Keto ist schlecht für die Nieren!? und weitere Themen – Let’s talk #2 vom 21. August 2019

von 23. Aug 2019Basiswissen Low Carb, Blog, Fortgeschrittenes Low Carb Wissen0 Kommentare

Transkript für die vom 21.08.2019

Heute haben wir ein paar spannende Themen für dich, unter anderem: „Ist Keto schädlich für die Nieren“ oder wie ist es denn für Kinder? Das und mehr…. da unten ;)

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Ist Low Carb für Kinder OK? (Michi)

Frage
[…]Doch wir haben auch einen ganz tollen und lieben 11 jährigen Sohn. Bei ihm bin ich so unsicher was ich machen soll. Low Carb? Normal? Ganz andere Richtung? Ich habe Angst ihm könnte mit LC etwas fehlen, weiß aber auch, dass konventionell auch nicht optimal ist […]

[…] ich koche jeden Tag frisch mit viel Gemüse und Salat aus dem eigenen Garten. Zusammen mit verschiedenem Fleisch, Geflügel oder Fisch und mal ganz ohne gibt’s hier jeden Tag was anderes. Mein Sohn isst alles mit. Momentan koche ich ihm Reis, Kartoffeln oder Nudeln dazu. Wobei ich da eben nicht weiß ob es auch ohne gehen würde. Mein größtes Problem ist das Backen. Wie sieht es mit Erythrit oder Xylit bei Kindern aus? Oder wenn z.B. Eiweißpulver in Waffen oder Pancakes soll? Dürfte er das essen? Denn solche Dinge immer doppelt zu machen ist viel Aufwand. […]

Unsere Antwort (Vroni)
Bei Kindern spricht nichts gegen Low Carb Ernährung – immer davon ausgehend, dass der Kleine einen normalen Stoffwechsel hat und nicht irgendwelche ganz spezifischen Unverträglichkeiten, die LC oder Keto auch bei Erwachsenen schwierig machen würden.

Mangel entsteht ganz sicher nicht, da wir uns ja tendenziell reichhaltiger ernähren als „Normalesser“. Wir lassen nur nicht essentielle Kohlenhydrate weg, die aber sowieso niemand braucht. Du schreibst ja schon selbst, dass du reichhaltig frisches Gemüse reichst und das dann auch noch aus dem eigenen Garten. Insofern brauchst du dir absolut keine Gedanken zu machen.

Genau so verhält es sich mit Xylit und Erythrit: Kinder vertragen beides so gut wie Erwachsene, aber auch mit den selben Einschränkungen. Zu schnell zuviel davon kann (und wird) zu Blähungen und Durchfall führen. Insofern raten wir dazu besonders Xylit (Erythrit ist weniger reaktiv) langsam einzuführen.

So wie alle Süßungsmittel sollten auch Zuckeralkohole nicht täglich verzehrt werden und süße Speisen sollten mindesten aus metabolischer Sicht eher die Ausnahme sein. Was die erzieherische Seite anbelangt wollen wir als kinderloses Paar aber nicht reinreden, mangels Erfahrung.

Wir können uns aber vorstellen, dass es sicher hilfreich wäre kein Lebensmittel komplett auszuschließen, sondern einen gesunden Umgang mit den Mengen beizubringen: hiervon viel (Gemüse, gutes Fleisch), von anderem eher wenig (stärkehaltige Lebensmittel) und weiteres nur als Ausnahme (Zucker und die üblichen Süßigkeiten).

Vermutlich hilft das, einen gesunden und vor allem unverkrampften Umgang damit herzustellen? Hoffen wir jedenfalls :)

Schilddrüsenhormone und Abnehmen (Kleine Klinge)

Frage
Wie wirken sich die Schilddrüsenhormone T3 und T4, auf den Stoffwechsel auf bzw. Macht es einem dadurch, das Abnehmen schwerer?!

Unsere Antwort (Nico)
Ich nehme an du sprichst von den hormonellen Auswirkungen einer Schilddrüsenstörung und vermutlich spezifisch von Schilddrüsenunterfunktion.
Um jetzt nicht einfach mit „Ja, hat voll den Einfluß“ zu antworten, muss ich ein bisschen ausholen.

Schilddrüsenhormone
Das (Schilddrüsen-) HormonT4 wird in der Schilddrüse produziert und in der Leber (60 %) und dem Darm (20 %)zu T3 umgewandelt. Die restlichen 20% werden in fehlerhaftes T3 („reverse T3“) mit umgekehrter Wirkung umgewandelt und so gut es geht aus dem System entfernt

T3 hat einige Aufgaben, aber für unseren Zweck hier können wir das Hormon als Gaspedal für den Zellstoffwechsel überall im Körper betrachten.

Schilddrüsenüberfunktion und Schilddrüsenunterfunktion
Zuviel viel T4 und im Anschluss auch zuviel T3 bedeutet damit also einen schneller Stoffwechsel. Das heißt in der Folge viel Energieverbrauch (also hoher Grundumsatz/Ruheumsatz), oft Gewichtsverlust, Hyperaktivität. Aber es gibt auch so einige psychische Auswirkungen, wie beispielsweise Unruhe, Angststörungen und Konzentrationsprobleme aufgrund von ADHS-artigem Verhalten. Bei zuviel T3 spricht man von einer Schilddrüsenüberfunktion.

Zu wenig T3 bewirkt natürlich das Gegenteil: ein langsamerer Stoffwechsel bewirkt einen geringeren Energieverbrauch und damit oft Gewichtszunahme. Aber auch Energiemangel, Kältegefühle, Depression, Mattigkeit, Kälte und vieles mehr. Das nennt man Schilddrüsenunterfunktion und ist viel häufiger als die Überfunktion.

Gründe dafür kann es viele geben. Stress, schlechte Ernährung, Hashimoto (Autoimmune Schilddrüsenunterfunktion, die die Schilddrüse Stück für Stück zerstört). Je mehr ich aber recherchiere, desto mehr stoße ich auf Stress (bzw. Kortisolüberschuss) als eine der wichtigsten Ursachen, neben ungesunder Ernährung und genetischen Faktoren.

Die übliche Behandlungsmethode für beide Funktionsstörung ist Medikation. Gegeben werden entweder synthetische Schilddrüsenhormone oder ein Stimulator bei der Unterfunktion oder ein Produktionshemmer bei Überfunktion. Das Problem ist die Dosierung.

Es ist in beiden Fällen echt schwer, dauerhaft die richtige Dosis zu treffen. So wird sehr oft aus einer Überfunktion, die mit zu vielen Hemmern behandelt wird plötzlich eine Unterfunktion. Oder durch die Gabe von zu vielen künstlichen Hormonen aus der Unterfunktion eine Überfunktion. Beides kann natürlich gemessen und eingestellt werden, aber es kommt trotzdem regelmäßig vor.

Wenn also die Schilddrüse zu weit von ihrer normalen Produktion abweicht, dann hat das definitiv und IMMER Einfluss auf Körpergewicht bzw. Ab- oder Zunahme.

Und um stilvoll zu enden: „Ja, hat voll den Einfluss.“

Zuckerersatzstoffe umrechnen (Katrin)

Frage
Mein Problem ist der Zucker…. ich hätte gerne eine Liste, wo alle Zuckerarten drauf sind…. und wie ich sie untereinander in Gramm austauschen kann. Ich mag zB überhaupt kein Erythrit… nehme lieber Xucker… aber wie ersetze ich das?

Unsere Antwort (Vroni)
Also, eine ganze Liste mit allen Umrechnungen können wir in diesem Rahmen nicht anbieten, aber einen groben Überblick natürlich schon nochmal.

Für uns sind grundsätzlich Erythrit, Xylit und Stevia interessant. Andere Zuckeralkohole oder Austauschstoffe gibt es natürlich auch noch, sind aber in der heimischen Küche unüblich oder nicht sinnvoll.

Erythrit hat ca. 70 % der Süßkraft von Haushaltszucker, somit müsstest du für 100 g Zucker ca. 130 g Erythrit verwenden. Xylit liegt bei 100 %, kann also 1:1 ausgetauscht werden. Stevia hat je nach Konzentration und Verarbeitung zwischen 400 und 800 mal so viel Süßkraft wie Zucker. Da musst du auf der jeweiligen Packung nach dem Austauschverhältnis nachsehen.

Erythrit kann nicht verstoffwechselt werden (oder ist zumindest nicht bekannt) und hat damit keine Kalorien und auch keine Blutzuckerauswirkung – von extrem raren Fällen abgesehen. Auf der Zunge merkt man bei Erythrit einen kühlenden Effekt und bei manche Menschen spüren ein unangenehmes Kratzen im Hals.

Xylit hat 60 % weniger Kalorien als Zucker (240 kcal pro 100 g) und bei den meisten Menschen keine Auswirkung auf Blutzucker und Insulin. Es gibt jedoch einen gewissen Anteil an Menschen, die mit einem moderaten BZ-Anstieg reagieren. Ob du dazugehörst, kannst du mit einem Blutzuckermessgerät testen, wenn es dich interessiert. Xylit kann bei vielen Menschen ein Kratzen im Hals verursachen, wenn man zu viel davon erwischt. Außerdem kann es zu Blähungen und Durchfall führen, wenn man zu schnell zu viel davon isst, aber man kann sich (bzw. seine Darmbakterien) daran gewöhnen.

Stevia ist eigentlich ein normales Kohlenhydrat wie Zucker und hat auch ungefähr so viele Kalorien und den entsprechenden Effekt auf den Blutzucker. Durch diese extreme Süßkraft nimmt man einfach nicht so viel davon, dass es eine praktische Auswirkung haben könnte. Zuviel Stevia schmeckt außerdem schnell bitter. Süßrezeptor-Overflow.

Wir haben eine Mischung, die wir sehr gerne verwenden: für 100 g Haushaltszucker nehmen wir 50 g Xylit, 50 g Erythrit und 1 TL Stevia. Die negativen Eigenschaften (kühles Erythrit, kratziges Xylit und bitteres Stevia) heben sich so weitgehend auf.

Dazu gibt es auch einen eigenen Blogartikel: https://www.salala.de/pudereryxl-unsere-xylit-erythrit-mischung/

Und genau mit diesen 3 Zuckeraustauschstoffen ersetzen wir alle anderen Zuckerarten. Meist ist es ja Haushaltszucker der ersetzt werden muss und da nehmen wir von unserer Mischung genau 1:1 oder manchmal sogar weniger.

Bei Honig nehmen wir ebenfalls unsere Mischung auch in 1:1 oder manchmal eben auch weniger. Falls der Honig für die Konsistenz sorgen soll, dann wird es etwas schwieriger. Da mache ich es dann oft so, dass ich trotzdem 1-2 EL Honig mit dazu gebe. Auch wenn der Honig für den gewissen Geschmack sorgen soll, wie bei unseren Dominosteinen.

Sämtliche anderen Zuckerarten wie z. B. Kokosblütenzucker, Agavendicksaft, Ahornsirup, Reissirup etc. ersetzen wir genauso wie oben mit Xylit und Erythrit.

Ist Keto schlecht für die Nieren? (Christine)

Frage
[…] I
ch hatte meine Ärtzin nach ketogener Ernährung gefragt und sie hat mir dringend davon abgeraten. Das würde meine Niere unnötig belasten. […]

Unsere Antwort (Nico)
Also erstens: diese Ärztin ist für dich bitte in Zukunft keine gute Quelle mehr für Ernährungsinformationen. Und das gleich aus mehreren Gründen.

Grund #1: wir essen doch gar nicht mehr Protein?
Die WHO/DGE/Ärtze und Ernährungexperten sind sich ziemlich einig, dass 0,8-1,5 g Protein pro KG Körpergewicht (bei KFA unter 30 %) angemessen sind. Das entspricht ziemlich genau dem, was wir Low Carber und Ketarier gut finden. Wir essen also NICHT mehr Protein als das, was die Gesundheitsorganisationen gerne hätten. Und dazu tendenziell hochwertiger. Ergo redet die Ärztin hier schonmal über eine Sache von der sie keine Ahnung hat, nämlich Keto.

Grund #2: wer sagt denn eigentlich, dass eine GESUNDE Niere nur wenig Eiweiß verträgt?
Der andere Punkt ist, dass eine normale, gesund Niere ziemlich viel Protein verarbeiten kann. Damit meine ich: die halbe Medizin erzählt seit Jahrzehnten, dass „zu viel Protein schädlich sei“ – aber niemand will sagen, wieviel „zu viel“ denn ist.

Das hat auch einen guten Grund: man weiß es nicht, weil niemand beweisen kann, dass es ÜBERHAUPT ein Problem ist. Es wird nämlich seit Äonen von den Nierenkranken auf die Gesunden geschlossen, aber so funktioniert das Spiel halt nicht.

Das möchte ich mit einem Beispiel demonstrieren. Die WHO und so sagen, dass 1,5 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht total safe und fein sind – überhaupt kein Problem. Das heißt, dass eventuelle Probleme erst VIEL später anfangen würden. Es ist nur eine Vermutung, aber ich würde schätzen, dass die WHO 1,5 g cool findet, wenn sie bei 3 g Probleme erwartet.

Das gilt für Leute mit 2 Nieren. Wenn jemand eine Niere spendet, dann verändert sich die Empfehlung aber NICHT. Heißt: eine einzelne Niere ist in der Lage 1,5 g genau so sicher zu verarbeiten wie zwei das können. Heißt für mich also: 2 Nieren sind mit 3 g IMMERNOCH wirklich nicht überfordert. Wenn wir also doppelte Sicherheit einkalkulieren… wo sind wir dann? 6 g pro Kilo Körpergewicht? Mehr? Wahrscheinlich.

Jedenfalls will sich kein Experte zu einer Aussage hinreißen lassen, weil allen klar ist, dass niemand was beweisen kann. Und wenn man sogenannten Ernährungsexperten dann mal auf den Zahn fühlt, dann bekommen man Aussagen wie (das ist ein Zitat):

„Es konnte ein schädlicher Effekt auf die Nierenfunktion bei einer Ernährungsweise mit einer Proteinzufuhr von 2 g / kg Körpergewicht oder mehr pro Tag über einen langen Zeitraum nicht ausgeschlossen werden.“

Zu Deutsch: wir haben nix gefunden, aber irgendwas müssen wir halt sagen – Protein ist schädlich, das weiß ja jeder. Beweisen können wir es aber nicht.

Weiterhin darf auch nicht Whey/Molkeprotein und Protein aus echten Lebensmitteln im Kontext einer normalen Mahlzeit über einen Kamm geschoren werden. Wenn wir Protein in so essen, wie es sein soll, also zusammen mit Fett und Pflanzen und Ballaststoffen und so, dann dauert die Verdauung einfach länger als ein schnell verdaulicher Eiweißshake. Damit (mit der richtigen Mahlzeit nämlich) wird das System ebenso entlastet, weil nicht so viel auf einmal durch die Niere gefiltert werden muss. Ein schönes, fettes Steak braucht halt nun mal 30-40 Stunden, bis es zu Ende verdaut ist. Nicht nur 2 Stunden, wie so ein Eiweißshake.

Fazit: Keto ist nicht schlecht für die Nieren. Und Protein auch nicht.
Das Ende vom Lied ist also: kein Mensch bekommt von zu viel Protein Probleme mit Nieren, die vorher gesund waren. Ist noch nie passiert und wird auch nicht passieren.

Außerdem heißt Keto „moderate Proteinmengen“, nicht 90 % Fleisch.

Automatisch in Ketose durch IF? (Christine)

Frage
[…] wenn ich am Wochenende 14 manchmal 16 Stunden nichts esse … geht der Körper dann nicht automatisch in die Ketose? Oder wird das durch den Cholesterinsenker blockiert? […]

Unsere Antwort (Nico)
Also, WENN du dich mit deiner normalen Nahrung permanent an der GRENZE zur Ketose bewegst und dann 14-16 Stunden lang nichts isst, dann kommst du MÖGLICHERWEISE dadurch in Ketose. Wenn du aber normales/moderates Low Carb oder sogar traditionell High Carb isst, dann verbrauchst du unter keinen Umständen in den 14-16 Stunden dein Muskel- und Leberglykogen + deinen Darminhalt um dann in Ketose zu kommen.

Nope, passiert nicht – sorry :)

Die schnellste und sicherste Möglichkeit um in Ketose zu kommen ist übrigens Fettfasten oder Wasserfasten. Einfach nur sauber ketogen ernähren geht natürlich auch, dauert aber u.U. ein paar Tage länger.

Xylit schädlich für Tiere (Ursula)

Frage
[…] Erwähnt doch bitte mal, dass der Verzehr von Xylit für Hunde und Katzen tödlich ist und dass auch nach Backen und Kochen!!! Ob für andere Tiere auch weiß ich nicht, ich habe nur Hunde und Katzen, das könnte mal bei Bedarf recherchiert werden. […]

Unsere Antwort
Dass Xylit für Hunde sehr schädlich bzw. unter Umständen auch sehr schnell tödlich sein kann, stimmt natürlich. Wir haben das auch schon ein paar Mal erwähnt, aber sicher nicht in jedem Video. Daher an dieser Stelle einfach nochmal erkärt.

Xylit löst bei Hunden schon bei sehr kleinen Mengen aus, dass große Mengen Insulin ausgeschüttet werden. Heißt: Hunde fallen durch Xylit sehr schnell in eine lebensbedrohliche Unterzuckerung.

Die Mengen sind denkbar gering. Probleme gibt’s ab 0,1 g / Körpergewicht, die tödliche Dosis liegt bei 3-4 g / kg Hund. Das ist nicht viel und 30 g Xylit sind in Form eines unbewachten Kuchens gleich verputzt. Das hat wie gesagt starke Unterzuckerung bis hin zum totalen Organversagen zur Folge. Rettung kann es dann nur noch (vielleicht!) durch den Tierarzt geben, der sofort mit Glukoseinfusion gegensteuern kann, bis das Xylit wieder aus dem Hund raus ist. Aber nur wenn ihr früh genug dran seid und der TA weiß, was er tut.

Aufpassen muss man dabei vor allem auf Gebäck mit Xylit, zuckerfreie Süßigkeiten, Kaugummis und andere süße aber zuckerfreie Produkte.

Die Folgen sind erst Unterzuckerung, dann Lethargie, Schwächeanfälle und Krämpfe, gestörte Koordination, Erbrechen, Leberschäden und zum Schluß Koma und Tod. :(

Die gute Nachricht ist, dass die meisten Säugetiere NICHT negativ auf Xylit reagieren, auch Katzen sind sicher. Hier wird Xylit sogar zum Teil zur Zahnpflege eingesetzt.

Aufpassen muss man nur bei Frettchen, Kaninchen, Kühen, Ziegen, Pavianen und es empfiehlt sich bei allen Nagetieren grundsätzliche Vorsicht.

Erythrit vertragen übrigens alle Tiere, soweit bekannt. Ausnahme: für FRUCHTFLIEGEN ist Erythrit wohl toxisch, wenn man es in Wasser löst.

Xylit schädlich für Kinder?
Ursula hat noch in einem Nebensatz angemerkt, dass Xylit wohl auch für Kinder unter 2 Jahren bedenklich sein könnte bzw. sie eine entsprechende Quelle gelesen hatte.

Das können wir so nicht bestätigen und haben auch nach gezielter Recherche nichts dazu gefunden. Wie immer gilt: langsam einführen und die Mengen moderat halten. Aber Hinweise auf Schädigung in irgendeiner Form haben wir absolut nicht gefunden und könnten das auch nicht herleiten.

Auch hier wird Xylit oft für die Zahngesundheit empfohlen, da es antibakteriell bzw. Bakterien hemmend wirkt.

Welches Gewicht für die Berechnung des Eiweißbedarfes? (Linda)

Frage
[…] Ich habe mal eine Frage an euch, wie ihr das sieht. Es geht sich um den Eiweißbedarf. Welches Gewicht nimmt man denn jetzt als Berechnungsgrundlage? Das jetzige Gewicht oder das Gewicht, dass man durch’s abnehmen erreichen möchte? Vor langer Zeit habe ich mal gelesen, man sollte immer das Zielgewicht als Grundlage für die Berechnung des Eiweißbedarfes nehmen weil man ansonsten zu viel Eiweiß zu sich nehmen würde. Dieses schwirrt mir die ganze Zeit in Kopf herum, aber mit gewissen Unsicherheit, weil seit einiger Zeit ich nichts mehr von dieser Unterscheidung höre und lese. Ist es vielleicht doch das jetzige Gewicht? […]

Unsere Antwort (Nico)
Es gibt ja viele mögliche Berechnungsformen für den Eiweißbedarf. Und ebenso viele Berechnungsgrundlagen: Magermasse/fettfreie Masse (FFM), aktuelles Gewicht, Zielgewicht…

Am Ende ist es aber egal, weil es läuft alles ungefähr auf die selben Größenordnungen hinaus. Wir machen es uns einfach und empfehlen das auch so.

Wenn du einen Körperfettanteil unter 30 % hast, dann nimm dein aktuelles Gewicht als Grundlage und multiplizierst es einmal mit 0,8 und einmal mit 1,5. Das ist dann das untere und das obere Ende des täglichen Proteinbudgets. in dem Bereich sollte man sich bewegen.

Bei mir (aktuell 95 kg) sind das also 76-142,5g. Am wohlsten fühle ich mich bei 100-140g, also bleibe ich in dieser Größenordnung.

Wer hochoptimiertes Keto macht, berechnet natürlich 20 % von den Gesamtkalorien und hat dann eine tägliche Punktlandung vor sich, aber für die meisten ist das im Alltag nicht so wichtig.

Man kann auch nicht so wahnsinnig viel falsch machen. Mangel entsteht nicht so furchtbar schnell, bei mir sicherlich nicht unter 60 g am Tag. Und echter, problematischer Überschuss? Steht in den Sternen, aber ganz bestimmt nicht unter 150 g (was einen eventuellen Abnehmstopp anbelangt). Und Nierenschäden sind sowieso nicht bewiesen, siehe oben.

Wer oberhalb von 30 % Körperfett liegt, sollte die maximale Menge etwas reduzieren und lieber unter zwischen 0,8-1 g / kg bleiben, damit hier keine Riesenwerte rauskommen.

So, das war die Sprechstunde für heute (gestern).

Die nächste Sprechstunde wird vermutlich am 05.09. um 18:00 Uhr oder 19:00 Uhr stattfinden, Fragen dafür können wir bis Dienstag, den 03.09. annehmen :)

liebe Grüße
Nico

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