann irgendwie alles damit machen.

Man kann sie sogar falsch aussprechen. Vor ein paar Wochen hat mich jemand an der Supermarktkasse gefragt, was ich denn mit den „Suschinen“ kochen will. Ich war aus mehreren Gründen leicht baff:

  • Wie zum Geier kommt der Mann drauf, dass die Dinger „Suschinen“ heißen?
  • Warum spricht der mich an? In Deutschland zahlt man an der Kasse. Smalltalken kannst du in den USA beim einkaufen!
  • Warum geht der betrunken einkaufen (konnte man nicht falsch interpretieren, nicht mal mit Schnupfen)?
  • Hat er erwartet, dass ich ihm ein Kochrezept mit Zucchini erzähle?
  • Tatsächlich hab ich Gurken gekauft.

Aber abgesehen davon, dass Zucchini offensichtlich für Gesprächsstoff sorgen können, kann man sie wirklich sehr vielseitig einsetzen.

  • als Gemüseilage in der Pfanne
  • gefüllt
  • gegrillt
  • als Zudeln (Zucchini-Nudeln)
  • als Salat
  • Zucchinipuffer
  • Pürree
  • Suppe
  • als Lasagne oder Auflauf
  • überbacken

Und vieles mehr. Ich hab jetzt schon wieder spontan mindestens 5 neue Rezeptideen, die sollte ich irgendwo aufschreiben.

Gesund und leicht

Die häufige Verwendung der Zucchini hat auch nährwerttechnische Gründe, man kann irgendwie nicht zuviel davon essen.

19 kcal pro 100g sind quasi nichts, das ist nur unwesentlich mehr als bei Gurken. Mit 0,3g sind sie quasi fettfrei – was auch der Hauptgrund für die wenigen Kalorien ist. 3,1g Kohlenhydrate und davon dann noch 1g Ballaststoffe pro 100g machen die Zucchini in den Carbonara echt zum perfekten Ersatz für echte Spaghetti.

Dank des hohen Wassergehaltes von über 93% braucht man sich allerdings auch nicht über Vitamine und Spurenelemente Gedanken machen – da ist nicht mehr viel Raum für Nährstoffe. Ja, die Zucchini sind gesund, aber wenn du den ganzen Tag nur Zucchini essen würde, würdest du am Ende vermutlich trotzdem verhungern und vorher viele verschiedene Mangelerscheinungen haben ;)

Trotzdem, kein Grund drauf zu verzichten – Zucchini sind die perfekte Sättigungsbeilage und außerdem noch gut zu verdauen. Perfekt für alle, die mit Kohlsorten und anderen gängigen Low Carb-Gemüsen eher Probleme haben.

Reisevorbereitungen

Da wir morgen (Mittwoch) nach Prag fahren und am Tag der Veröffentlichung dieses Rezepts grade auf der Rückreise sind, steht heute noch packen auf dem Plan. In 10 Stunden sitzen wir im Auto und fahren, d.h. jetzt ist echt mal wieder Last-Minute Reisevorbereitung angesagt.

Deswegen ist dieser Artikel wieder mal etwas kürzer geraten. Aber das Rezept folgt ja trotzdem noch, jetzt – da unten ;)

Ach, deswegen gibt’s heute auch keine richtige Songliste, keine Zeit! Wenn es dich interessiert, dann hör quer durch folgende Interpreten: Hyannis Sound, Vanderbilt Melodores, VoicePlay, Awaken A Capella, AcaBelles, The Darmouth Aires, Harvard Opportunes, Voices in Your Head, Peter Hollens, Pentatonix, Home Free, 7 Days A Capella, The Whiffenpoofs, On The Rocks und The Clef Hangers. Und Tommy Emmanuel.

liebe Grüße
Nico

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Zudeln Carbonara - low carb

Art / Diät italienisch
Autor Nico
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Gesamtzeit 30 Minuten
Portionen 4 Portionen
Nährwerte pro Portion
Kalorien 572 kcal
Kohlenhydrate 11 g (netto)
Ballaststoffe 3 g
Fett 47 g
Eiweiß 27 g

Zutaten

  • 3 Zucchini Gelbe sehen toll dafür aus
  • 4 Eier
  • 100 g Speck
  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 200 g Sahne *
  • 100 g Schmand
  • 80 g Parmesan *
  • Salz *
  • Pfeffer *
  • 80 g Serrano-Schinken optional

Anleitung

  1. Zucchini waschen und mit dem Spiralschneider zu Spaghetti-Zudeln verarbeiten.
  2. Speck würfeln, Schalotten schälen und in feine Scheibchen schneiden. Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Parmesan fein reiben.
  3. Eier mit Sahne, Schmand, einer Hand voll Parmesan und etwas Salz und Pfeffer gut verquirlen.
  4. Speck in einer großen Pfanne ohne Fett anbraten. Viel Hitze, der Speck soll knusprig werden.
  5. Wenn der Speck halbfertig ist können die Schalotten und etwas Fett (Butter, Butteschmalz) zugegeben werden.
  6. Wenn die Schalotten leicht Farbe angenommen haben solle auch der Speck fertig sein. Dann die Zudeln zugeben unter viel rühren mit anbraten. Bitte achte darauf, dass die Zudeln wirklich angebraten werden und wirklich warm werden. Knoblauch einrühren.
  7. Wenn die Zudeln etwas weicher sind und auch gut warm sind, Ei-Sahne-Gemisch zugeben. Hitze auf ein Minimum reduzieren, das Gemisch soll nicht kochen, sonst gibt es Rührei!
  8. Ein paar Minuten ziehen lassen, die Soße wird dabei etwas andicken.
  9. Optional: Serrano-Schinken in Fetzen unterheben.
  10. Auf dem Teller mit Parmesan und etwas schwarzem Pfeffer garnieren.
  11. GUDN!
  • Gezudelt, gekocht, gegessen und für super lecker befunden.
    Mir persönlich war die Soße etwas zu viel. Zwei Zucchini und die halbe Soßenmenge. Aber lecker.

  • Hallo ihr zwei,
    Würde gerne mehr über eueren spiralschneider erfahren. Hab mir wohl zwischenzeitlich einen gekauft, aber das wird nicht so wie ich mir das vorstelle.
    Gruss Jeannette

    • Hallo Jeanette,

      was ist denn dein Problem mit deinem Spiralschneider? Wir haben den einen Lurch, der funktioniert super. Ich glaube wir machen mal ein Tutorial-Video für das Gerät, das wir da nutzen, vielleicht hilft dir das.
      Den Link zu unserem hab ich dir hier mal mit reingepostet, vielleicht magst du ihn dir mal anschauen: http://amzn.to/2s2kYVY

      liebe Grüße
      Nico